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TANKEN - WASCHEN - MINERALÖLVERTRIEB - ANGELBEDARF - ALLES FÜR TIER - GARTEN - HAUS & HOF

Die börsengehandelten Rohölpreise bleiben in dieser Woche auf Richtungssuche. Inmitten widerstreitender geopolitischer Faktoren, längerfristiger Angebotssorgen und neuen Zollunsicherheiten warten die Marktteilnehmer aktuell lieber ab.  Bei den Inlandspreisen ergeben sich heute damit nur geringfügige Veränderungen gegenüber Montagvormittag.

 

Risikofaktor Iran nimmt ab, Grönland im Fokus
Während noch letzte Woche die Angst vor einem unmittelbar bevorstehenden US-Angriff auf den Iran für steigende Ölpreise gesorgt hatte, hat sich dieser Risikofaktor inzwischen wieder abgeschwächt. Die USA bleiben aber im Fokus, denn Donald Trumps Griff nach Grönland hat – über einige Ecken – auch am Ölmarkt für Unruhe gesorgt.

 

Trumps Anspruch auf Grönland löst neue Zollstreits aus
Denn der Streit um die zu Dänemark gehörende Insel hat die Zollstreits aus dem letzten Jahr wieder aufflammen lassen. So drohte der US-Präsident am Wochenende allen Ländern, die sich zwischen ihn und Grönland stellten, mit neuen Strafzöllen. Konkret hieße das 10% mehr Einfuhrzölle für Dänemark, Deutschland, Norwegen, Schweden, Frankreich, Großbritannien, die Niederlande und Finnland – und das schon ab Anfang Februar.

 

Rede in Davos könnte für neue Unruhe sorgen
Morgen wird Donald Trump auf dem Internationalen Wirtschaftsforum in Davos erwartet, das gestern begonnen hat. Er wird dort eine Rede halten und könnte mit seinen Kommentaren durchaus für Wirbel sorgen – je nachdem, ob und wenn ja wie aggressiv er sich zur Causa Grönland äußert und ob er noch einmal mit neuen oder höheren Zöllen droht.

 

Zollkrieg trug 2025 maßgeblich zum Ölpreisrückgang bei
Erst letztes Jahr hatte Donald Trumps neue Handelsstrategie, für alles und jeden neue Strafzölle als Druckmittel zu verhängen, die Konjunkturerwartungen und damit auch die Nachfrageerwartungen am Ölmarkt massiv belastet. Die Ölpreise waren auch deswegen im letzten Jahr um rund 20 Prozent gefallen. Neue Strafzölle gegen die EU könnten also nicht nur die europäische und amerikanische Wirtschaft neu belasten, sondern auch die Ölbörsen.

 

Inlandspreise am Vormittag leicht teurer
Im Bundesgebiet schwankten die Heizölpreise in den letzten Tagen in eher enger Spanne. Heute zeichnen sich für die Verbraucherinnen und Verbraucher im Vergleich zu gestern Vormittag leichte Preisaufschläge von +0,05 bis +0,45 Euro/100l ab.

Über die vergangene Woche hinweg sind die Ölpreise insgesamt gestiegen, insbesondere zum Wochenbeginn, als Spannungen im Iran und Unsicherheiten zur Freigabe venezolanischer Ölexporte die Märkte belastet haben. Besonders im Vergleich zum Jahresende 2025 werden deshalb aktuell wieder deutlich höhere Ölpreise gemeldet, auch wenn diese noch immer erheblich günstiger sind als in den Wintermonaten der vergangenen 4 Jahren.

Kurzfristige Heizölpreisentwicklung
Die durchschnittlichen Heizölpreise der Bundesrepublik sind aktuell knappe -0,31 Euro günstiger als zum vergangenen Wochenende. Dennoch stiegen die Preise in den letzten Wochen erheblich an, weshalb Heizöl zurzeit im Schnitt +1,64 Euro teurer ist als vergangenen Montag. Vor genau einem Monat lagen die Preise in der Bundesrepublik auf einem 4-Jahres-Tief, durch die Vielzahl geopolitischer Spannungen ist der Heizölpreis seitdem um +6,06 Euro angestiegen.

Langfristige Preisentwicklung
Blicken wir auf die Preise der vergangenen Herbstsaison, zahlen Abnehmer von Heizöl aktuell knapp +3,56 Euro mehr als Mitte Oktober. Auf wirklich langfristige Sicht sind Öl und seine Produkte dennoch günstiger als in den Vorjahren. So kostet Heizöl aktuell, im Vergleich zu Januar 2025, -12,70 Euro weniger, und auch gegenüber 2024 ist das Produkt derzeit-10,24 Euro günstiger.

 


Was spricht für aktuell steigende Preise?
– Anhaltender Konflikt zwischen Ukraine und Russland
Die Spannungen und Angriffe zwischen den beiden Ländern weiten sich aktuell immer weiter auf Handelsrouten in und um das Schwarze Meer aus, was Risikoprämien und Frachtkosten steigen lässt.

– China meldet Rekord-Ölimporte und Raffineriedurchsatz
Aus China kamen zuletzt Meldungen, laut denen der Ölbedarf des Landes stärker angestiegen ist als vielerorts vermutet. Die hohe Nachfrage setzt dabei, wenn auch nicht allzu stark, das Ölangebot unter Druck.


Was spricht für aktuell sinkende Preise?
– Venezuelas Ölexporte und Produktion wieder online
Venezuela konnte seine Ölexporte wieder ansteigen, zu großen Teilen wandern die Waren derzeit in die USA, aber auch direkte Transporte, unter anderem nach Indien, werden bereits besprochen und geplant .

– Lage im Iran beruhigt sich, Risikoprämie sinkt
Die schlimmsten Anspannungen zwischen den USA und dem Iran scheinen sich aktuell zu beruhigen. Dadurch werden die Lieferrouten im Nahen Osten wieder als sicherer eingestuft, was den Rohölpreis und damit die Ölproduktpreise sinken lässt.

– Deutliche Überversorgung am Ölmarkt
Zuletzt häufen sich die Meldungen, nach denen Experten am Ölmarkt eine weiterhin steigende Überversorgung und damit insgesamt sinkende Ölpreise bis einschließlich Anfang 2027 erwarten.

 

Die genannten Heizölpreise beziehen sich stets auf den deutschlandweiten Durchschnittspreis bei einer Bestellung von 3.000 Liter Heizöl Standard schwefelarm inklusive 19% MwSt. Außerdem fallen durch Transportkosten die Preise regional unterschiedlich aus. Stand der Preise 19.01.2026

Die schlimmsten Anspannungen zwischen den USA und dem Iran beruhigten sich etwas, nachdem die USA mögliche Angriffe vorerst ablehnte und der Iran Hinrichtungen und Tötungen in Bezug auf die aktuellen Demonstrationen eigenen Aussagen zufolge beendete. Das lässt die Ölbörsen vorerst etwas entspannen, was für niedrigere Rohölpreise an den Märkten sorgt. Aber auch die ersten, bestätigten US-Verkäufe von venezolanischem Öl unterstützen die sinkenden Preise am Markt.

USA bestätigen Verkauf von venezolanischem Öl
Kurz nachdem die USA Anfang Januar in Venezuela einfiel und Landespräsident Maduro festnahm, wurden Meldungen verbreitet, dass die USA 30-50 Mio. Barrel Rohöl von Venezuela erhalten und verkaufen soll. Der Erlös soll vom Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika gehalten und zum Wohl der USA und Venezuela genutzt werden.

Vergangenen Mittwoch wurde der Verkauf der ersten Charge von ebendiesem Öl bestätigt. Die Regierung in Washington bestätigte einen Verkauf in Höhe von etwa 500 Mio. Dollar, weitere sollen noch in den nächsten Tagen folgen. US-Energieminister Chris Wright erklärte dazu am Donnerstag, dass die Verkäufe des venezolanischen Öls einen 30 Prozent höheren Preis je Barrel erzielten, als Venezuela selbst vor der Festnahme von Maduro noch erreichte.

Gleichzeitig planen große Handelsunternehmen schon erste Verkäufe direkt aus Venezuela nach Indien und China. Diese sollen ersten Meldungen bereits in Vorbereitung sein und könnten ihre Zielhäfen ab März erreichen. Insidern zufolge sucht Indien hier noch nach genauen Freigaben um keine Sanktionen der USA zu riskieren, während einige Händler aktuell auf venezolanisches Öl eher verzichten wollen und lieber auf günstigeres, russisches und iranisches Öl setzen.

Heizöl etwas günstiger
Einige Spannungen am Weltmarkt, insbesondere rund um den Iran, lassen nach, und der Ölfluss aus Venezuela läuft sehr langsam wieder an. Das sorgt für etwas Entspannung an den Rohölbörsen, hat jedoch vorerst nur geringfügigen Einfluss auf den deutschen Heizölmarkt. Entsprechend liegen die Preise heute in enger Spanne mit leichten Abweichungen von -0,35 bis +0,05 Euro pro 100 Liter im Vergleich zu Donnerstagvormittag.

München (ots) –Die Kraftstoffpreise sind seit der vergangenen Woche erneut gestiegen. Wie die aktuelle ADAC Auswertung der Kraftstoffpreise in Deutschland zeigt, kletterte der Preis für einen Liter Super E10 binnen Wochenfrist um einen Cent, Diesel verteuerte sich im gleichen Zeitraum um 0,3 Cent. Damit kostet Super E10 im bundesweiten Mittel derzeit 1,743 Euro, der Liter Diesel 1,687 Euro.

Der Ölpreis als wesentliche Einflussgröße auf die Preise an den Zapfsäulen hat sich zuletzt ebenfalls erhöht. Ein Barrel Rohöl der Sorte Brent kostet aktuell 65 US-Dollar. Der Euro ist im Vergleich zum US-Dollar etwas schwächer als in der Vorwoche, dadurch wird der Kauf von Rohöl teurer, das auf dem Weltmarkt in US-Dollar gehandelt wird. Dies führt indirekt ebenfalls zu höheren Kraftstoffpreisen.

 

Kraftstoffpreise im Wochenvergleich in Euro/100 Liter

 

Der ADAC empfiehlt, möglichst abends zu tanken, dann sind die Kraftstoffpreise im Schnitt rund 13 Cent je Liter niedriger als morgens. Eine praktische Hilfe bei der Suche nach günstigen Tankstellen bietet die Spritpreis-App „ADAC Drive“: Hier lassen sich rund um die Uhr die aktuellen Preise an den mehr als 14.000 Tankstellen in Deutschland vergleichen. Ausführliche Informationen zum Kraftstoffmarkt und aktuelle Preise gibt es unter www.adac.de/tanken.

Pressekontakt:

ADAC Kommunikation
T +49 89 76 76 54 95
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Bildquelle: ADAC e.V.

Nach enormen Preisanstiegen gestern, weiterhin gestützt durch sehr chaotische, weltpolitische Entwicklungen, beruhigten sich die Kurse an den Börsen am frühen Morgen wieder etwas. Dennoch handeln die Märkte für Ölprodukte auf einem Monatshoch, bei den Rohölmärkten sogar auf Höchstwerten seit Oktober. Treiber für die hohen Preise sind weiterhin die weltpolitischen Verwerfungen. Die anhaltenden Angriffe auf Öltanker im Schwarzen Meer sorgen dabei immer wieder für Sorgen.

Treffer auf mehrere Nicht-russische Frachter im Schwarzen Meer
Drei griechische Öltanker wurden am Dienstag im Schwarzen Meer von bisher unbekannten Drohnen getroffen. Verschiedenen Quellen zufolge sollten die Schiffe kasachisches Öl am russischen Hafen von Noworossijsk laden. Die kasachische Ware wird hierfür über die sogenannte „CPC“-Pipeline an den entsprechenden Hafen am Schwarzen Meer gebracht, da dies die nächste Verladestelle mit Schiffszugang zum weltweiten Export darstellt.

Zur Verladung soll es bei den drei getroffenen Schiffen jedoch nicht gekommen sein. Ein Vertreter für eines der getroffenen Schiffe, die „Matilda“, meldete, dass das Schiff in Warteposition auf Verladefreigaben fast 50km vor der Küste wartete bevor die Schiffe von Kampfdrohnen getroffen wurde. Die anderen beiden Frachter waren in mehr oder minder direkter Nähe. Die „Matilda“ erlitt nur leichte Schäden und verlässt aktuell das Gefahrengebiet, auch die Crew blieb unverletzt. Zu den Schäden an den beiden anderen Tankern gibt es bisher kaum Informationen.

Gefahrenzuschläge und Exportunsicherheiten
Der wahrscheinlich kritischste Punkt an diesen Angriffen ist, dass die getroffenen Schiffe kein Teil der russischen Schattenflotte sind sondern aus Griechenland ausgesendet wurden und vermutlich ohne Waren zurückkommen werden. Kasachstan ist der zweitgrößte Exporteur für in Europa genutztes Rohöl, Angriffe auf die dafür wichtigste Seeroute sorgen dementsprechend für Unsicherheiten. Deshalb steigen Versicherungskosten und Gefahrenzuschläge auf Transporten dieser Route, was den Preis an den Ölbörsen, und damit auch beim Endkunden, nach oben treibt.

Heizölpreise steigen weiter an
Die weltpolitischen Verwerfungen scheinen so bald nicht aufzuhören und sorgen deshalb weiterhin für steigende Ölpreise, was sich direkt auf die Kosten bei Heizöl und anderen Ölprodukten abzeichnet. Aktuellen Einschätzungen zufolge müssen Abnehmerinnen und Abnehmer in der Bundesrepublik, beim Kauf von Heizöl heute mit moderaten Aufschlägen in Höhe von +0,80 bis +1,20 Euro pro 100 Liter im Vergleich zu gestern rechnen.

Seit letzter Woche haben die börsengehandelten Rohölpreise deutlich zugelegt und ziehen damit auch die Heizölpreise im Inland ein gutes Stück nach oben. Grund für den Preisanstieg sind die Unruhen im Iran, die sich mehr und mehr auch auf die Sicherheit am Ölmarkt auswirken.

 

Ölmarkt reagiert beunruhigt auf Eskalation im Iran
Der Iran ist Mitglied der OPEC+ und trotz zahlreicher Sanktionen der USA immer noch in den Top 20 der größten Ölproduzenten der Welt. Entsprechend unruhig wird man am Ölmarkt, wenn die politische Lage im Land zu eskalieren droht und –  wie aktuell – die USA mit Einmischung drohen.

 

Dabei sind die Gefahren vielfältig: So könnten Angriffe auf die iranischen Ölanlagen für Produktionsausfälle sorgen. Zudem hat der Iran die Option, seine Infrastruktur als Druckmittel einzusetzen, denn Teheran kontrolliert die Meerenge von Hormuz, durch die täglich etwa 20% des täglichen Bedarfs an Öl und Ölprodukten fließt. Jede Unterbrechung hätte sofort spürbare Auswirkungen auf der ganzen Welt.

 

USA erheben Strafzölle für Iranische Handelspartner
Ein Angriff der USA steht nach wie vor im Raum, heute soll im Weißen Haus darüber beraten werden. Aktuell verfolgt Washington aber erst einmal eine andere Strategie:  So sollen ab heute alle Handelspartner des Iran 25 % Aufschlag für Einfuhren in die USA bezahlen. Treffen würde das vor allem China, das bislang Hauptabnehmer iranischen Öls ist.

 

US-Militärintervention nicht vom Tisch
Die Lage bleibt angespannt, zumal die iranische Regierung weiter gnadenlos gegen die Bevölkerung vorgeht, die seit Tagen für ein Ende des Mullah-Regimes demonstriert. Trump hatte wiederholt angekündigt, die Demonstrierenden zu unterstützen und Teheran in diesem Zusammenhang auch mit militärischer Intervention gedroht.

 

Inlandspreise steigen mit Ölbörsen
Mit der zunehmend angespannten Risikolage legen die Ölpreise und mit ihnen auch die Inlandspreise zu. Im Vergleich zu den letzten Tagen fallen die Preisaufschläge heute allerdings wieder etwas geringer aus. Verbraucherinnen und Verbraucher zahlen heute +0,70 bis +1,10 Euro/100l im Vergleich zu Montagmorgen.

Zu Beginn der zweiten Jahreswoche sind die durchschnittlichen Heizölpreise in der Bundesrepublik sowohl im direkten Vortagesvergleich als auch mit Blick zur vergangenen Woche nur minimal verändert. Die aktuelle weltpolitische Lage sorgt tageweise für relativ deutliche Schwankungen bei den Preisen, die sich am Markt jedoch genauso schnell wieder ausgleichen. Dennoch ist Heizöl aktuell weit günstiger als in den vergangenen Jahren im Januar, da eine mittelfristige Überversorgung am Markt den Ölpreis unten hält.

Kurzfristige Heizölpreisentwicklung
Die durchschnittlichen Heizölpreise sind am Montag dem 12. Januar minimal niedriger als am vergangenen Freitag. Im Vergleich zur Vorwoche sind die Preise ebenfalls auch nur knapp teurer. Jedoch ist die Volatilität, also die tatsächlichen Schwankungen im Ölpreis, Tag für Tag sehr deutlich und aufgrund der aktuellen weltpolitischen Entwicklungen auch weiterhin schwer einzuschätzen. Im Vergleich zur Dezembermitte ist Heizöl aktuell +2,68 Euro teurer.

Langfristige Preisentwicklung
Mit Blick auf die vergangene Herbstsaison zahlen Heizölabnehmer aktuell fast den selben Preis wie noch Mitte Oktober. Wirklich auffällig wird die längerfristige Preisentwicklung erst, wenn man auf die Kosten aus 2025 und weiter zurück auf 2024 schaut. So zahlen Abnehmer von Heizöl aktuell ganze -15,52 Euro weniger, was einer Preisreduktion von -15 Prozent im Vergleich zu vor einem Jahr gleich kommt. Und auch mit Blick auf den Jahresbeginn 2024 zahlen Käufer von Heizöl in der Bundesrepublik aktuell -10,98 Euro weniger.

 


Was spricht für aktuell steigende Preise?
– Anhaltender Konflikt zwischen Ukraine und Russland
Auch wenn es immer wieder Näherungsversuche und Gespräche zu Friedensvereinbarungen zwischen den Ländern gibt, geht der Konflikt trotzdem weiter. Regelmäßige Angriffe auf russische Öltransporte und Bohrplattformen setzen dabei die Exporte des Landes unter Druck.

– Neue US-Sanktionen gegen Russland
Nach mehreren Monaten Wartezeit wurde ein neues Sanktionsgesetz der USA angestoßen, welches härtere Strafen gegen Kunden von russischem Öl erlauben soll. Wann es veröffentlicht wird und wie genau das Ausmaß der Strafen aussieht, ist noch unklar.

– USA droht dem Iran
Die Demonstrationen im Iran laufen weiter, auch die Gewalt der Regierung und Polizei gegen Protestierende nimmt zu. Die USA beobachtet die Entwicklung der Konflikte und droht mit Angriffen, sollten die demonstrierenden stärker unterdrückt werden.

– Venezuela im Griff der USA
Aktuell haben die Angriffe gegen Venezuela nachgelassen, dennoch bestimmt die USA mit strammem Griff die Ölproduktion des Landes und schränkt die landeseigenen Exporte ein. Jedoch…


Was spricht für aktuell sinkende Preise?
– USA plant Investitionen in Venezuela
Die USA will venezolanisches Öl zwar genauer kontrollieren und für sich nutzen, dafür sollen aber auch erhebliche Investitionen in die Ölproduktion des lateinamerikanischen Landes gesteckt werden. Welche Ausmaße das annehmen soll, und wie stark die Ölproduktion dadurch steigen könnte, ist noch nicht bekannt.

– Deutliche Überversorgung am Ölmarkt
Die Überversorgung, trotz der aktuellen Export- und Produktionseinschränkungen in Russland und Venezuela bleiben weiterhin zentral treibende Kraft in der Ölpreisentwicklung.

Die genannten Heizölpreise beziehen sich stets auf den deutschlandweiten Durchschnittspreis bei einer Bestellung von 3.000 Liter Heizöl Standard schwefelarm inklusive 19% MwSt. Außerdem fallen durch Transportkosten die Preise regional unterschiedlich aus. Stand der Preise 12.01.2026

Nachdem die Märkte am Donnerstagmorgen noch eher ruhig wirkten, ist der metaphorische Sack am Mittag komplett geplatzt. Meldungen aus den USA, Russland und dem Nahen Osten kamen Schlag auf Schlag und sorgten für erhebliche Unruhen bei den Marktteilnehmern, was an den Ölbörsen erhebliche Preisanstiege verursachte.

USA signalisiert längerfristigen Einsatz in Venezuela
Seit dem Angriff der USA auf Venezuela und dessen Regierung, kommen regelmäßig Fragen auf, wie sehr sich die USA in Südamerika noch einmischen und integrieren will, In einem Interview bestätigte der US-Präsident, dass der Einsatz vermutlich noch einige Jahre dauern wird und „nur die Zeit zeigen wird“ wie lange die USA Aufsicht über Venezuela und dessen Ölvorkommen halten wird. Das sorgt für Unsicherheit bei einst venezolanischen Kunden, insbesondere China zeigt sich hier zurzeit sehr unzufrieden und sucht neue Handelspartner außerhalb von Südamerika.

Tankerangriffe und neue Russland-Sanktionen
Gestern wurde ein Angriff auf einen russischen Tanker im Schwarzen Meer nahe der türkischen Küste gemeldet. Was einst als „sichere“ Route für Schiffe mit sanktioniertem, russischen Öl zählte, wird damit immer unsicherer. Wer genau den Angriff gestartet hat ist aktuell noch unklar, auch wenn vielerorts von einem Angriff der Ukraine ausgegangen wird. Sollte das stimmen, wäre es schon der fünfte Angriff auf russische Öltanker im Schwarzen Meer durch die Ukraine seit November 2025.

Zusätzlich wurde gestern ein neuer Gesetzesentwurf der USA für Sanktionen gegen Russland weitergebracht. „Dieses Gesetz wird es Präsident Trump ermöglichen, jene Länder zu bestrafen, die billiges russisches Öl kaufen und damit Putins Kriegsmaschinerie antreiben“, so der hinter dem Gesetz federführende Senator. Die notwendigen, parteiübergreifenden Abstimmungen, um das Gesetz zu festigen bevor es vollständig ausgearbeitet und durchgeführt wird, sollen nächste Woche stattfinden.

Proteste im Iran eskalieren weiter
Seit über einer Woche kommt es im Iran zu Protesten und Demonstrationen gegen das aktuelle Regime und allgemeine Lebensbedingungen im Land. Die Landesregierung wehrt sich teils unter schwerer Gewalt und wird dadurch auch vom US-Präsidenten stark angefeindet und unter Druck gesetzt, er droht sogar mit Angriffen gegen den Iran. An den Ölmärkten sorgen diese Unruhen derzeit für stärkere Preise, da Sorgen um die Ölproduktion und Exporte im Nahen Osten immer stärker werden.

Heizöl teurer
Da die weltpolitischen Unruhen vielerorts für Unsicherheiten sorgen und zeitgleich die Kältewelle in Deutschland einige Leute wohl doch unerwarteter getroffen hat als erwartet, kommt es bei den Heizölpreisen heute zu spürbaren Erhöhungen. Abnehmerinnen und Abnehmer in der Bundesrepublik müssen heute deshalb mit durchschnittlichen Preisaufschlägen in Höhe von etwa +1,30 bis +1,70 Euro pro 100 Liter im Vergleich zu Donnerstagvormittag rechnen.

Die Ölwelt blickt aktuell vor allem auf  Venezuela, da die US-Bestrebungen nach mehr Kontrolle die globalen Ölmärkte nachhaltig verändern könnten. Darüber geraten andere wichtige Marktfaktoren, wie etwa die wöchentlichen Bestandsmeldungen aus den USA, etwas ins Hintertreffen. So hatten die gestrigen Daten des US-Energieministeriums (DOE) nur wenig Einfluss auf die Ölbörsen, was aber auch an den gemischten Impulsen lag, die die Bestandsdaten lieferten.

 

Rohölbestände in den USA gesunken
Das DOE meldete für die Silvesterwoche einen Rückgang der amerikanischen Rohölbestände um -3,8 Millionen Barrel (à 159 Liter). Schätzungen hatten im Vorfeld gerade mal mit einem Drittel dieses Abbaus gerechnet. Wenn die Vorräte eines derart großen Ölverbrauchers wie den USA so deutlich sinken, entsteht ein preissteigernder Impuls an den Börsen, da der Rückgang auf eine Versorgungsknappheit hindeuten kann.

 

Zentrallager meldet aber Aufbauten
Dies wäre in der aktuellen Marktlage allerdings tatsächlich erstaunlich, denn weltweit ist der Ölmarkt zur Zeit eigentlich eher überversorgt. Und auch das lässt sich aus den aktuellen DOE-Daten herauslesen, denn die Vorräte im riesigen Zentrallager der USA in Cushing (Oklahoma) sind in der Berichtswoche nicht etwa gesunken, sondern um +700.000 Barrel gestiegen.

 

Raffinerienachfrage begünstigt Rohölabbauten
Der Rückgang bei den Gesamt-Rohölbeständen erklärt sich eher durch die robuste Raffinerienachfrage, denn wie schon in der Vorwoche lag die Auslastung aller amerikanischen Verarbeitungsanlagen bei saisonal sehr starken 94,7 Prozent. Zum Vergleich: Im Vorjahr lag sie nur bei 93,3 Prozent. Je höher die Raffinerieverarbeitung, desto mehr Rohöl wird gebraucht.

 

Produktvorräte schwellen an – Nachfrage bleibt schwach
Die starke Raffinerieverarbeitung hat in der Berichtswoche zudem dazu geführt, dass die Vorräte an wichtigen Produkten wie Benzin und Destillaten stark angeschwollen sind (+7,7 Mio. Barrel und +5,6 Mio. Barrel). Die Nachfrage nach diesen Produkten bleibt in den USA aktuell aber hinter den Erwartungen zurück und sendet somit – gemeinsam mit den starken Aufbauten – einen eher preissenkenden Impuls an den Markt.

 

Anleger reagieren gelassen auf widersprüchliche Impulse
Die US-Bestandsdaten des DOE für die Silvesterwoche waren dieses Mal also eher eine gemischte Tüte. Während die Rohölabbauten tendenziell für steigende Preise sprachen, sorgten die Aufbauten bei den Produkten bei gleichzeitig sinkender Inlandsnachfrage eher für einen preissenkenden Impuls. An den Ölbörsen fiel die Reaktion damit gestern größtenteils verhalten aus.

 

Rohölbörsen geben weiter nach
Dennoch gaben die börsengehandelten Rohölpreise gestern im Laufe des Tages weiter nach, was allerdings eher an der Situation in Venezuela lag. Hier scheint alles darauf hinzudeuten, dass die USA die Kontrolle über die Ölwirtschaft anstreben und damit über kurz oder lang noch mehr Öl auf den ohnehin schon überversorgten Markt gelangen dürfte.

 

Heizölpreise tendenziell etwas günstiger
Bei den Inlandspreisen im Bundesgebiet ergeben sich damit im Vergleich zu gestern Vormittag zumindest leichte Preisabschläge. Je nach Region zahlen Verbraucherinnen und Verbraucher damit zwischen +0,15 bis -0,25 Euro pro 100 Liter im Vergleich zu Mittwoch.

Die aktuelle Unsicherheit der Anleger an den Ölmärkten wurde zum Start in den Mittwoch mal wieder deutlich. Nachdem der US-Präsident im Verlauf des gestrigen Nachmittags eine Reihe Meldungen und Andeutungen machte, dass die USA doch stärker und vor allem schneller bei venezolanischem Öl zugreifen will, sorgte das über den Abend hinweg für einen spürbaren Preisrutsch an den internationalen Rohölmärkten und Börsen.

USA drängen auf Kontrolle der venezolanischen Ölindustrie
Kurz nach der Festnahme des venezolanischen Präsidenten am vergangenen Wochenende wurde schnell klar, dass der US-Präsident einen sehr begierigen Blick auf die Ölreserven Venezuelas wirft. Eigenen Aussagen zufolge soll Präsident Trump bereits vor dem Angriff in Venezuela mit einigen US-Ölkonzernen gesprochen und Pläne angedeutet haben. Auch über die kommenden Wochen hinweg stehen weitere Gespräche mit Vertretern der nordamerikanischen Ölindustrie an, um Investitionen und Erweiterungen der venezolanischen Ölproduktion zu besprechen.

Parallel dazu forderte der Präsident der Vereinigten Staaten die Regierung in Venezuela dazu auf, ihre Handelsbeziehungen und insbesondere Partnerschaften in der Ölindustrie mit China, Russland, dem Iran und Kuba zu reduzieren, vielleicht sogar komplett zu unterbrechen. Der US-Präsident betont zwar immer wieder, keine militärische Kontrolle über Venezuela anzustreben, man will dennoch eine führende Rolle in der Gestaltung der Zukunft des Landes übernehmen – finanziert vor allem durch Öleinnahmen aus venezolanischen Ressourcen.

Öl-Offensive der USA setzt den internationalen Markt unter Druck
Gestern Abend drängte der US-Präsident dann darauf, dass Venezuela in den nächsten Wochen bis zu 50 Millionen Barrel Rohöl an die USA abtreten soll, wo das Öl dann verkauft und die Einnahmen unter der Kontrolle von Präsident Trump zum Wohl beider Länder genutzt werden sollen. Diese Ankündigung sorgte für einen erheblichen Preisrutsch an den weltweiten Ölbörsen, da die bereits drohende Überversorgung der Märkte damit, wenn auch nur zeitweise, verschärft werden könnte.

Auch aus Kanada kamen Sorgen auf. Das Land exportiert jedes Jahr knapp 80% des produzierten Rohöls in die USA und fürchtet, aufgrund längerer Transportwege als Venezuela, auf einigen Exportrouten zu den Vereinigten Staaten nicht länger Konkurrenzfähig bleiben zu können. Deshalb sollen neue Pipelines nach Westkanada schneller gefördert und gebaut werden, um mögliche Exporte nach Asien, insbesondere China, rechtzeitig auszubauen. Noch sind diese Pläne jedoch reine Theorie, da die dazu notwendigen Freigaben noch fehlen.

Heizöl erheblich günstiger
Was an den Ölbörsen für erhebliche Sorgen vor einer noch stärkeren Überversorgung der Märkte sorgt, bringt den Abnehmerinnen und Abnehmern von Öl und Ölprodukten günstigere Preise. Dementsprechend werden heute für Heizöl im Bundesgebiet, im Vergleich zu Dienstagvormittag, satte Preisabschläge von durchschnittlich -1,60 bis -2,00 Euro pro 100 Liter erwartet.