Die USA hatten weitestgehend die Wirtschaftseinschränkungen aufgrund der Coronapandemie wieder gelöst. Supermärkte, Fitnessstudios, Bars und Strände haben wieder Menschen empfangen und eine lang ersehnte Auszeit vom Isolationsalltag geboten. Doch die Entwicklung der Pandemie hat ein beunruhigendes Ausmaß angenommen. Täglich steigen die Zahlen der Neuinfektionen schneller als noch am Tag zuvor.

 

Infektionszahlen in den USA verunsichert Händler

Der weltgrößte Rohölverbraucher hat einen unweigerlich starken Einfluss auf das Marktgeschehen. Als es zunächst so aussah, dass die USA wieder langsam aber stetig ihre Ölverarbeitung und den Verbrauch wieder auf das gewohnt hohe Niveau anheben, dämpfen aktuelle Infektionszahlen den Optimismus.

 

Täglich werden neue Rekordwerte mit Neuinfektionen in den USA gemeldet, ohne Anzeichen einer Abschwächung. So scheint sich die aktuelle Situation deutlich stärker zu zu spitzen als noch während des ersten Ausbruchs. Man kann also nur noch von einer zweiten Infektionswelle sprechen.

 

Der beratende Virologe des weißen Hauses, Anthony Fauci, warnt indes davor, dass 100.000 Neuinfektionen pro Tag bei der aktuellen Entwicklung schon bald Realität werden können. Die Infektionszahlen bewegen sich laut seiner Aussage „in die falsche Richtung“. Einzelne Bundesstaaten wie Kalifornien und Florida verhängen vereinzelte Strandverbote und in Texas, Arizona und Teilen Kaliforniens müssen Bars erneut schließen.

 

Zweifel an Nachfrageerholung

Trotz der Meldungen des Department of Energy (dem Amerikanischen Energieministerium) über Bestandsabbauten im Rohöl, entpuppte sich dies als Rohrkrepierer. Längst haben Analysten gemerkt, dass die Nachfrage einen weitaus größeren Einfluss auf die Marktpreise haben wird.

 

Sollten sich die USA dazu entschließen, dass ein erneuter Lockdown notwendig ist, um die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen, wird dies dem Ölmarkt einen heftigen Schlag verpassen. Nachdem sich erst im April ein historisch einzigartiger Negativpreis für amerikanisches Rohöl am Markt gebildet hat, sind Händler und Analysten weitaus vorsichtiger geworden.

Auch wenn die Corona-Pandemie noch nicht beendet ist, zeigt sich am langfristigen und kurzfristigen Preisvergleich doch, dass der Preissturz vom Frühjahr vorbei ist. Seit Mai klettern die Preise langsam aber stetig wieder etwas in die Höhe. Verglichen mit den Vorjahren bleibt Heizöl aber nach wie vor unschlagbar günstig.

 

Heizöl wird nur langsam wieder teurer


Die Trendboxen zeigen es: die Preissteigen wieder, zumindest im kurz- und mittelfristigen Vergleich. Die Pfeile sind wieder überwiegend grün und zeigen nach oben. Allerdings zeigt sich auch, dass der Preisanstieg nun in einem verhältnismäßig normalen Rahmen verläuft – nicht vergleichbar mit dem Einbruch, der coronabedingt im Frühjahr für historische Tiefstpreise sorgte. Und das sowohl bei den weltweiten Rohölpreisen als auch bei den Heizölpreisen im Bundesgebiet.

 

Am Kurvenverlauf der kurzfristigen Heizölpreisentwicklung, also beim Vergleich der Preise seit Februar bis heute, lässt sich dies gut ablesen. Der Einbruch begann im Feburar und hatte im März seine größte Spitze. Am 9. März brachen die Preise um fast 9 Euro ein (von 53,60 Euro auf 44,93 Euro). Die Erholung war nur kurz und bis zum 28. April waren die durschnittlichen Heizölpreise von 59,50 Euro am 1. Februar auf 35,39 Euro abgerutscht.

 

Inzwischen pendeln die Preise um einen Wert von etwa 44 Euro. Im Zweijahres-Vergleich wird deutlich, dass dieses Preisniveau immer noch sehr günstig ist. Sowohl 2018 als auch 2019 lag der Durchschnittspreis am 3. Juli über 65 Euro, also etwa 20 Euro über dem heutigen durchschnittlichen Tagespreis.

Ausblick

Der Preiseinbruch im Frühjahr hing ursächlich mit der Coronapandemie zusammen. Noch stärker betroffen als die Inlandspreise waren die weltweiten Rohölpreise, die an der Börse kurzfristig sogar ins Minus rutschten. Die Erholung kam dann – auch für viele Experten überraschend – schneller als erwartet, was sich an den Börsen und damit auch am Inlandspreis niederschlug.

 

Allerdings ist Corona noch nicht vorbei, wie sich etwa auch an den explodierenden Infektionszahlen in den USA zeigt. Auch wenn die Ausbreitung des Virus in Deutschland und den meisten anderen europäischen Ländern sehr gut eingedämmt werden könnte, trifft das nicht auf alle Industrienationen zu. Sollten dort dann die Lockdowns wieder verschärft werden, könnte es zu einem erneuten Nachfrageeinbruch kommen, der die Ölpreise wieder in den Keller schicken würde.

 

Darauf würden dann auch die Heizölpreise in Deutschland reagieren, so wie sie es im Frühjahr auch schon getan hatten. Heute jedoch steigen die Preise im Vergleich zu gestern erst einmal wieder leicht. Für 100 Liter müssen Verbraucher mit einem Aufschlag von etwa ±0,00 bis +0,15 Euro rechnen.

 

Hinweis: Die genannten Heizölpreise beziehen sich stets auf den deutschlandweiten Durchschnittspreis bei einer Bestellung von 3.000 Liter Heizöl Standard schwefelarm inklusive 19% MwSt.. Durch Transportkosten fallen die Preise regional jedoch unterschiedlich aus. Die Preisspanne zwischen den Regionen kann daher momentan bei bis zu ca. 1,64 Euro pro 100 Liter liegen. Stand der Preise: 03.07.2020

 

München (ots) – Nachdem die Kraftstoffpreise in Deutschland im Frühjahr zeitweise deutlich gesunken waren, haben sich die Preise im Juni wieder erhöht. Nach einer aktuellen Datenauswertung des ADAC lag der Durchschnittspreis für Super E10 im Juni bei 1,239 Euro je Liter und damit um 6,9 Cent über dem Vormonatswert. Diesel kostete im Schnitt 1,086 Euro je Liter, das war ein Plus gegenüber Mai von 3,6 Cent. Der Durchschnittspreis lag im Mai für Super E10 noch bei 1,170 Euro, der für Diesel bei 1,050 Euro.

 

Im Verlauf des ersten Halbjahrs 2020 zeigte sich in Folge der Entwicklung der Rohölnotierungen am Weltmarkt eine erhebliche Spannbreite auf dem Spritmarkt. Am teuersten war Benzin am 1. Januar. Damals kostete ein Liter Super E10 1,439 Euro. Am günstigsten kamen die Verbraucher am 30. April weg. Ein Liter E10 lag hier bei 1,129 Euro. Auch beim Diesel lassen sich diese Schwankungen erkennen. Der teuerste Tag war mit 1,336 Euro der 7. Januar, während der niedrigste Preis im laufenden Jahr mit 1,032 Euro ebenfalls auf den 30. April fiel.

 

Der ADAC geht davon aus, dass sich die mit dem heutigen Tag in Kraft tretende Mehrwertsteuersenkung von 19 auf 16 Prozent umgehend preismindernd auch an den Zapfsäulen bemerkbar machen wird.

 

Im Vergleich zur Vorwoche sind die Spritpreise leicht gesunken. So kommt laut ADAC Auswertung der Preis für einen Liter Super E10 im bundesweiten Mittel auf 1,269 Euro und ist somit um 0,2 Cent günstiger als vergangene Woche. Der Preis für einen Liter Diesel ist um 0,8 Cent zurück gegangen und liegt aktuell im Mittel bei 1,099 Euro. Die Preisdifferenz zwischen beiden Sorten hat sich somit auf 17 Cent vergrößert.

 

Der ADAC empfiehlt Autofahrern, ungeachtet des immer noch niedrigen Preisniveaus vor dem Tanken die Preise zu vergleichen. Wer die teils erheblichen Preisunterschiede zwischen verschiedenen Tankstellen und Tageszeiten nutzt, spart bares Geld und stärkt zudem den Wettbewerb zwischen den Anbietern. So tankt man laut ADAC in der Regel zwischen 18 und 22 Uhr am günstigsten. Unkomplizierte und schnelle Hilfe bietet die Smartphone-App „ADAC Spritpreise“. Ausführliche Informationen zum Kraftstoffmarkt und aktuelle Preise gibt es auch unter www.adac.de/tanken

 

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Schon seit Monaten fahren vollbeladene Öltanker mit Rohöl aus Venezuela auf den Weltmeeren umher, ohne Ziel. Denn die Frachten wurden verschickt, ohne dass ein Käufer feststeht. Grund sind die strengen Sanktionen auf dem südamerikanischen Land, die Ölgeschäfte mit Venezuela fast unmöglich machen. Nun wird das „schwarze Gold“ zum „Schwarzen Peter“ und von einem zum anderen geschoben.

 

US-Sanktionen und Strafverfolgung

Seit Jahren ist die politische Situation in Venezuela angespannt und gipfelte 2019 in einen Putschversuch. Auf der einen Seite steht Präsident Nicolas Maduro, der seine Macht nicht abgeben will und auf der anderen die Opposition, angeführt vom selbst ernannten Übergangspräsidenten Juan Guaido. Dieser erhielt von Anfang an die Unterstützung der USA und vieler anderer westlicher Staaten, konnte sich aber bisher nicht gegen Maduro durchsetzen.

 

Als wirksames Druckmittel haben die USA zahlreiche Sanktionen gegen das Südamerikanische Land verhängt, die auch die Ölindustrie des Landes treffen. So ist, außer zur Tilgung von Schulden oder um Lebensmittel zu zahlen, der Handel mit venezolanischem Rohöl untersagt. Aus Angst davor, in den Fokus der amerikanischen Behörden zu geraten, scheuen die meisten Unternehmen davor zurück, selbst diese Geschäfte einzugehen.

 

So kommt es, dass knapp 20 Millionen Barrel venezolanisches Rohöl auf den Weltmeeren vom einen zum anderen Hafen geschickt werden, teilweise mit dem Versuch, die Herkunft des Rohstoffs zu verschleiern. Mit dem Einbruch der weltweiten Nachfrage nach Rohöl aufgrund der Coronapandemie ist die Bereitschaft, die heiße Ware aus Venezuela abzunehmen, noch weiter gesunken.

 

Kosten stapeln sich weiter

Doch es besteht nicht nur das Problem der fehlenden Einnahmen. Es fallen Lager- und Transportkosten an, um das ungewollte Öl zu befördern. Ca. 30.000 Dollar pro Tag werden fällig, alleine um die Liegegebühren für die Tanker zu zahlen. Ein denkbar schlechtes Geschäft. Sofern kein Käufer gefunden wird, werden diese Supertanker vermutlich weiter auf offener See auf der Suche nach einem sicheren Hafen bleiben.

 

Für Venezuela eine Katastrophe, denn das Land leidet seit Jahren schon an Versorgungsengpässen und grober Misswirtschaft seitens der Regierung. Die Armut im Land war einer der Gründe, warum es 2019 zum Putschversuch kam. Dabei ist Venezuela das ölreichste Land der Welt. Jedoch ist die Ölindustrie durch jahrzehntelange Unterinvestitionen so marode, dass die Ölförderung über die letzten Jahre fast vollständig eingebrochen ist.

Ökonomisch und ökologisch von Vorteil

Immer mehr Haushalte in Deutschland setzen beim Heizen auf mehrere Energiequellen. So genannte Hybridsysteme verbinden zumeist eine erneuerbare Energie wie Solarkraft mit klassischen Brennstoffen wie Heizöl oder Gas. Dass sich der Energieverbrauch und die CO2-Emissionen auf der Basis von Öl-Hybridsystemen mit vertretbarem Aufwand deutlich senken lassen, zeigt ein aktuelles Modellvorhaben.

 

Im mittelhessischen Alsfeld wurde Mitte 2018 in einem aus zwei 1956 und 1979 errichteten Gebäudeteilen bestehenden Zweifamilienhaus ein neuer, hybrider Wärmespeicher eingebaut. Dieser wird von einem Öl-Brennwertkessel und einer auf dem Wärmespeicher montierten Warmwasser-Wärmepumpe beheizt. Dazu kommt eine Photovoltaik(PV)-Anlage auf dem Dach des Gebäudes. „Diese Hybrid-Variante ermöglicht den rein bedarfsbasierten Betrieb der Wärmepumpe mit ansonsten ins Netz eingespeistem Solarstrom aus der hauseigenen PV-Anlage und damit eine besonders effiziente und ökonomisch attraktive Trinkwassererwärmung“, erklärt Christian Halper, Projektleiter beim Institut für Wärme und Oeltechnik (IWO), das das Modellvorhaben initiiert hat. Stehe nicht genug hauseigener Öko-Strom zur Verfügung, komme das Brennwertgerät zum Einsatz.

Die Nutzung effizienter Öl-Brennwerttechnik in Kombination mit erneuerbaren Energien ist in vielen Varianten möglich: Hier das Schema einer Öl-PV-Hybridheizung mit Warmwasser-Wärmepumpe. Grafik: IWO

5,4 Tonnen weniger Treibhausgasemissionen

Die Ergebnisse können sich sehen lassen. Im Vergleich zum einfachen Betrieb mit einem Brennwertgerät und Strombezug komplett aus dem öffentlichen Netz sparte die Ergänzung um PV-Anlage und solarstrombetriebene Warmwasser-Wärmepumpe bei der Energieversorgung des Gebäudes in den zwölf gemessenen Monaten 5,4 Tonnen Treibhausgasemissionen, das sind 43 Prozent, sowie 1.603 Euro bei den laufenden Energiekosten ein. Bei einem älteren, weniger effizienten Heizkessel als Ausgangspunkt wären die Einsparungen noch höher.

 

Das 2017 installierte Brennstofflager besteht aus drei 1.000-Liter-Heizöltanks aus Polyethylen innen und vollverzinktem Stahlblech mit Polymer-Versiegelung außen.
Foto: IWO

„Ein Öl-PV-Hybridsystem lässt sich mit heute bereits bewährter, marktgängiger Technik umsetzen. Die Installation ist ebenso einfach wie bei jeder klassischen Ölheizung mit normalem Warmwasserspeicher“, berichtet Halper. „Für eine solche Kombination haben zahlreiche Heizgerätehersteller Lösungen im Angebot.“ Die Nutzung der hauseigenen PV-Anlage zur Warmwassergewinnung dürfte bei Hauseigentümern in Zukunft auf zunehmendes Interesse stoßen. Der Grund: Ab 2021 läuft für die ersten Solarstromanlagen die bisherige Förderung für den ins Netz eingespeisten Strom aus. Denn diese Förderung ist auf 20 Jahre ab Inbetriebnahme begrenzt. „Die Selbstnutzung wird dadurch finanziell noch attraktiver“, so Halper.

 

Noch höhere Einsparung durch neuen Brennstoff
Durch den Einsatz innovativer treibhausgasreduzierter flüssiger Brennstoffe lassen sich die CO2-Emissionen ölbeheizter Gebäude künftig noch zusätzlich reduzieren. Um dies anschaulich zu machen und die Praxistauglichkeit solcher zukünftigen Brennstoffe aufzuzeigen, bringt das IWO diese bereits in zahlreichen Häusern testweise zum Einsatz – so auch im Alsfelder Gebäude. Der treibhausgasreduzierte Energieträger wurde dem klassischen Heizöl einfach beigemischt. Hergestellt wird er vorwiegend durch die Hydrierung von Reststoffen biogenen Ursprungs, wie etwa Altspeisefetten. Mit diesem neuen Mix im Tank reduziert das Alsfelder Gebäude seine CO2-Emissionen für die Strom- und Wärmeversorgung nun sogar um 60 Prozent beziehungsweise 7,3 Tonnen pro Jahr. Mehr unter www.zukunftsheizen.de und unter www.iwo.pageflow.io/ol-pv-hybridsystem.

IWO, 2020

 

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Quelle: https://www.zukunftsheizen.de/presse/hybride-waermeversorgung-mit-der-eigenen-pv-anlage.html

 

Die Corona-Fallzahlen steigen weltweit weiter an. Besonders betroffen sind davon die Vereinigten Staaten, wo vor dem Wochenende neue Rekordzahlen bei den Neuinfektionen verzeichnet wurden. An den Ölbörsen sorgt das für Verunsicherung, denn in den letzten Wochen waren die Preise – nicht zuletzt wegen der zunehmenden Lockerungsmaßnahmen – wieder gestiegen. Doch mit den explodierenden Fallzahlen weicht der Optimismus bezüglich einer schnellen Erholung. Auch im Bundesgebiet wird Heizöl damit zum Wochenstart etwas günstiger.

 

Zweite Welle in den USA?

Die USA sind mit über 2,6 Millionen gemeldeten Covid19-Infektionen das am Stärksten von Corona betroffene Land. Als eine der größten Volkswirtschaften der Welt hat Amerika außerdem großen Einfluss auf die globale Wirtschaftsentwicklung. Die Marktteilnehmer an den Ölbörsen blicken demnach mit einiger Sorge auf die Entwicklung im Land, denn gerade erst hatte sich die Ölnachfrage in den USA leicht erholt.

 

Trotz der verhältnismäßig hohen Infektionszahlen hatten die Vereinigten Staaten in den letzten Tagen einige Eindämmungsmaßnahmen wieder gelockert und die Ausgangsbreschränkungen zum Teil zurückgenommen. Damit war auch der Verkehr langsam wieder in Gang gekommen und die Nachfrage nach Benzin war merkbar gestiegen.

 

Letzte Woche meldete dann die Johns-Hopkins-Universität neue Rekordzahlen bei den Neuansteckungen, vor allem in den bevölkerungsreichen südlichen Bundesstaaten Texas und Florida sowie in Kalifornien. Als erster Bundesstaat kündigte dann Texas am Freitag an, die Beschränkungsmaßnahmen wieder auszuweiten. Gouverneur Greg Abbott ließ alle Bars schließen und beschränkte auch weitere Freizeitaktivitäten, bei denen größere Menschenansammlungen nicht verhindert werden können.

 

Die weltweiten Shutdowns waren der Hauptgrund für den coronabedingten Preisverfall im Frühjahr gewesen. China, wo die Pandemie ihren Ausgang nahm, machte den Anfang und fuhr seine Wirtschaft innerhalb kürzester Zeit fast auf null zurück, so dass auch die Nachfrage des normalerweise sehr öldurstigen Landes zum Erliegen kam. Weitere Länder folgten, als die Infektionszahlen in die Höhe gingen. Mit der schlagartig weggebrochenen Nachfrage kam es sehr schnell zu einer starken Überversorgung am Ölmarkt und die Preise rutschten auf historische Tiefstniveaus.

 

Im Augenblick deutet alles darauf hin, dass die Fallzahlen auch weiterhin steigen werden, so dass vielleicht schon bald weitere Shutdowns in den USA folgen könnten. Die Angst der Marktteilnehmer vor einer zweiten Welle ist somit durchaus begründet. Neben der humanitären Katastrophe, die die Pandemie ausgelöst hat, wirkt sie sich auch immer weiter auf die Weltwirtschaft aus. Und der Ölpreis spielt für diese nun mal eine entscheidende Rolle.

 

Ausblick

Die börsengehandelten Rohölpreise rauschten mit diesen trüben Zukunftsaussichten am Freitag erst einmal wieder in den Keller. Die Heizölpreise im Inland zogen mit und gaben ebenfalls deutlich nach. Zum Wochenauftakt können Verbraucher entsprechend mit Abschlägen von etwa -0,85 bis -1,05 Euro pro 100 Liter im Vergleich zu Freitagmorgen rechnen.

 

Technisch weiter entwickelt: moderne Heizöltanks

Viele Hauseigentümer machen sich hinsichtlich ihres Heizöltanks, der meist im Keller steht, reichlich wenig Gedanken. Dabei bringt diese Form des Energiespeichers viele Vorteile mit sich – und neue Systeme bieten verbesserte Eigenschaften.

 

Moderne Heizöltanks haben viele Vorteile. Foto: IWO

Ein Heizöltank bietet Hausbesitzern vor allem eines: Unabhängigkeit. Denn der eigene Brennstoffvorrat ermöglicht es ihnen, ihre Energielieferanten frei zu wählen. Außerdem können Liefermenge und Liefertermin weitgehend selbst bestimmt werden. So können Verbraucher sich günstig und gezielt einen sicheren Energievorrat auch für längere Zeit anlegen. Hausbesitzer, die sich für Heizöl entschieden haben, bezahlen keine separaten Leitungs- und Anschlussgebühren, wie das etwa bei Erdgas der Fall ist. Und dank der hohen Energiedichte des flüssigen Brennstoffs können sie mit ihrer Tankanlage zudem auf einen sicheren Vorrat von oft mehr als zehntausend Kilowattstunden erreichen.

 

Ölgeruch gehört der Vergangenheit an

Technische Innovationen haben dazu beigetragen, die Materialeigenschaften etwa von Kunststofftanks immer weiter zu entwickeln. Daher bieten moderne Varianten zum Beispiel eine wirksame Geruchsbarriere. Diffusionsbedingter Ölgeruch im Keller, der vor allem bei älteren Kunststoffsystemen noch vorkam, gehört somit der Vergangenheit an. Auch bei der Aufstellung bieten neue Heizöltanks mehr Flexibilität. Moderne Sicherheitstanksysteme aus Kunststoff mit integrierter Rückhalteeinrichtung und einwandige Tanks aus glasfaserverstärktem Kunststoff (GFK) können bis zu einem Lagervolumen von 5.000 Litern auch direkt neben der Heizung aufgestellt werden. Für diese Batterietanksysteme werden ummauerte Auffangräume oder -wannen komplett überflüssig. Die verschiedenen Behälter sind in diversen Volumina und Abmessungen verfügbar und dazu einfach zu transportieren. Durch die vielseitigen Tankformen kann das Heizöllager flexibel je nach Bedarf an die räumlichen Gegebenheiten angepasst werden.

 

Und zukünftig könnte der Tank auch treibhausgasreduziertes Heizöl beinhalten: Mit Hochdruck wird an klimafreundlichen Alternativen zum herkömmlichen Brennstoff geforscht. Ziel ist ein treibhausgasreduzierter und perspektivisch sogar -neutraler flüssiger Energieträger, der in heute modernen Öl-Brennwertheizungen eingesetzt und auch anteilsweise dem Heizöl beigemischt werden kann. Damit bietet sich der Ölheizung langfristig eine klimaneutrale Zukunft.

 

Weitere Informationen unter http://www.zukunftsheizen.de.

 

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Quelle: www.zukunftsheizen.de

Die Corona-Pandemie ist nicht vorbei, wie sich an den erneut steigenden Infektionszahlen in den USA zeigt. Auch im Bundesgebiet hat der Ausbruch von Covid19 etwa im Raum Gütersloh für erneute – wenn auch regional begrenzte – Shutdowns gesorgt. An den steigenden Ölpreisen der letzten Wochen zeigt sich dennoch, dass die Lockerungen der letzten Wochen die Wirtschaft wieder angekurbelt haben und damit auch der Energiebedarf steigt. In den USA könnte es jedoch bald wieder zu neuen Beschränkungen kommen.

 

Drohen neue Infektionswellen?

Nach den historischen Tiefstpreisen bei sowohl Rohöl als auch Heizöl im Frühjahr, waren die Preise in den letzten Wochen wieder stetig gestiegen. Heizöl ist zwar im Jahresvergleich immer noch sehr günstig (Januar 2020 kostete Heizöl im Durchschnitt 64,70 Euro, im Mai nur 39,20 Euro), doch inzwischen geht der Trend wieder nach oben und nicht mehr – wie noch im April – steil nach unten.

 

Allerdings macht vor allem das Infektionsgeschehen in den USA den Marktbeobachtern Sorgen. Während in vielen anderen Ländern durch strikte Beschränkungsmaßnahmen die Ansteckungswellen flach gehalten werden konnten und inzwischen rückläufig sind, bleibt die Lage hier nämlich sehr angespannt. In den Bundestaaten Florida, Californien, Arizona und Texas waren die Neuinfektionen in den letzten Tagen enorm angestiegen.

 

Shutdowns könnten wieder nötig werden 

Der Gouverneur von Texas, Greg Abbott, teilte nun mit, dass man die restriktiven Maßnahmen zur Eindämmung deshalb nicht wie geplant weiter lockern werde und sprach von einem massiven Ausbruch in seinem Bundestaat. Er versicherte allerdings sofort, dass man die bisher schon durchgeführten Lockerungen nicht zurücknehmen wolle und das kein zweiter kompletter Shutdown drohe. Einen solchen hatte auch US-Präsident Donald Trump zuletzt ausgeschlossen.

 

Sollte die Kurve in den USA jedoch weiterhin so dramatisch ansteigen, könnten erneute Shutdowns der einzige Ausweg sein, um weitere Todesfälle und eine Überlastung des Gesundheitssystems aufzufangen. Damit würde aber auch die sich gerade wieder erholende Ölnachfrage ins Wanken kommen. Vor allem an der Nachfrage nach Benzin hatte sich in den letzten Tagen und Wochen gezeigt, dass etwas Normalität zurückgekehrt war und wieder mehr Amerikaner auf den Straßen unterwegs waren. Dies würde dann wegbrechen und die Ölpreise wieder unter Druck bringen.

 

Ausblick

Im Inland sind die Heizölpreise heute wieder etwas nach oben gegangen. Im Vergleich zu gestern Morgen kosten 100 Liter etwa +0,55 bis +0,75 Euro mehr.

Immer zur Wochenmitte geben die USA ihre aktuellen Ölbestände bekannt. An den Rohölbörsen werden diese Daten meist mit Spannung erwartet, denn als größte Volkswirtschaft der Welt ist Amerikas Ölverbrauch durchaus relevant für die weltweite Ölpreisentwicklung. Gestern sorgten die erneut gestiegenen Rohölbestände des Landes  an den Börsen für einen Preisrutsch.

 

US-Bestände steigen seit Corona stetig

Seit die Corona-Pandemie die globale Ölnachfrage fast zum Stillstand gebracht hatte, waren auch in den USA die Vorräte sowohl an Rohöl als auch an Ölprodukten wie Benzin oder Heizöl stetig gestiegen. Zwischenzeitlich drohte sogar der Lagerplatz auszugehen, was im April kurzfristig für Minuspreise bei Rohöl sorgte. Händler mussten wortwörtlich draufzahlen, um ihre Ware loszuwerden.

 

In den letzten Wochen hat sich die Lage jedoch wieder etwas stabilisiert. Die OPEC und ihre Partnerstaaten kürzen seit Mai ihre Produktion um noch nie dagewesene 9,7 Millionen Barrel am Tag und mit zurückgehenden Shutdowns kommt auch die Weltwirtschaft wieder in Gang. Marktteilnehmer hatten gehofft, dass sich dies auch in den wöchentlichen Bestandsdaten aus den USA niederschlage würde.

 

Rekordhoch bei Rohöl

Doch diese Hoffnung wurde gestern enttäuscht. Die US- Rohölbestände haben auch in dieser Woche wieder zugelegt und ein neues Rekordhoch von über 540 Millionen Barrel (à 159 Liter) erreicht. An den Ölbörsen sorgte dies für Enttäuschung, denn gestiegene Vorräte werden meist als Hinweis auf eine Überversorgung gesehen, die wiederum die Preise belastet.

 

Folgerichtig rutschten die Preise im Laufe des Nachmittags deutlich ab, denn die Marktteilnehmer müssen mit diesen Zahlen davon ausgehen, dass sich die Nachfrage nach Öl nicht so schnell erholt, wie gehofft. Auch bereitet die wachsende Zahl der Neuinfektionen in den USA Sorge. Neuerliche Shutdowns würden die zaghaft aufblühende Wirtschaft und mit ihr die Ölnachfrage wieder zunichtemachen.

 

Ausblick

Mit dem Rutsch der börsengehandelten Rohölpreise ist auch der Heizölpreis im Bundesgebiet etwas nach unten gegangen. Verbraucher können deshalb heute mit Abschlägen von etwa -0,50 bis -0,90 Euro im Vergleich zu gestern Vormittag rechnen.

München (ots) – Für die Fahrer von Benziner-Pkw wird das Tanken erneut deutlich teurer. Ein Liter Super E10 kostet laut Auswertung des ADAC bundesweit im Durchschnitt 1,271 Euro und somit 3,4 Cent mehr als in der vergangenen Woche. Auch beim Diesel ist ein Preisanstieg zu verzeichnen: Aktuell kostet der Liter 1,107 Euro und damit 1,9 Cent mehr als in der Vorwoche. Bei beiden Sorten vergrößerte sich damit die Preisdifferenz, die Anfang Mai noch unter 10 Cent lag, auf über 16 Cent.

 

Die Erdölpreise erholen sich langsam von ihrem Einbruch wegen des Überangebots auf dem Weltmarkt und der Corona-Krise. So kostet ein Barrel der Sorte Brent derzeit rund 43 Dollar – das sind gut 3 Dollar mehr als vor Wochenfrist. Folglich klettern auch die Kraftstoffpreise.

 

Gerade angesichts steigernder Spritpreise empfiehlt der ADAC den Autofahrern, vor dem Tanken die Preise zu vergleichen. Wer die teilweise erheblichen Preisunterschiede zwischen verschiedenen Tankstellen und Tageszeiten nutzt, spart bares Geld und stärkt zudem den Wettbewerb zwischen den Anbietern. So tankt man nach einer aktuellen Auswertung des ADAC in der Regel am günstigsten zwischen 18 und 22 Uhr. Unkomplizierte und schnelle Hilfe bietet die Smartphone-App „ADAC Spritpreise“. Ausführliche Informationen zum Kraftstoffmarkt und aktuelle Preise gibt es auch unter www.adac.de/tanken.

 

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