
Hatte es noch am Wochenende so ausgesehen, als seien die Gespräche zwischen den USA und Iran gescheitert, sieht es mittlerweile bereits wieder danach aus, als wollten die beiden Parteien doch wieder an den Verhandlungstisch zurückkehren. An den Ölbörsen spiegelte sich diese Entwicklung bereits gestern Abend in einem Preisrückgang wider.
US-Blockade iranischer Schiffe begann Montagabend
In einem Interview gab US-Präsident Donald Trump am gestrigen Montag an, Washington sei „von den richtigen, den zuständigen Personen kontaktiert [worden], und sie wollen eine Einigung erzielen.“ Um wen es sich bei den Personen handelte, behielt Trump allerdings für sich. Aus Teheran wurde das Interesse an einer Fortsetzung der Gespräche wenig später bestätigt.
Am Wochenende hatten sich beide Seiten noch mangelnden Willen an richtigen Verhandlungen vorgeworfen. Seit Montagabend blockieren die USA mit Kriegsschiffen nun die iranischen Häfen, was wohl dazu beigetragen haben dürfte, dass sich Teheran wieder zu Verhandlungen bereit zeigte.
Pakistan schlägt zweite Verhandlungsrunde in Islamabad vor
Die Nachrichtenagentur AP meldete heute unter Berufung auf zwei pakistanische Regierungsvertreter, Pakistan habe Washington und Teheran eine zweite Verhandlungsrunde in der pakistanischen Hauptstadt Islamabad vorgeschlagen. Diese solle möglichst noch vor Auslaufen der Waffenruhe am 22. April stattfinden. Am vergangenen Freitag hatten sich die Delegationen der USA und Irans für die ersten Gespräche ebenfalls in Islamabad zusammengefunden.
Inlandspreise
Auch wenn die neue US-Blockade die Durchfahrt der Meerenge „Straße von Hormus“ weiter einschränkt als sie es in den letzten Wochen schon war, sorgen die Hoffnungen auf neue Verhandlungen für etwas Entspannung am Ölmarkt. Das lässt in direkter Folge die Preise an den Ölbörsen, und damit auch bei Ölprodukten sinken. Abnehmer in Deutschland profitieren davon und können aktuell mit Abschlägen über -7,15 bis -8,75 Euro pro 100 Liter gegenüber Montagvormittag rechnen

Die Konflikte und Diskussionen im Nahen Osten heizen sich weiter auf. Nach Iran-geführten Blockaden und einer kurzen Waffenruhe soll nun eine Blockade der iranischen Exporte durch die USA folgen. Das ständige Durcheinander zu Frieden und Eskalationen, während mitunter durch Israel weiter Angriffe stattfinden, sorgt für Chaos bei den Ölbörsen und lies die Rohölpreise zuletzt wieder ansteigen.
Kurzfristige Heizölpreisentwicklung
Zum Wochenstart wurden erneut Preisanstiege an den globalen Ölbörsen gemeldet. Das sorgte aufgrund des starken Einfluss auf die weltweiten Rohöl- und Ölproduktmärkte auch für höhere Heizölpreise in der Bundesrepublik. Diese liegen derzeit +4,48 Euro höher als vergangenen Freitag. Im Vergleich zum Vorwochenbeginn gab es dennoch erhebliche Preisrückgänge von -9,92 Euro, da die gestartete Waffenruhe zwischen den USA und dem Iran in der Theorie noch fortbesteht. Gegenüber Mitte März kostet Heizöl aktuell +14,26 Euro mehr.
Langfristige Preisentwicklung
Die langfristige Preisentwicklung verdeutlicht weiterhin den erheblichen Preisanstieg im Rahmen des Nahost-Konflikts. So kosten 100 Liter Heizöl derzeit durchschnittlich rund +60,50 Euro mehr als noch zu Jahresbeginn. Im direkten Vergleich zu April 2025 stieg der Heizölpreis für die selbe Abnahmemenge um etwa +62,40 Euro, gegenüber April 2024 zahlen Abnehmer aktuell +44,37 Euro Aufschlag.

Was spricht aktuell für steigende Preise?
– USA plant Blockade der Iran-Exporte durch Straße von Hormus
Nachdem der Iran zuletzt die Durchfahrt durch die Seeroute der Straße von Hormus im Nahen Osten erheblich einschränkte, will nun die USA die Exporte des Irans ebenfalls blockieren. Genaue Pläne hierzu sollen noch Montagnachmittag öffentlich gemacht werden.
– Iran-USA-Verhandlungen vorerst fehlgeschlagen
Nachdem potentielle Friedensverhandlungen zwischen den USA und dem Iran am Samstag nach kurzer Zeit wieder abgebrochen wurden, meldet die USA zwar Offenheit für neue Verhandlungen, akzeptiere es jedoch auch, wenn ein „verzweifelter“ Iran nicht an den Verhandlungstisch zurückkehren wolle.
Was spricht aktuell für sinkende Preise?
– Ölkartell OPEC+ beschließt Förderanhebung für Mai
Eine Untergruppe des Ölkartells OPEC kündigte geplante Ölproduktionsanstiege von +206.000 B/T für Mai an. Während dies einen kleinen Teil der schwächelnden Exporte aus dem Nahen Osten auffangen könnte, wird der echte Nutzen der Produktionsanstiege durch die Märkte eher als Tropfen auf dem heißen Stein angesehen.
Die genannten Heizölpreise beziehen sich stets auf den deutschlandweiten Durchschnittspreis bei einer Bestellung von 3.000 Liter Heizöl Standard schwefelarm inklusive 19% MwSt. Außerdem fallen durch Transportkosten die Preise regional unterschiedlich aus. Stand der Preise 13.04.2026

Eigentlich hatte der Iran die Straße von Hormus bereits im Zuge des zweiwöchigen Waffenstillstands wieder freigeben sollen. Die Fortsetzung der israelischen Angriffe auf den Libanon führten allerdings dazu, dass Teheran kurz nach der Waffenruhe mitteilte, man werde die Durchfahrt durch die Meerenge für internationale Schiffe doch wieder einschränken. Alle Hoffnungen liegen nun auf den heutigen Verhandlungen in Pakistan.
Iran will maximal 15 Schiffe pro Tag erlauben
Aus iranischen Insiderkreisen hieß es zudem, Teheran werde während des Waffenstillstands pro Tag „weniger als 15 Schiffe die Straße von Hormus passieren“ lassen. Eine anonyme Quelle führte aus: „Diese Durchfahrt ist strikt an die Zustimmung Irans und die Einhaltung eines spezifischen Protokolls gebunden. Dieser neue, unter der Aufsicht der Revolutionsgarden stehende regulative Rahmen wurde den regionalen Akteuren offiziell mitgeteilt. Eine Rückkehr zum Vorkriegsstatus quo ist ausgeschlossen.“
Von einer Öffnung der Straße von Hormus für den internationalen Schiffsverkehr kann bislang also wahrlich nicht die Rede sein und so bleiben die Angebotssorgen am Ölmarkt vorerst weiter bestehen. Nach wie vor stecken mindestens 800 Schiffe im Persischen Golf fest, zählt man jene mit, die auf der anderen Seite auf die Durchfahrt warten, sind es annähernd 2.000 Schiffe.
Alle Augen auf Islamabad
Die Weltöffentlichkeit blickt deshalb heute mit großer Spannung auf Pakistan, wo in der Hauptstadt Islamabad erstmals seit Kriegsausbruch Verhandlungen geführt werden sollen. Noch ist allerdings unklar, ob diese tatsächlich heute starten, oder – laut Weißem Haus – erst am Samstag. Angesichts der vielen Vorwürfe und Drohungen, die sowohl von iranischer, als auch von US-Seite im Vorfeld laut wurden, dürfte es wohl schon als Erfolg gewertet werden, dass die Gespräche noch nicht abgesagt wurden.
Dabei hatte sich auch Donald Trumps Unmut an Irans Umgang mit der Straße von Hormus entzündet. Er warf Teheran bei der versprochenen Öffnung der Meerenge „sehr schlechte Arbeit“ vor, die man auch als „unredlich“ bezeichnen könne. Zudem kritisierte er das vom Iran geforderte Maut-System und warnte den Iran, besser keine Gebühren für die Passage durch die Seestraße zu erheben. Es bleibt nun abzuwarten, ob sich bei den kommenden Verhandlungen eine Lösung finden lässt.
Inlandspreise wieder etwas höher
Die Waffenruhe im Nahen Osten steht auf äußerst wackeligen Beinen und die Durchfahrt durch die Straße von Hormus bleibt faktisch blockiert. Entsprechend klettern die Ölpreise zum Ende der Woche wieder und ziehen auch die Inlandspreise wieder mit nach oben. Verbraucherinnen und Verbraucher müssen sich deshalb auf durchschnittlich +3,05 bis +4,05 Euro pro 100 Liter im Vergleich zu gestern Vormittag einstellen. Aufgrund der hohen Unsicherheit am Markt muss allerdings weiterhin mit Volatilität und je nach Region mit Abweichungen gerechnet werden.

München (ots) – Die Kraftstoffpreise sind in der ersten Aprilwoche in Deutschland erneut dramatisch gestiegen. Wie die aktuelle ADAC Auswertung zeigt, verteuerte sich Diesel gegenüber der Vorwoche um 13,1 Cent je Liter, Super E10 um 8,1 Cent. Angesichts eines für beide Stichtage vergleichbaren Ölpreises und dennoch stark zulegender Kraftstoffpreise, kann man das so genannte Österreich-Modell als gescheitert ansehen. Es gilt in Deutschland seit dem 1. April 2026 und erlaubt es, den Tankstellen nur noch einmal täglich um 12 Uhr die Preise anzuheben, jedoch beliebig oft im Tagesverlauf zu senken.
Wie die ADAC Auswertung zeigt, kostet Super E10 derzeit 2,188 Euro, vor einer Woche lag der Preis noch bei 2,107 Euro. Für Diesel müssen die Autofahrerinnen und Autofahrer aktuell 2,447 Euro (Vorwoche: 2,316 Euro) bezahlen, so viel wie noch nie. Das bisherige Allzeithoch nach Beginn des Ukraine-Kriegs wurde mit Einführung des Österreich-Modells überschritten und im Laufe der vergangenen Woche an jedem Tag ein Stück weiter nach oben geschraubt. Das zeigt auch, dass das Österreich-Modell dazu geführt hat, dass die Dieselpreise jeden Tag um 12 Uhr mittags stärker gestiegen sind, als sie in den darauffolgenden 24 Stunden wieder gesunken sind. Auch der Preis von Super E10 hat fast an allen Tagen im Vergleich zum Vortag spürbar zugelegt.
Nach Einschätzung des ADAC kann die neue Preisregelung zwar möglicherweise für etwas mehr Planbarkeit bei den Verbrauchern sorgen, dies wird allerdings durch insgesamt steigende Preise und ein höheres Preisniveau teuer erkauft. Die Regelung wirkt aus Sicht des ADAC somit kontraproduktiv.
Nach der Verkündung des zweiwöchigen Waffenstillstands zwischen den USA und Iran ist der Ölpreis zeitweise um gut 15 Prozent auf aktuell etwa 95 US-Dollar abgestürzt. Dies muss nun von der Mineralölindustrie zügig an die Verbraucher weitergegeben werden. Die Kraftstoffpreise befinden sich auf einem sehr hohen Niveau. Der jetzt abgestürzte Rohölpreis sollte sich unverzüglich auch an den Zapfsäulen widerspiegeln.

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Kurz vor Ablauf des Ultimatums, das US-Präsident Donald Trump dem Iran zur Freigabe der Straße von Hormus gestellt hatte, hatte es noch nach einer weiteren Eskalation des Iran-Kriegs ausgesehen. Dann aber kam es zu einer überraschenden Wendung: Die USA und der Iran einigten sich unter Vermittlung Pakistans auf eine Waffenruhe. An den Ölbörsen sorgte die Meldung heute Morgen für einen Preisrutsch.
Trump verkündet Waffenruhe über Truth Social
Wie es mittlerweile schon zum Standard geworden ist, verkündete Trump den Waffenstillstand zunächst über seine Kommunikationsplattform „Truth Social“. Wenig später bestätigten dann auch die Islamischen Revolutionsgarden (IRGC) des Iran die Waffenruhe, die zunächst einmal für zwei Wochen angesetzt wurde. In diesem Zeitraum soll auch eine Schifffahrt durch die für den internationalen (Öl-)Handel wieder ohne größere Beeinträchtigungen möglich sein. „Für einen Zeitraum von zwei Wochen wird die sichere Durchfahrt durch die Straße von Hormus in Koordination mit den iranischen Streitkräften und unter Berücksichtigung technischer Einschränkungen möglich sein“, so der iranische Außenminister Abbas Araghtschi zum Thema, das nicht nur die Trader an den Ölbörsen seit Beginn des Konflikts umtreibt.
Verhandlungen sollen am Freitag starten
Ab Freitag dieser Woche soll es dann auch direkte Gespräche zwischen Washington und Teheran geben, was ungewöhnlich ist, denn selbst vor Beginn des Krieges haben die beiden Länder meist nur über Bande miteinander verhandelt. Teheran hat nach Angaben Trumps bereits einen Friedensvorschlag unterbreitet, der 10 Punkte umfasst. Dieser Vorschlag ist laut Trump eine Grundlage auf der man aufbauen könne. In einem Bericht der Nachrichtenagentur AP heißt es, Israel habe angegeben, die USA würden im Rahmen der Verhandlungen weiterhin danach streben, die Bedrohung durch das iranische Raketenprogramm zu beseitigen – ebenso wie das nukleare Material, das der Iran noch besitze.
Vor allem die Aussicht darauf, dass die Straße von Hormus wieder geöffnet wird – wenn vielleicht auch nur für zwei Wochen – sorgte an den Ölbörsen heute Morgen für einen Preisrutsch. Immerhin werden über die Meerenge üblicherweise rund 21 Mio. B/T an Öl verschifft.
Inlandspreiserwartung
Der Preisrutsch an der ICE wirkt sich auch auf die Erwartungen bei den Inlandspreisen aus. So dürften die Heizölpreise heute Vormittag im bundesweiten Durchschnitt zwischen um -20,80 bis -18,65 Euro/100 l günstiger sein als gestern Vormittag.

Die Osterfeiertage sind vorbei, der Iran-Krieg leider nicht. In unverminderter Härte gehen die Kämpfe am Persischen Golf weiter, die gegenseitigen Drohungen werden immer rabiater und die Hoffnung auf eine diplomatische Lösung immer kleiner. Entsprechend bleiben die Ölpreise an den internationalen Börsen hoch und auch im Inland müssen sich die Verbraucherinnen und Verbraucher auf weitere Aufschläge gefasst machen.
Trump droht Teheran mit totaler Zerstörung
Eigentlich wäre das Ultimatum, das US-Präsident Donald Trump dem Iran für die Freigabe der Straße von Hormus gestellt hatte, bereits am gestrigen Montag abgelaufen. Stattdessen wurde es jedoch noch einmal verlängert: Bis heute um 20 Uhr (Washington-Zeit) soll Teheran die für den internationalen Handel wichtige Meerenge wieder für den Schiffsverkehr freigeben.
Trumps Drohungen, sollte der Iran das Ultimatum verstreichen lassen, werden unterdessen immer drastischer. „Am Dienstag ist im Iran gleichzeitig Tag des Kraftwerks und Tag der Brücke“, spielt Trump in einem Social Media Post auf die angedrohte Zerstörung von Kraftwerken und sonstiger Infrastruktur an. Weiter heißt es: „Macht endlich die verdammte Meerenge auf, ihr Wahnsinnigen, sonst werdet ihr in der Hölle schmoren – wartet nur ab! Lob sei Allah.“
Die Befürchtung, dass der Iran-Krieg damit eine weitere Eskalationsstufe erreichen wird, nehmen damit heute wieder zu, zumal der Iran die markigen Drohungen des US-Präsidenten mit ähnlicher Rhetorik beantwortet hat. Entsprechend sind die Preise an den Ölbörsen heute Morgen erneut gestiegen, denn eine Freigabe der Straße von Hormus erscheint eher unwahrscheinlich.
Inlandspreiserwartung
‚Dieser Preisanstieg nach den Osterfeiertagen überträgt sich auch auf die Kraftstoffpreise im Inland. Nicht nur Benzin und Diesel sind enorm teuer, auch die Heizölpreise legen heute Vormittag im Vergleich zu vor den Feiertagen um +4,55 bis +4,95 Euro/100 l zu.

München (ots) – Die Kraftstoffpreise sind im März 2026 massiv gestiegen. Wie die aktuelle ADAC Auswertung der Kraftstoffpreise in Deutschland zeigt, kostete ein Liter Diesel im Monatsmittel 2,164 Euro – nie zuvor war Diesel im Monatsschnitt teurer! Teuerster Diesel-Monat aller Zeiten war bisher der März 2022, kurz nach Beginn des Ukraine-Kriegs, mit durchschnittlich 2,140 Euro. Auch Super E10 hat sich zuletzt sehr stark verteuert und kostete im März im Schnitt 2,022 Euro. Damit blieb der Preis zwar noch um 4,7 Cent unter dem des Rekordmonats März 2022, als für einen Liter Super E10 im Schnitt 2,069 zu bezahlen waren. Allerdings war der März damit für Super E10 der drittteuerste Monat aller Zeiten.
Wie der Blick auf die jeweils günstigsten und teuersten Tank-Tage des Monats zeigt, ging es bei den Spritpreisen im März fast nur nach oben. So war der 1. März bei beiden Kraftstoffsorten der günstigste Tag zum Tanken. Super kostete im Tagesmittel zum Monatsbeginn 1,794 Euro, Diesel 1,759 Euro je Liter. Teuerster Tag des Monats war mit dem 31. März der letzte Tag des Monats mit 2,107 Euro für einen Liter Super E10 und 2,316 Euro für einen Liter Diesel. Diesel liegt damit nur noch knapp unter dem Allzeithoch aus dem März 2022. Benzin hat sich damit binnen eines Monats um 31,3 Cent verteuert, Diesel um 55,7 Cent je Liter. Anders als üblich liegt der Dieselpreis zudem deutlich über dem Preis von Benzin, trotz einer deutlich geringeren Besteuerung.

Die Bundesregierung hatte zuletzt verschiedene Maßnahmen angekündigt, um Autofahrer zu entlasten. Die erste, unmittelbar feststellbare Maßnahme ist das so genannte Österreich-Modell, das seit heute auch in Deutschland gilt. Preiserhöhungen bei Kraftstoffen dürfen ab sofort nur noch einmal täglich um 12 Uhr mittags vorgenommen werden, während Preissenkungen weiterhin jederzeit möglich sind. Wie eine erste Auswertung der Kraftstoffpreise um kurz nach 12 Uhr am heutigen 1. April zeigt, kletterte der Preis im Vergleich zu kurz vor 12 Uhr für Super E10 um 7,6 Cent auf 2,175 Euro, der Dieselpreis um 7,5 Cent auf 2,376 Euro. Bis zum 2. April, 12 Uhr, dürfen die Spritpreise nach der neuen Regelung nur noch gleichbleiben oder abgesenkt werden, nicht aber steigen.
Für Verbraucherinnen und Verbraucher bedeutet die neue Regelung: Besonders der Vormittag vor dem im Tagesverlauf einzig möglichen Erhöhungszeitpunkt dürfte künftig der günstigste Moment zum Tanken sein. Der ADAC wird genau beobachten, wie sich das neue System auf die Preisentwicklung auswirkt und die Autofahrer eng mit Informationen begleiten.

Unterstützung bei der Suche nach preiswerten Tankstellen bietet die Spritpreis-App „ADAC Drive“: Hier lassen sich rund um die Uhr die aktuellen Preise an den mehr als 14.000 Tankstellen in Deutschland vergleichen. Ausführliche Informationen zum Kraftstoffmarkt und aktuelle Preise gibt es unter www.adac.de/tanken.
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Nach einer kurzen Erholung der Ölpreise in der ersten Wochenhälfte kam es heute Nacht, nach einer Ansprache des US-Präsidenten, zu scharfen Preisanstiegen, welche alle Rückgänge der bisherigen Woche wieder zunichte gemacht haben. Aktuell scheint sich die Preisrallye zwar wieder etwas beruhigt zu haben, die aktuelle Lage an den Märkten ist aber dennoch durch Pessimismus und Vorsicht zu starken Preisanstiegen getrieben.
Trump-Ansage zu Fortgang im Iran-Konflikt treibt Ölproduktpreise hoch
Am späten Dienstagabend kündigte der US-Präsident eine wichtige Ansprache zur aktuellen Lage im Nahostkonflikt für den späten Mittwochabend (Donnerstag-Nacht deutscher Zeit) an. Im selben Atemzug sprach er davon, dass sowohl der Iran als auch die USA erfolgreiche Gespräche führen würden, auch seitens des Iran gab es Andeutungen dass Friedensabkommen oder zumindest Waffenruhen bedacht werden, es jedoch noch etwas Verhandlungsbedarf bis dahin gebe.
Die Ansprache von Donald Trump brachte jedoch das genaue Gegenteil von dem was sich viele erhofft hatten. Statt Aussagen zu Abkommen oder friedlichen Gesprächen gab es harte Kritik und Androhungen verschärfter Auseinandersetzungen sowie Angriffe auf iranische Ölproduktionen und Kraftwerke, sollte man in den nächsten Tagen keinen Deal mit dem Iran zustande bekommen.
Da der Iran in Eskalationsfällen wiederholt mit schweren Gegenangriffen und Schlägen gegen Öl- und Energieanlagen im Nahen Osten gedroht hat, steigt an den Ölmärkten und Börsen die Sorge vor einer weiteren Angriffswelle. Angriffe gegen Öl- und Gasanlagen können Exporte und die globale Versorgung teils über Jahre einschränken und damit weit über ein mögliches Kriegsende hinaus den Markt belasten, was noch während der Ansprache Trumps deutliche Preisanstiege an den Ölbörsen und freien Märkten verursachte.
Heizöl und Kraftstoffe deutlich teurer, hohe Volatilität erwartet
Die Ankündigungen aus den USA sorgten noch in der Nacht zum Donnerstag für erhebliche Preisanstiege bei den Ölbörsen, und damit auch bei allen Ölprodukten. Bei Heizöl werden in der Bundesrepublik daher Aufschläge zu Mittwochvormittag in Höhe von +12,00 bis +13,50 Euro pro 100 Liter erwartet. Aber auch bei Kraftstoffen werden deutliche Preiserhöhungen erwartet.
Bei Diesel werden gegenüber dem Vortag Preisanstiege von rund +10 Cent pro Liter erwartet, bei Benzin +6 Cent pro Liter. Diese Preiserhöhungen könnten sich in Vorbereitung zum langen Osterwochenende noch bis Mittag deutlich ausbauen. Daher wird rechtzeitiges Tanken empfohlen!

Nachdem mittlerweile klarere Worte aus den USA und dem Iran zu einem hoffentlich baldigen Kriegsende im Nahen Osten geäußert wurden, kam es am Mittwochmorgen an den Ölbörsen zu einem kurzzeitigen Preisrutsch. Die Marktteilnehmer hoffen auf zeitnahe, genauere Friedensangebote zwischen den USA und dem Iran, gemeinsam mit der Öffnung der wichtigen Seeroute „Straße von Hormus“.
Hoffnung auf Frieden im Nahen Osten löst Spannung an den Ölmärkten
Während die Märkte zu Wochenbeginn noch vorsichtig damit waren, den Aussagen des US-Präsidenten zu einem zeitnahen Kriegsende zu glauben, egal wie dieses nun ausgelöst wird, änderte sich die Meinung der Märkte im Verlauf des Dienstagnachmittags als auch der Iran optimistische Meldungen gab. So seien aktuell beide Länder bereit für mögliche Friedensverhandlungen, wobei der Iran noch unbekannte „Voraussetzungen“ für einen entsprechenden Frieden mit den USA klären will.
Eine mögliche Verlängerung oder Eskalation des Irankriegs ist deshalb jedoch noch nicht vom Tisch. US-Präsident Trump deutete in seinen Ansprachen zuletzt immer wieder an, dass der Krieg auch unter erheblicher Waffengewalt gelöst werden könnte. Außerdem gab es keine klaren Infos zur Wiedereröffnung der Straße von Hormus. Stattdessen rief der US-Präsident gestern noch dazu auf, dass Länder, die Öl aus dem Nahen Osten beziehen, sich selbst um die Befreiung der Handelsroute aus der Kontrolle des Iran kümmern sollen.
Die Straße von Hormus ist ein zentrales Verbindungsstück zwischen dem Nahen Osten und dem arabischen Meer. Vor Kriegsbeginn liefen hier fast 20% der weltweiten Ölexporte durch. Aktuell ist die Durchfahrt durch den Iran streng kontrolliert und nur einzelne Schiffe dürfen die Meerenge passieren, weshalb Ölexporte aus dem Nahen Osten eingebrochen sind und die globalen Ölpreise in den letzten Wochen stark angestiegen sind, sich heute jedoch wieder etwas erholten.
Heizöl günstiger erwartet
Die Hoffnungen auf einen relativ zeitnahen Frieden im Nahost-Konflikt ließen die Preise an den Ölbörsen und damit auch bei Heizöl in der Bundesrepublik sinken. Davon profitieren die Abnehmerinnen und Abnehmer, diese können im Vergleich zu Dienstagvormittag von Preisabschlägen über -6,85 bis -8,35 Euro pro 100 Liter profitieren. Aufgrund der teils sehr plötzlichen und starken Kursbewegungen am Markt sind diese Preisunterschiede jedoch nicht garantiert und können regional bedingt sehr unterschiedlich ausfallen.

In der Nacht zu Dienstag sind die Preise an den Ölbörsen etwas gesunken, da die USA ein stärkeres Vorgehen gegen den Iran mit möglichst zügigem Abschluss des Kriegs andeutete. Klare Pläne und Informationen blieben dennoch aus. Wenig hilfreich war auch die Andeutung aus den USA, dass der US-Präsident zwar ein baldiges Kriegsende plant, sich aktuellen Aussagen zufolge jedoch nur bedingt für eine US-gestützte Freigabe der Straße von Hormus interessiert.
USA könnten Iran-Krieg ohne direkte Freigabe der Straße von Hormus beenden
Angaben des Wall Street Journal zufolge besprach US-Präsident Donald Trump mit seinen Beratern, dass er den Konflikt im Iran auch ohne eine volle Freigabe der Öl-Transportroute „Straße von Hormus“ in Betracht ziehe. So würde die Öffnung der wichtigen Handelsroute mehr Zeit in Anspruch nehmen als ursprünglich durch die USA für den Nahostkonflikt geplant wurde, und stehe damit nicht im Fokus der US-Agenda im Krieg.
Die Straße von Hormus ist eine Meerenge zwischen dem Iran und den Vereinigten Arabischen Emiraten und Oman, und stellt das Verbindungsstück zwischen dem Persischen Golf und den Golf von Oman dar. Hierdurch liefen vor Kriegsbeginn Anfang März durchschnittlich rund 20% des weltweiten Ölbedarfs, mittlerweile wird die Meerenge durch den Iran streng kontrolliert und unbefugt durchquerende Schiffe, auch Warenverkehr und Öltanker, werden bedroht oder beschossen. Damit ist eine Durchquerung der Route aktuell kaum möglich.
Ursprünglich wollte sich die USA für die Öffnung der Handelsroute einsetzen. Nun scheinen die eigenen Zeitpläne jedoch wichtiger zu sein und die Öffnung und Sicherung der Handelsstraße soll stattdessen auf die Länder des Nahen Osten, abseits des Iran, sowie auf Europa abgewälzt werden. Einige Nahost-Länder haben hierzu bereits erste Diskussionen geplant, ob und wann genau eine vollumfassende Aufnahme der Warentransporte durch die Meerenge wieder möglich ist bleibt jedoch noch abzuwarten und wird frühestens nach Ende des Irankriegs möglich sein.
Heizöl günstiger erwartet
Mit den moderat gesunkenen Ölpreisen seit Montagabend werden auch bei Heizöl günstigere Preise erwartet. Davon können Abnehmerinnen und Abnehmer in der Bundesrepublik aktuell profitieren, da der durchschnittliche Heizölpreis aktuell -4,35 bis -5,85 Euro günstiger erwartet wird als Montagmittag. Diese Preisrückgänge können sich aufgrund der aktuell unsicheren Entwicklungen an den Börsen jedoch jederzeit ändern und sind daher ohne Gewähr.
