
Zum Freitagmorgen stiegen die Preise an den Ölbörsen aufgrund der anhaltenden Nahost-Spannungen weiter an. Wiederholte Meldungen der USA zu möglichen Annäherungen und Friedensplänen treffen in den letzten Tagen auf so viele Gegenworte seitens des Iran, dass der Pessimismus an den Märkten aktuell überwiegt und es deutlichere Signale bräuchte, um die Preise für Energiemittel ernsthaft zu reduzieren.
USA verlängert erneut Iran-Ultimatum
Vergangenes Wochenende sprach der US-Präsident ein Ultimatum aus, nachdem der Iran innerhalb von 48 Stunden die gesperrte Seeroute der „Straße von Hormus“ freigeben sollte. Diese Strecke ist eine der wichtigsten Transportrouten für Öl aus dem Nahen Osten in den globalen Markt. Sollte das Ultimatum ohne klare Näherung ablaufen, würde es schwere Angriffe gegen den Iran und dessen Energieanlagen geben.
Dieses Ultimatum wurde bereits am Montag aufgrund guter Verhandlungen und Zusprachen verlängert, vergangene Nacht folgte die zweite Verlängerung seitens der USA. Demnach kündigte US-Präsident Trump an, dass es bis zum 6. April keine Angriffe seines Militärs auf iranische Kraftwerke geben soll. Zudem würden die Gespräche mit dem Iran „entgegen anderslautenden Falschmeldungen der Fake-News-Medien sehr gut“ verlaufen.
Als Zeichen des guten Willens im Rahmen der aktuellen Gespräche habe der Iran laut Trump zehn Öltanker durch die Straße von Hormus passieren lassen. Genauere Infos zu den Schiffen, Waren und dem weiteren Vorgehen wurden nicht genannt. Während zehn Schiffe ein gutes Zeichen auf mögliche Einigungen darstellen, bringen die verhältnismäßig geringen Mengen dem Markt wenig Ruhe, da vor Kriegsbeginn schätzungsweise 60-90 Öltanker täglich die Transportroute passieren konnten.
Pessimismus setzt sich fort
Was durch den US-Präsidenten als großes Zeichen für neuen Verhandlungswillen seitens des Iran ausgelegt wird, lässt die Märkte jedoch sehr kalt. In den letzten Tagen kam es immer wieder zu Lobpreisungen des US-Präsidenten zu guten Gesprächen mit dem Iran, während die andere Seite die Gespräche dementiert und direkt verhöhnt. Auch eine Annäherung über 10 Öltanker stellt im Rahmen der weltweiten Importeinbrüche der letzten 4 Wochen nur einen kleinen Tropfen im metaphorischen Ozean dar.
Dementsprechend sorgten die Meldungen aus den USA zwar für einen kurzen Preisrutsch, dieser verfiel jedoch noch über Nacht, weshalb die Ölbörsen schon jetzt auf neuen Hochs seit Montagabend handeln. Ein Ende der Konflikte und Beruhigung an den (Öl-)Märkten scheint für die meisten Händler noch außer Reichweite zu sein, solang es keine klaren Signale des Irans zu möglichen Näherungen oder Friedensverhandlungen gibt.
Heizöl weiterhin teurer
Der steigende Pessimismus rund um den Irankonflikt, gemeinsam mit den realen Ölengpässen die sich in den ersten Ländern und Regionen abzeichnen, lässt die Ölpreise an den Weltmärkten in die Höhe schießen. Das wirkt sich direkt auf die Heizölpreise der Bundesrepublik aus. Dementsprechend müssen Abnehmerinnen und Abnehmer im Bundesgebiet heute mit Preisanstiegen in Höhe von +6,20 bis +7,20 Euro pro 100 Liter gegenüber Donnerstagvormittag rechnen.

Die Hoffnungen auf ein baldiges Ende des Iran-Kriegs haben zuletzt wieder nachgelassen, was an den widersprüchlichen Aussagen aus den USA und dem Iran liegt. Während der Krieg für US-Präsident Donald Trump offenbar schon so gut wie vorbei ist und Iran angeblich zu Verhandlungen bereit, heißt es aus Teheran, dass der zuletzt von Washington vorgeschlagene 15-Punkte-Plan zur Beendigung des Kriegs ein Eingeständnis der Niederlage der USA sei. Medienberichten zufolge will die Islamische Republik nun außerdem Transitgebühren für die Straße von Hormus einführen.
Iran plant Transitgebühren für Straße von Hormus
In den vergangenen Tagen gab es immer wieder Meldungen darüber, dass der Iran vereinzelten Tankern die Durchfahrt durch die Straße von Hormus gewährt habe. Zuvor hatte es bereits Gerüchte über Verhandlungen zwischen Indien und Iran gegeben, im Rahmen derer Neu-Delhi Teheran darum gebeten haben soll Schiffe, die die Meerenge auf dem Weg nach Indien passieren müssen, unbeschadet durch die Wasserstraße fahren zu lassen.
Die halbstaatliche Nachrichtenagentur Fars berichtete nun unter Berufung auf einen iranischen Abgeordneten, dass das Parlament Irans derzeit an einem Gesetzesentwurf arbeite, der Gebühren für den sicheren Transit der Straße von Hormus vorsieht. Damit könnte das Mullah-Regime die Abhängigkeit zahlreicher Länder vom über die Meerenge abgewickelten Handel nutzen, sich neue finanzielle Mittel zu beschaffen, würde sich gleichzeitig aber auch gegen internationales Recht stellen, unter dessen Schutz die freie Schifffahrt durch strategisch wichtige Wasserstraßen eigentlich steht.
Auch Washington dürfte von der Idee der Transitgebühren wenig begeistert sein, hatte man sich dort doch zumindest vorgestellt, die Kontrolle über die Straße von Hormus mit dem Iran zu teilen. Die Frage ist nun, ob Trump erneut versuchen, wird den Druck auf den Iran zu erhöhen und wenn ja, wie weit dies den Konflikt wieder eskalieren lassen würde. Das iranische Parlament will den Gesetzesentwurf bezüglich der Transitgebühren angeblich bereits kommende Woche finalisieren.
Heizöl teurer erwartet
Die widersprüchlichen Meldungen zu den angeblichen Verhandlungen zwischen Washington und Teheran haben die Preise an den Ölbörsen zuletzt wieder steigen lassen. Hinzu kommt außerdem eine neue Kältewelle, die sich in Teilen Europas aktuell bemerkbar macht. Auch bei den Inlandspreisen sorgt dies wieder für einen Anstieg. Verbraucherinnen und Verbraucher in Deutschland müssen daher derzeit im Bundesgebiet beim Heizölpreis mit Aufschlägen in Höhe von +5,50 bis +6,55 Euro pro 100 Liter gegenüber Mittwochvormittag rechnen. Diese Angaben können sich aufgrund der unsicheren Lage der Märkte und weltpolitischen Entwicklungen jedoch jederzeit wieder ändern.

München (ots) – Der Preis für Diesel-Kraftstoff ist seit der vergangenen Woche massiv gestiegen. Wie der ADAC mitteilt, kostet ein Liter Diesel im bundesweiten Mittel derzeit 2,288 Euro – das sind 12,6 Cent mehr als in der Vorwoche. Nach der aktuellen ADAC Auswertung der Kraftstoffpreise in Deutschland hat sich auch Super E10 erneut deutlich verteuert, wenn auch in geringerem Maße als Diesel. So liegt der Preis für einen Liter Super E10 im Schnitt derzeit bei 2,074 Euro – ein Plus von 3,2 Cent.
Im Laufe der vergangenen Woche erreichten die Preise beider Kraftstoffsorten ihre jeweiligen Jahreshöchststände. Super E10 kostete am vergangenen Freitag (20.3.2026) 2,086 Euro, Diesel am Montag (23.3.2026) im Schnitt 2,310 Euro. Damit lag der Dieselpreis nur noch 1,1 Cent unter dem Allzeithoch vom März 2022. Wesentlicher Auslöser für die Preissprünge war der gestiegene Ölpreis infolge des Kriegs im Iran und der Auswirkungen auf die Golfregion sowie die Drohung der Kriegsparteien, den Konflikt weiter zu eskalieren. Zwischenzeitlich notierte Brent-Öl deutlich über 110 US-Dollar, gestern fiel der Preis dann jedoch sogar unter die Marke von 100 US-Dollar.
Der ADAC empfiehlt erneut als Sofortmaßnahme zur Entlastung der Autofahrerinnen und Autofahrer die vorübergehende Absenkung der Energiesteuer auf Kraftstoffe. Diesel könnte auf den EU-Mindeststeuersatz für Energie abgesenkt und Benzin vergleichbar reduziert werden. Das würde für etwa 15 Cent Entlastung je Liter Kraftstoff sorgen. Eine andere, von der Bundesregierung vorgesehene Maßnahme soll bereits zum 1. April kommen: Die Einführung des so genannten Österreich-Modells, bei dem nur einmal am Tag die Spritpreise angehoben, jedoch beliebig oft gesenkt werden dürfen. Die einmalige Preisanhebung soll künftig um 12 Uhr mittags eines jeden Tages erfolgen. Damit wäre der günstigste Zeitpunkt zum Tanken künftig kurz vor zwölf Uhr – die bisherige Empfehlung, abends zu tanken, wäre damit überholt.

Bis Ende März gilt jedoch unverändert: Tanken am Abend ist meist um mehrere Cent billiger als am Morgen. Sparen lässt sich auch durch einen Preisvergleich kurz vor dem Tanken. Eine praktische Hilfe bei der Suche nach günstigen Tankstellen bietet die Spritpreis-App „ADAC Drive“. Hier lassen sich rund um die Uhr die aktuellen Preise an den mehr als 14.000 Tankstellen in Deutschland vergleichen.
Ausführliche Informationen zum Kraftstoffmarkt und aktuelle Preise gibt es unter www.adac.de/tanken.
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Mit dem weiter anhaltenden Konflikt im Nahen Osten und den daraus entstehenden Spannungen am Weltmarkt, finden sich die Ölpreise derzeit in anhaltender Volatilität. Zwar versucht der US-Präsident mittlerweile vorübergehende Waffenruhen und Gespräche mit dem Iran zu führen, diese melden sich auf Medienseite jedoch mit Spott zurück, was Hoffnungen auf einen möglichen, baldigen Frieden untergräbt.
USA stellt 15-Punkte-Plan zur Beendigung des Kriegs vor
US-Präsident Donald Trump zufolge stellte die USA einen 15-Punkte-Plan zur Beendigung des Iran-Krieges vor. Pakistan kümmerte sich um die Vermittlung des Plans in den Iran. Ein israelischer Fernsehsender meldete zudem, dass die USA eine einmonatige Waffenruhe anstrebe, um über den möglichen Friedensplan zu verhandeln. Dabei sollen eine Demontage iranischer Atomanlagen, das Ende der Unterstützung iranisch-verbündeter Milizen und eine Wiedereröffnung der Straße von Hormus im Fokus liegen.
Ein Sprecher des iranischen Militärs verspottete am frühen Morgen die Versuche der USA zu einem Waffenstillstandsabkommen. Dem Iran zufolge habe sich das Vorhaben der Vereinigten Staaten zu einem „strategischen Scheitern“ verwandelt und die Verhandlungen der USA seien Gespräche mit sich selbst statt mit dem Iran. Dabei betonte der Militärsprecher, dass man sich nicht mit den USA einigen wird. „Nicht jetzt, niemals“.
Das Hin und Her aus Zusprechungen und Abweisungen lässt die Ölpreise entsprechend volatil steigen und fallen, da niemand einschätzen kann, wie sich die Lage nachhaltig entwickelt. Dennoch überwiegte leichter Optimismus durch die Ankündigung des US-Präsidenten am frühen Morgen und unterstützte einen Preisrutsch bei den Ölbörsen, der am frühen Mitttwochmorgen schon wieder in ein weitläufiges Auf und Ab bei dein Ölpreisen übergegangen ist.
Heizöl günstiger erwartet
Trotz dem deutlichen Auf und Ab bei den Ölbörsen konnte sich der moderate Abwärtskurs am frühen Mittwochshandel sich auch bei den Preiserwartungen durchsetzen. Davon profitieren die Abnehmer von Heizöl, da für Mittwochvormittag derzeit Abschläge im Heizölpreis in Höhe von -4,25 bis -5,75 Euro pro 100 Liter gegenüber Dienstag erwartet werden. Diese Angaben können sich aufgrund der unsicheren Lage der Märkte und weltpolitischen Entwicklungen jedoch jederzeit wieder ändern.

US-Präsident Donald Trump hat gestern Hoffnungen auf eine Deeskalation am Persischen Golf entfacht, nachdem er sein Ultimatum zur Öffnung der Straße von Hormus um fünf Tage verlängert und erste Gespräche mit dem Iran signalisiert hatte. Die Ölpreise gaben daraufhin ein gutes Stück nach und auch die Inlandspreisniveaus sind heute etwas günstiger.
Trump: „Produktive“ Gespräche zwischen Washington und Teheran
Per Social Media Post wandte sich Donald Trump gestern an die Welt und gab an, es habe „produktive“ Gespräche zwischen Washington und Teheran gegeben. Er wolle deshalb für die nächsten fünf Tage auf Angriffe von Energieanlagen im Iran verzichten. Nachdem es noch letzte Woche so ausgesehen hatte, als sei eine neue Eskalationsstufe erreicht, die vor allem die langfristige Zerstörung von Öl- und Gasanlagen zum Ziel habe, reagierten die Anleger gestern erleichtert.
Die europäische Rohöl-Referenzsorte Brent rutschte innerhalb weniger Minuten von 112 Dollar pro Barrel auf 96 Dollar, stabilisierte sich dann allerdings wieder im Bereich der 100 Dollar. Auch heute startet der entsprechende Kontrakt, der an der Londoner Börse gehandelt wird, wieder knapp über dieser Marke und kostet im Moment 101,67 Dollar (9:22 Uhr).
Ölpreise geben nach, bleiben aber auf hohem Niveau
Damit verzeichnen die Ölpreise zwar eine deutliche Abwärtskorrektur, bleiben insgesamt aber auf hohem Niveau. Denn die Behauptung Donald Trumps allein stellt noch keinen Frieden im Nahen Osten her und garantiert auch nicht die sichere Passage durch die Straße von Hormus. „Für den physischen Ölmarkt dürften letztlich Schiffe entscheidender sein als bloße Schlagzeilen“, fasst Ölmarktexpertin Helima Croft von RBC Capital Markets zusammen.
Damit bleibt nicht nur die Durchfahrt durch die wichtige Meerenge weiterhin unterbrochen, insgesamt bleibt die Lage am Persischen Golf extrem unsicher. An den Ölbörsen dürfte damit auch die Volatilität hoch bleiben, so dass weiterhin mit starken Preisschwankungen gerechnet werden muss – je nachdem, welche Meldungen zum Iran-Krieg noch folgen werden.
Inlandspreise rein rechnerisch günstiger
Bei den Inlandspreisen machen sich heute dank des Preisrutsches von gestern ebenfalls Preisrückgägne bemerkbar, allerdings bleiben die Verzerrungen hier aufgrund der volatilen Lage extrem hoch. Im Bundesdurchschnitt ergeben sich heute rein rechnerisch Abschläge von -11,75 bis -13,75 Euro/100l im Vergleich zu Montagmorgen. Es besteht jedoch keine Garantie, dass diese so auch realistisch im Handel umgesetzt werden können.

Die anhaltende Nahostkrise treibt die Heizölpreise in der Bundesrepublik nach oben. Dabei bleibt die geschlossene Straße von Hormus, die Haupttransportroute für Öl aus dem Nahen Osten, der Hauptgrund für die steigenden Öl- und Ölproduktpreise. Ein klares Ende des Konflikts und der daraus folgenden Versorgungsschwierigkeiten und Preisanstiege ist noch nicht abzusehen.
Kurzfristige Heizölpreisentwicklung
Die anhaltenden Unsicherheiten an den Weltmärkten treiben die Ölpreise weiter nach oben und scheinen sobald nicht abzureißen. Politische Spannungen und Versorgungsängste ließen die Preise seit Freitag um +5,77 Euro bzw. +3,8 Prozent ansteigen. Verglichen mit vor einer Woche stiegen die Kosten beim Kauf von Heizöl in Deutschland um durchschnittlich +16,07 Euro. Im Vergleich zu vor einem Monat, als die USA und der Iran vor Kriegsbeginn ihre Atomverhandlungen intensivierten, werden derzeit Preisanstiege von insgesamt +58,14 Euro bzw. +58,8 Prozent gemeldet.
Langfristige Preisentwicklung
Die Heizölpreise in Deutschland finden sich derzeit auf dem höchsten Wert seit den frühen Tagen des Russland-Ukraine-Konflikts. Damit zahlen Käufer aktuell knapp +70,80 Euro bzw. +82,1% mehr als zur Weihnachtszeit 2025. Setzt man die Preise der letzten beiden Jahre daneben, kosten 100 Liter Heizöl in Deutschland aktuell rund +63,03 Euro mehr als im März 2025, und +53,58 Euro mehr als März 2024. Diese Preisdifferenzen können regional und in Zusammenhang mit den aktuellen, geopolitischen Spannungen überall etwas anders ausfallen.

Was spricht aktuell für steigende Preise?
– Trump stellt Iran Ultimatum
Trump stellt dem Iran ein Ultimatum zur Freigabe der Straße von Hormus für den internationalen Schiffsverkehr. Sollte die freie Durchfahrt durch die Seestraße nicht bis Montag Spätabends freigegeben werden, drohen schwere Angriffe auf die größten Kraftwerke des Irans. Der Iran drohte direkt mit Vergeltungsmaßnahmen.
– Globale Ölproduktion durch Nahostkonflikt um über -10% eingebrochen
Die anhaltenden Angriffe im Nahen Osten sowie die Exportsperren durch die weitgehend geschlossene Straße von Hormus lassen die Ölproduzenten weniger Ware pumpen, da Exporte aus dem Nahen Osten kaum möglich sind und nur begrenzt gelagert werden können. Beschädigte Produktionsanlagen und Raffinerien verschlimmern die Situation noch weiter.
Was spricht aktuell für sinkende Preise?
– Schrittweise Freigabe strategischer Ölreserven ab dieser Woche geplant
In der aktuellen, letzten Märzwoche sollen verschiedene staatliche Ölreserven im internationalen Raum im Rahmen eines großen Abkommens über rund 400 Mio. Barrel Rohöl freigegeben werden. Die USA und Asien wollen dabei mit als erstes anfangen, die EU, darunter Deutschland, folgen kurz danach.
– USA lockern Sanktionen für russisches und iranisches Öl auf See
Um Teile der eingeschränkten Ölexporte aufzufangen, will die USA den Kauf von russischem und iranischem Öl erlauben, wenn dieses spätestens Mitte März bereits auf hoher See war. Zuvor waren solche Käufe gezielt durch die USA verboten worden.
Die genannten Heizölpreise beziehen sich stets auf den deutschlandweiten Durchschnittspreis bei einer Bestellung von 3.000 Liter Heizöl Standard schwefelarm inklusive 19% MwSt. Außerdem fallen durch Transportkosten die Preise regional unterschiedlich aus. Stand der Preise 23.03.2026

Nachdem es bis einschließlich Donnerstag Vormittag nochmal zu erheblichen Preisanstiegen kam, beruhigten sich die Spannungen an den Börsen zuletzt wieder ein kleines bisschen. Dennoch bleibt eine allgemein volatile Grundeinstellung aktuell Standard, denn ein baldiges Ende des Irankonflikts und dessen Auswirkungen auf die Ölmärkte und die Wirtschaft scheint noch außer Sichtweite zu sein.
Israel will Angriffe auf Energieanlagen reduzieren – Iran nicht
Nachdem Israel am Mittwoch Angriffe gegen das iranische „South-Pars-Gasfeld“ startete, drohte der Iran sofort mit Vergeltungsaktionen – und führte einige davon auch durch. US-Präsident Trump verurteilte das Verhalten von Israel und drängte zum Stopp von Angriffen auf Energieanlagen. South Pars gilt als das größte Gasfeld weltweit. Mittlerweile meldete Israel, dass man auf Angriffe auf das Gasfeld vorerst verzichten will.
Das hinderte den Iran jedoch nicht daran, weitere Öl- und Gasproduktionsanlagen anzugreifen. Erst heute früh kam es zu einem Drohnenangriff auf die „Al-Zour-Raffinerie“ in Kuwait, eine der größten Raffinerien weltweit. Die Anlage wurde bereits am Donnerstag getroffen, es kam dabei zu lokalen Bränden und Schäden. Ein genaues Schadensausmaß, auch nach den Angriffen heute, ist noch nicht bekannt.
Westen deutet Bereitschaft zur Sicherung der Straße von Hormus an
Kanada und Japan meldeten vor kurzem, dass sie bei der Öffnung von und dem Geleitschutz durch die Straße von Hormus helfen wollen. Auch einige EU-Mitglieder, darunter Deutschland, Frankreich und Italien haben sich für freiwillige Unterstützungen gemeldet. Dabei will man jedoch nicht aktiv am Krieg teilnehmen sondern nur die sichere Durchfahrt durch die Straße von Hormus ermöglichen.
In einem gemeinsamen Statement verkündeten die Länder ihre „Bereitschaft, zu geeigneten Maßnahmen beizutragen, um eine sichere Passage durch die Straße zu gewährleisten. Wir begrüßen das Engagement von Staaten, die entsprechende Vorbereitungen treffen“. Was genau geplant ist bzw. wann entsprechende Maßnahmen durchgeführt werden sollen, wurde noch nicht genannt und soll zu großen Teilen noch besprochen werden.
Heizölpreise inmitten anhaltender Schwankungen
Die anhaltenden Spannungen im Nahen Osten halten die Preise an den Ölbörsen wie auch bei Heizöl in starken Schwankungen aufgrund Unsicherheiten zur Versorgung und der Dauer der Konflikte. Die positiveren Aussichten zur Zusammenarbeit, um die Versorgung zeitnah zu unterstützen, sorgte dennoch für leichte Preisrückgänge bei Heizöl in der Bundesrepublik. So werden aktuell Abschläge zu Donnerstagvormittag in Höhe von -3,80 bis -5,80 Euro pro 100 Liter erwartet. Diese Zahlen können sich aufgrund der anhaltend volatilen Spannungen jedoch jederzeit ändern.

Der Iran-Krieg erreichte am gestrigen Mittwoch eine weitere Eskalationsstufe. Dies ließ nicht nur die Preise an den Ölbörsen, sondern auch die Inlandspreise erneut steigen.
Angriff auf Irans Energieanlagen führt zu Vergeltungsschlägen
Staatliche iranische Medien meldeten am Mittwochnachmittag, die Anlagen am iranischen Erdgas-Feld South Pars seien angegriffen worden. Dadurch sei es zu einem Brand gekommen, aufgrund dessen einige Produktionsstränge an der Anlage unterbrochen wurden. Der Angriff, von dem es zunächst hieß, Israel habe ihn mit dem Einverständnis der USA durchgeführt, war der erste seit Beginn des Iran-Kriegs, bei dem Energieanlagen des Landes gezielt ins Visier genommen wurden. Der Iran kündigte in der Folge unverzügliche Vergeltungsschläge auf die Energieinfrastruktur der übrigen Länder am Persischen Golf an.
Iran greift LNG-Anlage in Katar an
Bislang habe man in Ländern wie Irak oder den Vereinigten Arabischen Emiraten nur US-Militärstützpunkte oder Energieanlagen angegriffen, die in Verbindung mit den USA stehen, so das iranische Regime. Seit gestern ist diese Differenzierung bei den Zielen Irans nun jedoch offenbar aufgehoben. So gerieten die LNG-Anlagen der Industriestadt Ras Laffan in Katar ins Fadenkreuz iranischer Raketen und wurden dabei stark beschädigt. Saudi-Arabien meldete unterdessen, im Osten des Königreichs zwei Drohnen abgefangen und zerstört zu haben. Ob die Drohnen auf den Petrochemiekomplex von Jubail abzielten, den der Iran zu den potenziellen Zielen zählte, ging aus der Pressemitteilung der staatlichen saudischen Presseagentur (SPA) nicht hervor.
Angriff auf Ras Laffan katapultierte Gaspreise nach oben
Die Angriffe auf die LNG-Anlage Ras Laffan, von der aus etwa ein Fünftel des weltweiten LNG-Bedarfs exportiert wird, katapultierten die Gaspreise an den europäischen Börsen heute Morgen nach oben, da sie die Befürchtungen hinsichtlich potenzieller Versorgungsengpässe nährten. Auch die Preise der Rohöl- und Mitteldestillatkontrakte an den Ölbörsen legten erneut signifikant zu. So verzeichnete der Brent-Kontrakt gestern mit 107,38 Dollar pro Barrel den höchsten Settlementpreis seit Ende Juli 2022.
Inlandspreise steigen deutlich
Der erneute Preisanstieg an den Ölbörsen dürfte sich heute auch wieder bei den Heizölpreise im Inland bemerkbar machen. So erwartet die Verbraucherinnen und Verbraucher aktuell rein rechnerisch im bundesweiten Durchschnitt ein Anstieg von +15,35 bis +17,45 Euro pro 100 Liter im Vergleich zu gestern Vormittag. Aufgrund der anhaltend starken Volatilität kann es jedoch bei den Inlandspreisschätzungen je nach Region und Uhrzeit zu deutlichen Abweichungen kommen.

München (ots) – Tanken ist im Vergleich zur vergangenen Woche zwar etwas billiger geworden, die Kraftstoffpreise bleiben aber weiterhin auf sehr hohem Niveau. Die aktuelle ADAC Auswertung der Kraftstoffpreise in Deutschland zeigt, dass insbesondere Diesel nach wie vor stark überteuert ist. Ein Liter des Selbstzünderkraftstoffs kostet im bundesweiten Mittel 2,162 Euro, das ist ein Rückgang von 2,6 Cent gegenüber der Vorwoche. Nur minimal billiger ist Super E10, das um 0,3 Cent gesunken ist und aktuell 2,042 Euro kostet. Damit kostet Diesel derzeit zwölf Cent mehr als Super E10 – die Steuer auf Diesel ist jedoch um 20 Cent je Liter niedriger.
Laut ADAC sind die Spritpreise in Deutschland derzeit besonders hoch – dies zeigt auch der Vergleich mit dem europäischen Ausland, wo der Preisanstieg in den Tagen seit dem Kriegsbeginn im Iran teilweise deutlich geringer ausfiel. Der Ölpreis liegt aktuell bei 103 US-Dollar und damit deutlich über dem Wert der Vorwoche. Die Kraftstoffpreise haben diesen Schritt nach oben allerdings schon in den vorherigen Tagen vorweggenommen.
Der ADAC spricht sich dafür aus, vorübergehend die Energiesteuer auf Kraftstoffe abzusenken. Diesel könnte auf den EU-Mindeststeuersatz für Energie abgesenkt und Benzin vergleichbar reduziert werden. Das würde für ca. 15 Cent Entlastung je Liter Kraftstoff sorgen. Eine Energiesteuersenkung hätte den Vorteil, dass sie schnell und befristet umgesetzt werden könnte und damit finanziell besonders belasteten Autofahrerinnen und Autofahrern helfen würde. Der ADAC erwartet jedoch gleichzeitig, dass eine Entlastung vollständig an den Zapfsäulen und somit beim Verbraucher ankommt.

Vor dem Tanken sollte man sich über die Spritpreise an den Tankstellen in der Nähe informieren. Eine praktische Hilfe bei der Suche nach günstigen Tankstellen bietet die Spritpreis-App „ADAC Drive“. Hier lassen sich rund um die Uhr die aktuellen Preise an den mehr als 14.000 Tankstellen in Deutschland vergleichen. Nach wie vor gilt zudem, dass Tanken am Abend in der Regel um einige Cent niedriger sind als am Morgen.
Ausführliche Informationen zum Kraftstoffmarkt und aktuelle Preise gibt es unter www.adac.de/tanken.
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Der Krieg am Persischen Golf bleibt ein massiver Belastungsfaktor für den globalen Energiemarkt. Allerdings scheint die überhitzte Preisrally an den Ölbörsen, die die Kurse zuletzt um etwa 40 Prozent in die Höhe katapultiert hatte, vorbei zu sein. Der Preis für ein Barrel der europäischen Referenzsorte Brent pendelt sich aktuell bei etwa 100 Dollar ein.
Iran-Krieg nimmt kein Ende
Damit ist der steile Preisanstieg zwar vorerst unterbrochen, doch die Ölpreise bleiben auf hohem Niveau. Zum Vergleich: Vor dem Kriegsausbruch kostete ein Barrel Brent noch etwa 70 Dollar. Unterdessen bleiben die Fronten im Iran-Krieg verhärtet und die Straße von Hormus – eine der wichtigsten Öltransit-Strecken der Welt – weitestgehend blockiert.
Irak bemüht sich um alternative Exportrouten
Damit bleibt am Ölmarkt auch die grundsätzliche Angst vor einem länger anhaltenden Angebotsausfall bestehen, mit der die Preise auf hohem Niveau bleiben. Etwas Entlastung brachte heute die Nachricht, dass über die wichtige Kirkuk-Ceyhan-Pipeline wieder verstärkt Ölexporte aus dem Kurdengebiet des Irak an den türkischen Mittelmeerhafen Ceyhan erfolgen sollen. Über die Leitung können täglich bis zu 410.000 B/T Öl transportiert werden.
Für den Irak, der aktuell etwa ein Drittel seiner täglichen Ölproduktion von gut 4 Mio. Barrel gedrosselt hat, bedeutet die Pipeline eine wichtige Alternative zur Exportroute über den Persischen Golf. Allerdings gab es in den letzten Jahren immer wieder Streit um die Versorgungsader, nicht zuletzt auch, weil das Verhältnis zwischen Bagdad und der halbautonomen Region Kurdistan im Norden des Irak stark belastet ist. Von heute an sollen die Lieferungen nun aber wieder stabil laufen.
Inlandspreise auf hohem Niveau stabil
Bei den Inlandspreisen bleibt die Lage weiterhin von Volatilität geprägt. Heute scheint sich der durchschnittliche Heizölpreis im Bundesgebiet auf ähnlichem Niveau wie gestern einzupendeln. Die Verbraucherinnen und Verbraucher zahlen damit heute, je nach Region, zwischen -0,40 bis +0,60 Euro/100 Liter mehr bzw. weniger als am Dienstagmorgen. Auch heute bleibt die Wahrscheinlichkeit von Verzerrungen und hoher Volatilität durch die unsichere geopolitische Lage hoch.
