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Die börsengehandelten Rohölpreise bleiben auch am letzten Handelstag der Woche unter Druck und sind auf dem besten Weg, den ersten Quartalsverlust seit mehr als zwei Jahren einzufahren. Belastet werden sie aktuell vor allem von der Sorge über eine weltweite Konjunkturabkühlung,  die für die globale Ölnachfrage ein großes Risiko darstellt.

 

Befeuert wird diese Sorge durch die vielen Zinserhöhungen, mit denen sich Notenbanken weltweit gegen die hohe Inflation stemmen. Vorneweg schreitet die US-Notenbank Fed, die nach ihrer jüngsten Zinserhöhung am Mittwoch sehr deutlich gemacht hat, eine Rezession in Kauf zu nehmen, wenn damit die Inflation gestoppt werden könne.

 

Die durchaus vorhandenen Risiken auf der Angebotsseite geraten an den Ölbörsen damit immer wieder in den Hintergrund. „Im Zuge der sich beschleunigenden Zinserhöhungen durch die großen Zentralbanken überschattet das Risiko einer globalen Wirtschaftsrezession die Versorgungsprobleme auf den Ölmärkten, trotz der jüngsten Eskalation im Russland-Ukraine-Krieg“, fasst Ölmarktexpertin Tina Teng von CMC Markets zusammen.

 

In Analystenkreisen herrscht deshalb die einhellige Meinung, dass es auch in den kommenden Monaten zu unberechenbaren Kurbewegungen kommen kann, da so viele verschiedene Faktoren am Markt ihre Wirkung entfalten. Je nachdem, welchen Nachrichten tagesaktuell Bedeutung beigemessen wird, dürften die Kurse immer wieder stärkere Ausschläge verzeichnen, so wie es Anfang der Woche nach der Meldung zur russischen Teilmobilmachung zu sehen war.

München (ots) – Der Preis für Diesel-Kraftstoff ist seit vergangener Woche kräftig gesunken. Das zeigt die aktuelle ADAC Auswertung der Kraftstoffpreise in Deutschland. Danach sind die Preise für einen Liter Diesel um 9,6 Cent gesunken, so dass dieser im bundesweiten Mittel jetzt 2,021 Euro kostet.

 

Auch der Benzinpreis ist binnen Wochenfrist gefallen, wenn auch in geringerem Maße. Laut ADAC kostet ein Liter Super E10 derzeit im Schnitt 1,910 Euro – ein Minus von 3,5 Cent.

 

Kraftstoffpreise im Wochenvergleich
Quelle: ADAC e.V.

 

Auch wenn der Preisrückgang bei Diesel deutlich stärker ausfällt, kostet der Selbstzünder-Kraftstoff damit immer noch gut elf Cent mehr als Super E10 und das, obwohl Diesel gut 20 Cent niedriger besteuert wird. Die Entwicklung der Kraftstoffpreise geht nach Ansicht des ADAC in die richtige Richtung, von Normalisierung kann jedoch bei weitem noch nicht gesprochen werden. Nach wie vor ist das Preisniveau an den Tankstellen angesichts der rückläufigen Rohölnotierungen um einiges zu hoch und das Potenzial für Preissenkungen erheblich.

 

Weiterhin gilt die Empfehlung des ADAC, wonach sich die Autofahrerinnen und Autofahrer vor der Fahrt zur Tankstelle über die aktuellen Preise im näheren Umkreis informieren und dann gezielt die günstigste Tankstelle ansteuern sollten. Wer abends tankt, kann nach aktuellen ADAC Auswertungen im Schnitt zwölf Cent gegenüber den Morgenstunden sparen. Preisbewusstes Tankverhalten fördert zudem den Wettbewerb und kann daher auch zu einer Preissenkung beitragen.

 

Schnelle Hilfe bekommen Autofahrer mit der Smartphone-App „ADAC Spritpreise“, die die Preise nahezu aller über 14.000 Tankstellen in Deutschland zur Verfügung stellt. Ausführliche Informationen zum Kraftstoffmarkt und aktuelle Preise gibt es auch unter www.adac.de/tanken.

 

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Schon seit Monaten kann die OPEC+, eine Allianz aus 23 ölproduzierenden Staaten, ihre eigenen Förderziele nicht mehr erreichen. Das daraus resultierende Defizit ist damit auf inzwischen 3,58 Millionen Barrel pro Tag angewachsen – diese Menge entspricht etwa 3,5 Prozent der täglichen Ölnachfrage. Auch wenn der Ölmarkt sich aktuell mehr auf bearishe Nachfragesorgen konzentriert, ist dies doch ein klares Anzeichen für die Marktunterversorgung, an der sich seit Jahresanfang nichts geändert hat.

 

Zwei Hauptfaktoren sind verantwortlich für das Produktionsdefizit der Förderallianz. Zum einen ist die Ölproduktion des bislang wichtigsten OPEC-Partners Russland seit Moskaus Angriff auf die Ukraine ein Unsicherheitsfaktor. Auch wenn Russland weiterhin große Mengen an Öl nach China und Indien verkauft, ist die Gesamtproduktion doch gesunken. Zum anderen haben mehrere OPEC-Mitglieder, namentlich etwa Angola und Nigeria, Probleme mit ihrer Infrastruktur. Globale Krisen, Unterinvestitionen und politische Instabilität hat dazu geführt, dass sie ihre Förderkapazitäten längst ausgeschöpft haben.

 

Eine weitere Steigerung der Fördermengen ist damit kaum möglich. Erst gestern hatte der Vorsitzende des saudischen Megakonzerns Aramco, Amin Nasser, warnende Worte gefunden und anhaltenden Unterinvestitionen in fossile Brennstoffe in einer Zeit, in der Alternativen zu fossilen Brennstoffen noch immer nicht ohne weiteres verfügbar seien, als Ursache dieses Problems benannt. Tatsächlich scheinen die einzigen beiden Länder, die noch über nennenswerte Reservekapazitäten verfügen, die OPEC-Schwergewichte Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate zu sein.

 

Doch Ölmarktexperte Tamas Varga von PVM Oil stellt klar: „Die OPEC+ kämpft seit Monaten darum, ihre Quote zu erfüllen, und Saudi-Arabien hat unmissverständlich klargestellt, dass es die ausgedünnten Reservekapazitäten nur im Notfall angreifen wird“. Tatsächlich hat die Förderallianz ja sogar die Weichen für neue Produktionskürzungen gestellt, die schon bei der nächsten OPEC+ Sitzung am 5. Oktober konkrete Formen annehmen könnten. Die Ölpreise würde eine solche Entscheidung sicherlich stützen.

München (ots) – Nach wie vor sind die regionalen Unterschiede zwischen den Kraftstoffpreisen in Deutschland außergewöhnlich groß. Dies zeigt die heutige ADAC Auswertung der Kraftstoffpreise in den 16 deutschen Bundesländern. Danach ist – wie in den Vormonaten – Bayern das mit Abstand teuerste Bundesland. Benzin ist derzeit im Saarland am günstigsten, Diesel in Hamburg.

 

Für einen Liter Super E10 müssen die Autofahrer in Bayern derzeit im Schnitt 1,994 Euro bezahlen. Zweitteuerstes Bundesland ist Mecklenburg-Vorpommern, hier kostet der Liter 1,934 Euro und damit bereits sechs Cent weniger als in Bayern. Auffällig auch der Preisunterschied zu Baden-Württemberg, ebenfalls ein großes Flächenland im Süden Deutschlands: Hier kostet ein Liter Super E10 im Schnitt 1,887 Euro, das sind 10,7 Cent weniger als in Bayern. Im Saarland als günstigstem Bundesland müssen die Verbraucher aktuell 1,841 Euro für einen Liter E10 bezahlen.

 

Kraftstoffpreise in den 16 Bundesländern
Quelle: ADAC e.V.

 

Krasse Preisunterschiede zeigen sich auch beim Diesel: Während an den Hamburger Tankstellen derzeit für einen Liter Diesel 1,950 Euro bezahlen muss, verlangen die bayerischen Tankstellen für die gleiche Menge im Mittel 2,115 Euro – ein Plus von 16,5 Cent. In Baden-Württemberg als zweitteuerstem Bundesland kostet ein Liter Diesel mit 2,080 Euro immerhin 3,5 Cent weniger als in Bayern.

 

Hinreichende Gründe für die gravierenden Preisunterschiede sieht der ADAC nicht. So sind die Raffinerieprobleme in Schwechat/Wien sowie das Niedrigwasser am Rhein und anderen Flüssen, das den Transport von Kraftstoffen verteuert hatte, kaum mehr eine ausreichende Erklärung.

 

Der ADAC hat für die heutige Untersuchung die Preisdaten von mehr als 14.000 bei der Markttransparenzstelle erfassten Tankstellen ausgewertet und den Bundesländern zugeordnet. Die ermittelten Preise stellen eine Momentaufnahme von heute, 11 Uhr dar.

 

Preisbewusste Autofahrer sollten nach Empfehlung des ADAC alle Möglichkeiten, günstiger zu tanken, konsequent nutzen. Dies stärkt den Wettbewerb auf dem Kraftstoffmarkt und ist letztlich zum Vorteil der Verbraucher. Unkomplizierte und schnelle Hilfe bietet die Smartphone-App „ADAC Spritpreise“. Ausführliche Informationen zum Kraftstoffmarkt und aktuelle Preise gibt es auch unter www.adac.de/tanken.

Es geht volatil zu an den Ölbörsen und so legten die börsengehandelten Rohölpreise gestern zunächst heftige Verluste hin, die sie dann jedoch bis zum Abend wieder aufholten. Entsprechend steigen heute auch die Heizölpreise wieder leicht an und Verbraucherinnen und Verbraucher müssen mit Preisaufschlägen im Vergleich zu gestern rechnen.

 

Angebotssorgen vs. Rezessionsangst
An den Ölbörsen bleibt das Wechselspiel zwischen der Angebotskrise, die sich in Europa aktuell vor Allem in Gasknappheit niederschlägt, und der Angst konjunktureller Abkühlung und Rezession. Letztere sorgte an den Ölmärkten zuletzt immer wieder für nachgebende Preise, da die Anleger in einem solchen Fall einen Nachfragerückgang oder sogar einen neuerlichen Nachfrageeinbruch befürchten.

 

Fed-Zinssitzung im Fokus
Dies ist auch der Grund, weshalb die Zinssitzung der US-Notenbank Federal Reserve, kurz Fed, heute und morgen genau beobachtet wird. Immerhin wird die Fed sicherlich ihren Zinssatz erneut signifikant nach oben setzen, um die auch in den USA  enorm hohe Inflation in Schach zu halten. Die jüngsten Daten zur Preisteuerung hatte klar gemacht, dass die Inflation zwar leicht zu sinken scheint, allerdings viel langsamer als erhofft. Eine Anhebung des US-Zinssatzes um 75 Prozentpunkte scheint damit morgen so gut wie sicher.

 

Manch ein Marktbeobachter hält sogar eine historisch hohe Anhebung um einen ganzen Prozentpunkt für möglich. Klar ist aber, dass der Fed-Leitzins in beiden Fällen den höchsten Stand seit 2008 erreichen wird. Dies wiederum lastet auf den Finanzmärkten und trübt die Stimmung ein, da hohe Zinsen der Wirtschaft Liquidität entziehen. Die Gefahr einer Rezession wächst, was sich wiederum belastend auf die Ölbörsen auswirkt.

 

Heizöl etwas teurer als gestern
Die Heizölpreise im Bundesgebiet bleiben somit zwar im Vergleich zu August deutlich günstiger, jedoch müssen sich Verbracuherinnen und Verbraucher heute im Vergleich zu gestern auf höhere Preise einstellen. So kosten 100 Liter Heizöl heute im Durchschnitt +2,50 bis +3,10 Euro mehr als am Montagvormittag. Zudem nehmen mit der beginnenden Winternachfrage auch die Wartezeiten wieder zu. Wer sich für die Heizperiode noch eindecken muss, sollte dies auf jeden Fall bedenken.

Die Heizölpreise haben im bundesweiten Durchschnitt erneut nachgegeben und somit inzwischen den tiefsten Stand seit Ende Mai erreicht. Für die starken Preisabschläge der letzten Wochen sorgt vor allem die Stimmung an den Rohölbörsen, wo die Angst vor einer drohenden Rezession immer wieder für fallende Preise sorgt.

 

Im Vergleich zu Freitag können Verbraucherinnen und Verbraucher heute mit einem durchschnittlichen Preisabschlag von -1,81 Euro für 100 Liter Heizöl rechnen. Auf Wochensicht wird der Preisrückgang noch deutlicher, denn letzten Montag kostete diese Menge im Bundesdurchschnitt noch über 13 Euro oder 9,5 Prozent mehr als heute Vormittag.

 

Die Kurve der kurzfristigen Heizölpreisentwicklung macht deutlich, wie stark die Preise seit letztem Monat gesunken sind. So haben sie seit dem 26. August um etwa 17 Prozent nachgegeben. Im August hatte vor allem die prekäre Niedrigwasserlage die Preise verteuert, da die Frachtkosten stiegen und die Lieferwege und -zeiten sich verlängerten. Zwischenzeitlich kosteten 100 Liter Heizöl im Durchschnitt 155,69 Euro.

 

Inzwischen hat sich die Situation auf Deutschlands Wasserstraßen entschärft und entsprechend fallen auch die Preise. Für zusätzliche Abschläge sorgt die Abwärtsbewegung an den Ölbörsen, wo wegen steigender Rezessionsängste die Kurse immer wieder unter Druck geraten. Der extrem starke Dollar tut sein übriges, denn er macht in Dollar gehandeltes Rohöl für Investoren aus anderen Währungsräumen eher unattraktiv.

 

Mit dem Beginn der Heizperiode, der sich am Wochenende mit ziemlich kalten Temperaturen bemerkbar gemacht hat, steigt allerdings auch die Nachfrage nach Heizöl – nicht zuletzt auch, weil die Preise aktuell auf recht niedrigem Niveau liegen. Wer also seinen Tank noch befüllen muss, kann aktuell durchaus von günstigeren Preisen profitieren, muss sich aber auf längere Wartezeiten einstellen.

 

Die genannten Heizölpreise beziehen sich stets auf den deutschlandweiten Durchschnittspreis bei einer Bestellung von 3.000 Liter Heizöl Standard schwefelarm inklusive 19% MwSt. bzw. vom Zeitraum 1.Juli  bis 31.Dezember 2020 16% MwSt. Außerdem fallen durch Transportkosten die Preise regional unterschiedlich aus, was aktuell durch die schwierige Versorgungslage in manchen Regionen noch verschärft wird. Die Preisspanne zwischen den Regionen kann daher momentan bei bis zu ca. 15,05 Euro pro 100 Liter liegen. Stand der Preise 19.09.2022.

Seit Monaten war nach einer Lösung gesucht und verhandelt worden. Nun ist klar: Der Bund übernimmt die Treuhandverwaltung der Rosneft Deutschland und damit auch die Kontrolle über die Rosneft-Anteile an den Raffinerien in Schwedt (Brandenburg), Karlsruhe und Vohburg (Bayern). Vor allem für die PCK Raffinerie in Schwedt dürfte das die Rettung sein.

 

Denn hier hatte man in den letzten Monaten um den Erhalt des Standortes gebangt, da die Anlage nahezu ausschließlich russisches Öl verarbeitet hat, welches über die „Druschba“-Pipeline direkt in die Raffinerie gepumpt wird. Die Rosneft hält gut 54 Prozent der Anteile und hat wenig Interesse an einer Abkehr von russischem Öl. Ein Problem, spätestens mit Beginn des deutschen Embargos auf  Öllieferungen am 4. Dezember.

 

Nun geht die Kontrolle also zunächst auf die Bundesnetzagentur über. Die Treuhandlösung soll für mindestens sechs Monat gelten und tritt ab heute in Kraft. Auf längere Sicht ist der Standort Schwedt, der den Großteil des Nordostens Deutschland versorgt und etwa 1.200 Mitarbeiterbeschäftigt damit wahrscheinlich gesichert. Wie es allerdings kurzfristig weitergehen wird, muss sich zeigen, denn dass Russland nun sofort den Ölhahn über die „Druschba“-Pipeline zudreht, ist nicht unwahrscheinlich.

 

Dies wiederum könnte durchaus zu Problemen führen, denn anders als die MiRo Raffinerie in Karlsruhe und die Bayernoil in Vohburg ist die PCK bisher komplett abhängig von russischen Öllieferungen gewesen und kann somit nicht schnell auf Alternativen zurückgreifen. Bundeskanzler Olaf Scholz und Bundeswirtschaftsminister Habeck wollen deshalb heute Mittag Details zu einem „Zukunftspaket“ für die Region vorstellen und dabei wohl auch erläutern, wie die PCK weiter versorgt werden soll.

 

Zuletzt hieß es, dass ein Großteil der nötigen Mengen, etwa 60 Prozent, über den Ostseehafen in Rostock geliefert werden könne. Für eine Vollauslastung ist dies allerdings deutlich zu wenig. Wenn die Raffinerie nur gedrosselt produzieren kann, sind allerdings nicht nur Jobs in Gefahr sondern auch die Versorgungssicherheit in der Region. Es könnte also durchaus kurzfristig zu Lieferengpässen kommen, die dann über andere Regionen in Deutschland ausgeglichen werden müssten. Preissteigerungen sind damit nicht ausgeschlossen.

München (ots) – Leichte Entspannung an den Zapfsäulen, jedoch noch längst keine Entwarnung – das zeigt die aktuelle ADAC Auswertung der Kraftstoffpreise an den deutschen Tankstellen. Danach ist der Preis für einen Liter Super E10 seit vergangener Woche um immerhin 4,7 Cent gesunken und kostet derzeit im bundesweiten Mittel 1,945 Euro. Der Preis für Diesel hat sich seit der Vorwoche um 4 Cent verbilligt und liegt momentan im Mittel bei 2,117 Euro.

 

Kraftstoffpreise im Wochenvergleich Quelle: ADAC e.V.

 

Der ADAC sieht im Rückgang der Spritpreise nur einen ersten Schritt hin zur überfälligen Anpassung an die fundamentalen Rahmenbedingungen. So spiegeln weder der Rohölpreis (Brent) noch der Wechselkurs von Euro in US-Dollar als wesentliche Faktoren das aktuelle Preisniveau an den Zapfsäulen wider. Nach wie vor sind die Kraftstoffpreise laut ADAC viel zu hoch und das Potenzial für Preissenkungen ist erheblich. Nicht auszuschließen ist, dass das massiv überhöhte Preisniveau mehr Autofahrerinnen und Autofahrer als sonst dazu gebracht hat, vor dem Tanken die Preise zu vergleichen und gezielt zu einem relativ günstigen Tankzeitpunkt die günstigste Tankstelle aufzusuchen. Preisbewusstes Verhalten stärkt zudem den Wettbewerb, was sich wiederum preisdämpfend auswirken kann.

 

Nach Empfehlung des ADAC sollten sich die Autofahrer vor der Fahrt zur Tankstelle über die aktuellen Preise im näheren Umkreis informieren. Wer zudem abends tankt, kann nach aktuellen ADAC Auswertungen im Schnitt zwölf Cent gegenüber den Morgenstunden sparen.

 

Schnelle Hilfe bekommen Autofahrer mit der Smartphone-App „ADAC Spritpreise“, die die Preise nahezu aller über 14.000 Tankstellen in Deutschland zur Verfügung stellt. Ausführliche Informationen zum Kraftstoffmarkt und aktuelle Preise gibt es auch unter www.adac.de/tanken.

 

Pressekontakt:

ADAC Kommunikation
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aktuell@adac.de

Original-Content von: ADAC, übermittelt durch news aktuell

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Das Hin und Her zwischen der Angst vor einem Nachfrageeinbruch und der Angst vor einer Marktunterversorgung sorgt auch weiterhin für volatilen Handel an den Ölbörsen. Nachdem zum Wochenanfang noch die Unsicherheiten auf der Angebotsseite überwogen hatten, entfachten die enttäuschenden Inflationsdaten in den USA gestern erneut Rezessionsängste und sorgten für Kursverluste.

 

Eigentlich hätte die Meldung, dass die Teuerungsrate in den USA im August etwas gesunken ist, für positive Stimmung sorgen sollen, denn es ist der zweite Rückgang seit dem Rekordwert von 9,1 Prozent im Juni und somit ein Hinweis auf ein Ende des Aufwärtstrends. Allerdings hatte man im Vorfeld mit einem noch deutlicheren Rückgang gerechnet, so dass sich an den Finanzmärkten doch ziemliche Enttäuschen breit machte.

 

Denn der langsame Rückgang der Inflation macht klar, dass die Fed noch ziemlich lange und auch recht stark an der Zinsschraube wird drehen müssen, um der enormen Preisteuerung irgendetwas entgegensetzen zu können. Damit steigt der Dollar, während die Aktienmärkte nachgeben – immerhin entzieht eine Leitzinserhöhung der Wirtschaft Liquidität, so dass Anleger nicht so gerne in Aktien sondern lieber in andere Wertpapiere wie etwa Staatsanleihen investieren.

 

Für die Ölbörsen ging es mit dieser Entwicklung am Devisen- und Finanzmarkt ebenfalls erst einmal wieder bergab. Zum einen belastete ein starker Dollar, da er Rohöl, welches in der amerikanischen Währung gehandelt wird, für Investoren aus anderen Währungsräumen teurer macht. Zum anderen entfachte der Preisrutsch an den internationalen Börsen und die Aussicht auf weitere Zinsanhebungen erneut die Rezessionsängste der Anleger.

 

Eine Rezession, also ein wirtschaftlicher Abschwung, der aktuell aufrgund der zahlreichen globalen Krisen vielerorts eine reale Gefahr darstellt, wirkt sich unter anderem auf die Ölnachfrage aus. Sie würde im Falle einer Rezession sinken oder, im schlimmsten Fall, plötzlich einbrechen. Ein Preissturz wie 2020 aufgrund der Corona-Krise wäre die Folge. Allein die Angst vor diesem Szenario reichte gestern aus, die Ölpreise  deutlich unter Druck zu bringen.

 

Auch bei den Inlandspreise spiegelt sich dieser Preisrutsch wieder und so können Verbraucherinnen und Verbraucher heute mit deutlichen Preisnachlässen rechnen. Im Durchschnitt kosten 100 Liter Heizöl heute etwa -5,30 bis -5,90 Euro weniger als gestern.

Die Atomverhandlungen mit dem Iran stehen offenbar kurz vor dem Aus. Bundeskanzler Olaf Scholz rechnet nicht damit, dass es in absehbarer Zeit zu einer Einigung kommen wird, wie er am Montag nach einem Treffen mit dem israelischen Ministerpräsidenten Yair Lapid sagte. Schon am Wochenende hatten die Verhandlungsmächte Frankreich, Deutschland und das Vereinigte Königreich „ernsthafte Zweifel“ am Willen Irans zu einem Abkommen bekundet.

 

Zähe Verhandlungen stehen nun vor dem Aus
Seit fast zwei Jahren ringen die europäischen Vermittler schon um eine Wiederbelegung des Atomabkommens von 2015, das Donald Trump 2018 einseitig aufgekündigt hatte. Seitdem hat der Iran seine Atomaktivitäten massiv ausgebaut während die USA strikte Sanktionen verhängt haben. Zwischenzeitlich hatte es so ausgesehen, als sei eine Annäherung und somit auch eine Neuauflage des Abkommens möglich. Doch offenbar schwinden diese Hoffnungen jetzt wieder.

 

„Wir sind uns alle völlig einig, dass es darum geht, dass der Iran keine Atombomben bekommt und dass er auch nicht die Raketen besitzt, um sie zu transportieren. Das ist das, was wir als großes Ziel miteinander verfolgen“, sagte Olaf Scholz gestern in Berlin. Die europäischen Vermittler hätten Vorschläge für einen Vertrag gemacht und „es gibt jetzt eigentlich keinen Anlass für den Iran, diesen Vorschlägen nicht zuzustimmen. Aber man muss zur Kenntnis nehmen, dass das nicht der Fall ist.“ Er rechnet deshalb in der nächsten Zeit „sicherlich nicht“ mit einem Abkommen.

 

Teheran sieht die Schuld beim Westen
Teheran hat unterdessen alle Schuld von sich gewiesen und die Stellungnahme der 3 Westmächte vom Wochenende heftig kritisiert. „Die jüngste Erklärung der europäischen Troika war unausgewogen und nicht konstruktiv“, sagte Außenamtssprecher Nasser Kanaani am Sonntag. Die europäischen Länder würden lieber den „diplomatischen Trend“ sabotieren als zu versuchen, die Differenzen auszuräumen. Schon Anfang September hatten die USA dem Iran ebenfalls mangelnde Konstruktivität vorgeworfen.

 

Keine Aufhebung der Sanktionen – Iranische Ölhähne bleiben zu
Damit ist klar, wie verhärtet die Fronten zwischen den gegenüberstehenden Parteien tatsächlich sind. Eine diplomatische Lösung rückt somit in immer weitere Ferne und somit wird auch die Aufhebung der Sanktionen gegen den Iran immer unwahrscheinlicher. Für den Ölmarkt hat das durchaus Auswirkungen, denn die Ölexporte des Landes bleiben damit weiterhin stark gedrosselt.

 

Zwischenzeitlich hatte man gehofft, dass mit einer Aufhebung der Sanktionen bis zu 1 Millionen Barrel (à 159 Liter) iranisches Öl zurück auf den Markt kommen könnten. In der aktuellen globalen Krisensituation, die vielerorts durch Angebotsknappheit gekennzeichnet ist, hätte dies – so die Hoffnung der Anleger – für Erleichterung sorgen und den Ölpreis senken können. Doch daraus wird nun wohl erst einmal nichts und die börsengehandelten Rohölpreise klettern entsprechend seit einigen Tagen wieder.