Herzlich willkommen!

Die Organisation der erdölexportierenden Länder und ihre Verbündete (OPEC+) hat gestern, nach der zunächst unterbrochenen Konferenz, zumindest einen Teilkompromiss erzielt. Zwar war geplant, dass ab Januar 1,9 Millionen Barrel Rohöl (á 159 Liter) mehr auf den Markt gespült werden sollen, doch aufgrund der schlechten Nachfrage, hat man sich nun auf einen alternativen Plan geeinigt.

 

Produktionssteigerung auf Sicht

Der Plan der OPEC+, der im April 2020 in die Tat umgesetzt wurde, sah eigentlich vor den Rohölpreis zu stützen, indem man das Angebot künstlich verknappt. Ziel war es durch weniger Ölförderung Angebot und Nachfrage wieder ins Gleichgewicht zu bringen. Damit hatte das Kartell auch in gewisser Weise Erfolg. Denn nach dem Preisrutsch ins Bodenlose im Frühjahr, haben sich die Preise doch mehr oder weniger stabilisiert.

 

Geplant war nun eigentlich die Produktion schrittweise wieder anzukurbeln, wenn absehbar war, dass die weltweiten Ölreserven knapper werden und die Nachfrage nach Rohöl sich wieder ein wenig erholt. So sollte im Januar 2021 wieder 1,9 Millionen Barrel am Tag (immerhin über 300 Millionen Liter) mehr zur Verfügung stehen.

 

Aufgrund der nur zögerlichen Erholung der Marktpreise, wurde nun ein Kurswechsel beschlossen. Nach komplizierten Verhandlungen hat man sich geeinigt ab Januar „nur“ 500.000 Barrel pro Tag mehr zu fördern. Monatlich soll es Produktionssteigerungen geben, sofern die Marksituation dies zulässt. Auch wird es monatliche Treffen geben, bei denen über weitere Produktionsmaßnahmen entscheiden wird.

 

Die Meldung über geringere Produktionssteigerungen hat zunächst einmal für Aufatmen an den Börsen gesorgt. Es bleibt aber abzuwarten, ob dies eine nachhaltige Erholung bedeutet, da so mancher Börsenhändler mit einer Fortführung der aktuellen Produktionskürzungen gerechnet hatte.

 

Ausblick

Man rechnet heute mit festeren Heizölpreisen, als noch am Donnerstagmorgen. Es wird mit einem Zuschlag von ca. +0,65 bis +0,85 Euro pro 100 Liter gerechnet.

Die vom DOE (Department of Energy – Das amerikanische Energieministerium) vermeldeten Zahlen haben gestern wenig Wirkung am Ölmarkt gezeigt. Analysten hatten mit stärkeren Rückgängen gerechnet. Letztlich sind von den 1,9 Millionen Barrel Rohöl (á 159 Liter) nur 700.000 tatsächlich aus den landesweiten Speichern abgezogen worden. Mit den enttäuschenden Zahlen hatte man allerdings bereits gerechnet.

 

Fachverbände mit gegenläufigen Meldungen

Das American Petroleum Institute (API) ist der wichtigste Fach- und Interessensverband der petrochemischen Industrie in den USA. Dieser vermeldet wöchentlich eigenständige Zahlen zu den Öl- und Destillatbeständen der USA. Doch des Öfteren kommt es zu gegenläufigen Mitteilungen bei den offiziellen Regierungsmeldungen und den der privaten Verbände.

 

So auch in dieser Woche. Wenngleich das API einen landesweiten Aufbau der Rohölbestände von über 4 Millionen Barrel (á 159 Liter) vermeldete, haben die Zahlen der amerikanischen Behörden Abbauten in Höhen von circa 700.000 Barrel aufgewiesen. Doch im Vergleich zu den von Analysten erwarteten Bestandsrückgängen von 1,9 Millionen Barrel, war die gestrige Meldung nur ein Wehmutstropfen für den gebeutelten Ölmarkt.

 

Nachfrage im Vergleich zum Vorjahr sehr gering

Eine Erklärung für die Meldungen der amerikanischen Behörden lieferten die erhöhten Exportzahlen. Auch generell haben die sehr gering ausfallenden Abbauten wenig Optimismus verbreiten können. Vor allem in Hinblick auf die Veränderung bei den Rohölprodukten wie Diesel und Benzin wird schnell klar, dass alles andere als Kauflaune in der letzten Woche geherrscht hat.

 

Um jeweils mehr als 3 Millionen Barrel Diesel und Benzin haben die landesweiten Bestände in den USA zugenommen. Der Grund hierfür wird beim Anblick der Nachfrage verdeutlicht. In Summe wurden, im Vergleich zur Vorjahreswoche, über 2,5 Millionen Barrel weniger Raffinerieprodukte (u.a. Heizöl, Diesel und Benzin) nachgefragt. Hinzu kommt, dass diese Entwicklung trotz einer verhältnismäßig niedrigen Raffinerieauslastung zustande gekommen ist.

 

Ausblick

Die Heizölpreise werden heute leicht teurer erwartet, als noch Mittwochmorgen. Man rechnet mit einer Veränderung von ca. +0,10 bis +0,30 Euro pro 100 Liter Heizöl.

München (ots)

Der Preis für Benzin ist im abgelaufenen Monat November gegenüber dem Vormonat erneut leicht gesunken, Diesel-Kraftstoff hat sich dagegen etwas verteuert. Wie die aktuelle ADAC Auswertung der Kraftstoffpreise im November zeigt, fiel der Preis für einen Liter Super E10 im Monatsdurchschnitt um 2,6 Cent auf 1,202 Euro. Der Preis für Diesel stieg im selben Zeitraum um 1,4 Cent je Liter auf durchschnittlich 1,056 Euro. Zwar ist der Ölpreis der Sorte Brent im Monatsverlauf gestiegen, dies wird allerdings durch den stärker notierenden Euro im Vergleich zum Dollar ausgeglichen.

Teuerster Tag war bei beiden Kraftstoffsorten der 29. November: Super E10 kostete im Tagesmittel 1,225 Euro, Diesel 1,086 Euro. Am günstigsten war Tanken am 3. November mit 1,178 Euro für einen Liter E10 und 1,025 Euro für einen Liter Diesel.

Kraftstoffpreise im November 2020. Quelle: obs/ADAC/ADAC Grafik

 

Wie sehr sich die Kraftstoffpreise im Jahr 2020 zum Vorteil der Autofahrer bislang verschoben haben, zeigt der Vergleich der Preise vom November mit denen vom Januar, den höchsten des laufenden Jahres. So fiel der Preis für Super E10 von 1,403 Euro im Januar 2020 um mehr als 20 Cent bis November. Noch stärker stellt sich der Preisrückgang bei Diesel dar. Im Januar lag der durchschnittliche Diesel-Preis bei 1,299 Euro – das sind mehr als 24 Cent je Liter mehr als jetzt im November.

Mit Beginn des kommenden Jahres müssen sich die Autofahrer laut ADAC allerdings auf deutlich höhere Spritpreise einstellen. So wird die Bepreisung von CO2 von zunächst 25 Euro pro Tonne dazu führen, dass Benzin je Liter schätzungsweise um 7 Cent und Diesel um rund 8 Cent teurer werden. Das Ende der Mehrwertsteuersenkung wird sich ebenfalls auswirken und für einen zusätzlichen Preisanstieg von ca. drei Cent pro Liter Sprit sorgen. In der Summe dürfte Benzin also um 10, Diesel um 11 Cent teurer werden.

Der ADAC empfiehlt Autofahrern grundsätzlich, vor dem Tanken die Spritpreise zu vergleichen. Wer die teils erheblichen Preisunterschiede zwischen verschiedenen Tankstellen und Tageszeiten nutzt, spart bares Geld. Laut Club ist Tanken in der Regel zwischen 18 und 22 Uhr am günstigsten. Unkomplizierte und schnelle Hilfe bietet die Smartphone-App „ADAC Spritpreise“. Ausführliche Informationen zum Kraftstoffmarkt und aktuelle Preise gibt es auch unter www.adac.de/tanken.

Pressekontakt:

ADAC Kommunikation
T +49 89 76 76 54 95

aktuell@adac.de

Original-Content von: ADAC, übermittelt durch news aktuell

Beim Zusammentreffen der Organisation der erdölexportierenden Länder (OPEC) wird immer der gesamte Ölmarkt hellhörig. Denn zu dem exklusiven Kreis gehören Produktionsriesen wie Saudi-Arabien und der Irak. Mittels Absprachen wird versucht den Marktpreis zu kontrollieren. Doch aktuell scheinen Unstimmigkeiten die Vereinigung zu stören, besonders aus dem erweiterten Kreis der Mitglieder.

 

Kartell mit zögerlicher Einigung

Innerhalb des OPEC Kreises schien am Montagabend ein Konsens getroffen worden zu sein. Man hatte beschlossen die aktuellen Kürzungen, die eigentlich zum Januar 2021 auslaufen sollten, beizubehalten. Denn ein weiterer Preisrutsch, aufgrund fehlender Nachfrage wie im Frühjahr 2020, ist weit weg vom Wunschszenario der Mitglieder.

 

Vor allem problematisch hat sich die Quotentreue einzelner Mitglieder gestaltet. So hat beispielsweise der Irak mehr Rohöl gefördert, als eigentlich ausgemacht. Durch zusätzliche Kürzungen für dieses eine Mitglied, wollte man die Mehrmenge zwar auffangen, doch auch diese Abmachung wurde eher schlecht als recht eingehalten.

 

Erweiterte Mitglieder mit Widerstand

Im Dunstkreis der OPEC befinden sich allerdings noch weitere Big Player. Ölförderer, die zwar keine offiziellen Mitglieder des Kartells sind, die dennoch Absprachen halten um Ölpreise künstlich zu stützen. Die so genannte OPEC+ beinhaltet also zwei der drei größten Erdölfördernationen der Welt, Russland und Saudi-Arabien.

 

Genau hier liegt die Krux der aktuellen Situation. Denn obwohl eine zögerliche Einigung innerhalb der OPEC erreicht wurde, scheitert das Vorhaben die aktuellen Kürzungen beizubehalten, am erweiterten Mitgliederkreis. So setzt sich Russland für eine stufenweise Erhöhung der Ölförderung ein und stellt sich damit gegen die Pläne des Kartells und dem Vorreiter Saudi-Arabien.

 

Die aktuelle Zusammenkunft wurde nun auch unterbrochen. Obwohl geplant war, ein Arbeitsergebnis zu erzielen, scheinen die Differenzen zu groß zu sein und weitere Verhandlungen wurden abgesagt. Am 3. Dezember 2020 soll nun ein weiteres Treffen stattfinden, um die festgefahrene Situation zu lösen.

 

Ausblick

Heute werden die Heizölpreise ein wenig teurer erwartet. Im Vergleich zu Montagmorgen rechnet man mit Veränderungen von ca. +0,15 bis +0,30 Euro pro 100 Liter Heizöl.

Die Organisation der erdölexportierenden Länder und ihre Verbündeten (OPEC+) tagt aktuell, zur Beschließung der weiteren Verfahrensweise bezüglich der Kontrolle des Rohölmarkts. Im Zuge der Coronapandemie und des einhergehenden Nachfrageeinbruchs, hatte sich das Kartell im April 2020 geeinigt knapp 10 Millionen Barrel weniger Öl zu fördern. Ab Januar soll nun ein Teil der Begrenzungen aufgehoben werden, was allerdings für Konflikt sorgt.

 

Enger Kreis ohne Einigung

Vor dem Treffen des erweiterten OPEC+ Kreises, hat sich bereits der engere der Energieminister der größeren Produzenten getroffen, um die Fahrwasser zu testen. Zwar sind zahlreiche Produzenten, wie Saudi-Arabien, zwar für eine Beibehaltung der aktuellen Förderkürzungen, um weiter die Preise zu stabilisieren, so wird dies wohl keine Mehrheit innerhalb des Kartells finden.

Anonyme Quellen haben bestätigt, dass man kein Konsens gefunden habe und es unwahrscheinlich ist, dass die aktuellen Förderkürzungen in 2021 fortgeführt werden. Dies bedeutet, dass ca. 1,9 Millionen Barrel Rohöl (á 159 Liter) pro Tag mehr auf den Markt gespült werden. Dies entspricht immerhin über 300 Millionen Liter, jeden Tag.

 

Weiterer Fahrplan nur in großer Runde

Maßgeblich für die Uneinigkeit sind anscheinend Mitglieder wie der Irak. Ein historisch quotenuntreues Mitglied des Kartells, welches sich auch bei den aktuellen Maßnahmen eher schlecht als Recht an die Maßnahmen gehalten hatte. So wurden dem Land Strafkürzungen auferlegt, welche die Missachtung der Förderkürzungen kompensieren sollten. Doch auch diese wurden nicht im vollen Umfang eingehalten.

 

Es bleibt also abzuwarten, was in den kommenden Tagen innerhalb der Großversammlung der Mitglieder beschlossen wird. So kann es sein, dass sich einzelne Akteure dem Willen der Gesamtheit noch beugen werden. Denn die Erwartungshaltungen über die Auswirkungen der Produktionssteigerungen ab 2021 werden durchaus unterschiedlich interpretiert. Während die einen Preisverfall befürchten, sehen die anderen eine nachhaltige Erholung des Ölpreises am Horizont.

 

Ausblick

Am heutigen Montag werden die Preise für Heizöl günstiger erwartet, als noch am Freitagmorgen. Man rechnet mit einer Veränderung von ca. -0,40 bis -0,60 Euro pro 100 Liter Heizöl.

 

Auch in dieser Woche haben die Heizölpreise im Bundesgebiet wieder ein Stück zugelegt. Getragen von den vielen guten Nachrichten über wirksame Impfstoffe befind sich die börsengehandelten Rohölpreise seit dem 9. November im Aufwärtstrend und ziehen auch die Inlandspreise mit in die Höhe.

 

Seit dem Wochenanfang sind die Preise für Heizöl gut 2 Prozent um einen knappen Euro gestiegen. Der Monatsvergleich zeigt sogar einen Anstieg von über 12 Prozent. Nur der Vortag weist in der Trendbox einen roten Pfeil auf, da die Preise seit gestern wieder ein kleines Stückchen nachgegeben haben. Auch hier sind die Ölbörsen treibende Kraft, die gestern – nach Tagen der Aufwärtsdynamik – eine kleine Verschnaufpause einlegten.

 

Im Jahresvergleich zeigt sich, dass wir uns gemessen an den Vorjahren immer noch auf einem extrem niedrigen Preisniveau bewegen. Trotz der jüngsten Preisanstiege befinden sich die Heizölrpeise schon seit geraumer Zeit in einer Konsolidierungsphase. Hatte es im Frühsommer noch so ausgesehen, als würden die Preise sich sehr langsam vom Einbruch im Frühjahr erholen, gaben sie ab Juli wieder nach.

 

 

Die langfristige Preisentwicklung zeigt, dass sich Heizöl nun schon seit geraumer Zeit in einer Konsolidierungsphase befinden. Hatte es im Frühsommer noch so ausgesehen, als würden die Preise sich sehr langsam vom Einbruch im Frühjahr erholen, gaben sie ab Juli wieder nach. Im Vergleich zu den Vorjahren befinden wir uns immer noch auf einem extrem niedrigen Preisniveau, welches etwa 20 Euro niedriger als im Vorjahr liegt.

 

Wichtig zu Wissen: Bis zum Ende des Jahres profitieren Verbraucher zum einen von der gesenkten Mehrwertsteuer, zum anderen von der ab Januar eingeführten CO2-Steuer. Diese wird mit dem Beginn des neuen Jahres auch für Heizöl fällig und wird mit etwa 8 Cent pro Liter zu Buche schlagen.

 

Die genannten Heizölpreise beziehen sich stets auf den deutschlandweiten Durchschnittspreis bei einer Bestellung von 3.000 Liter Heizöl Standard schwefelarm inklusive 19% MwSt. bzw. seit 1.Juli 2020 16% MwSt. Außerdem fallen durch Transportkosten die Preise regional unterschiedlich aus. Die Preisspanne zwischen den Regionen kann daher momentan bei bis zu ca. 0,80 Euro pro 100 Liter liegen. Stand der Preise 27.11.2020

Jede Woche veröffentlich das US-Energieministerium aktuelle Zahlen zur Ölindustrie und vor allem den Lagerbeständen im Land. Für die Ölbörsen sind diese wöchentlichen Daten wichtige Faktoren für die Ölpreisentwicklung, sind die USA doch nicht nur die größte Volkswirtschaft der Welt sondern auch der größte Ölverbraucher. Der gestrige Bericht meldete überraschende Abbauten bei den Rohölbeständen des Landes.

 

Weniger Rohöl als erwartet
Die Statistikabteilung des US-Energieministeriums (Department of Energy DOE) hatte gestern gemeldet, dass die Rohöllagerbestände in den USA in der vergangenen Woche um -0,8 Millionen Barrel gesunken sind. Dies kam einigermaßen überraschend, denn am Vortag hatte das American Petroleum Institute, ein Interessenverband der Öl- und Gasindustrie in den USA, in seinen Prognosen einen starken Anstieg der Bestände gemeldet.

 

In Zeiten der schwachen Corona-Nachfrage sind die Marktteilnehmer immer alarmiert, wenn die Bestände steigen, da dies als Hinweis für geringen Bedarf und eine dadurch verursachte Überversorgung interpretiert wird. Diese würde die Ölpreise, die immer noch deutlich unter dem Vor-Corona-Niveau liegen, erneut belasten. Doch Abbauten, wenn auch geringe, verursachen das Gegenteil, da sie für eine gestiegene Nachfrage sprechen.

 

Nachfrage bleibt coronabedingt schwach
Diese allerdings ist in der Berichtswoche leicht gesunken, sowohl was die Gesamtnachfrage (also alle Produkte – wie Heizöl, Benzin, Kerosin – und auch Rohöl) betrifft, als auch in den einzelnen Produktkategorien. Bei Benzin ist das nicht verwunderlich, da durch die vielen neuen Lockdowns in den USA auch die Verkehrstätigkeit wieder rückläufig ist. Doch bei Destillaten, zu denen auch Heizöl gehört, wird zu dieser Jahreszeit sonst eigentlich mit einer höheren Nachfrage gerechnet.

 

In der nächsten Woche dürften die Zahlen hier übrigens wieder anders aussehen, denn die Reisetätigkeit hat um den heutigen Thanksgiving-Feiertag stark zugenommen. Trotz landesweiter Reisewarnungen haben sich die meisten Amerikaner dennoch auf den Weg gemacht. Thanksgiving, mehr noch als Weihnachten, ist in den USA traditionell das Fest, an dem die Familie zusammenkommt.

 

Die Nachfrage nach Benzin und auch nach Kerosin dürfte damit in dieser Woche deutlich angezogen haben. Dies wird sich allerdings erst in der kommenden Woche im DOE Bericht niederschlagen, da dieser immer die Daten für die vorangegangene Woche untersucht.

München (ots)

In dieser Woche machen sich am Kraftstoffmarkt keine großen Veränderungen bemerkbar. Der ADAC ermittelt in seiner Kraftstoffpreisauswertung für einen Liter Super E10 im Bundesschnitt einen Preis von 1,204 Euro. Somit geht er im Vergleich zur Vorwoche um 0,7 Cent zurück. Auch beim Diesel gibt es kaum eine Veränderung. Ein Liter kostet hier im bundesweiten Mittel 1,063 Euro – 0,1 Cent mehr als in der vergangenen Woche.

Wichtig für die Entwicklung der Kraftstoffpreise sind die Rohölnotierungen und der Dollarkurs. Ein Barrel der Sorte Brent kostet aktuell rund 48 Dollar. Damit verlässt der Rohölpreis zum ersten Mal seit einem knappen halben Jahr den Korridor von rund 40 bis 45 Dollar je Barrel nach oben. Ein Euro entspricht derzeit rund 1,19 Dollar.

Der ADAC rät Autofahrern, vor dem Tanken die Spritpreise zu vergleichen. Wer die teils erheblichen Preisunterschiede zwischen verschiedenen Tankstellen und Tageszeiten nutzt, spart bares Geld. Laut Club ist Tanken in der Regel zwischen 18 und 22 Uhr am günstigsten. Unkomplizierte und schnelle Hilfe bietet die Smartphone-App „ADAC Spritpreise“. Ausführliche Informationen zum Kraftstoffmarkt und aktuelle Preise gibt es auch unter www.adac.de/tanken.

Pressekontakt:

ADAC Kommunikation
T +49 89 76 76 54 95
aktuell@adac.de

Original-Content von: ADAC, übermittelt durch news aktuell
Quelle: www.presseportal.de ; Bildquelle: obs/ADAC

Nach wochenlanger Blockade hat die Regierung Donald Trumps nun doch den Weg für eine geregelte Amtsübergabe an den designierten Präsidenten Joe Biden im Januar freigemacht. Trump habe demnach sein Team angewiesen, mit Biden zu kooperieren und die Zusammenarbeit zu ermöglichen. Im Vorfeld hatte die zuständige US-Bundesverwaltungsbehörde GSA den Demokraten als Wahlsieger bezeichnet. Donald Trump erkennt diese Tatsache allerdings immer noch nicht an.

 

Amtswechsel kann starten
Die Leiterin der Bundesverwaltungsbehörde GSA, Emily Murphy, veranlasste am Montag, dass der designierte Präsident sowohl Zugang zu wichtigen Regierungsinformationen erhält als auch Zugriff auf insgesamt 6,3 Millionen Dollar, die für die nahtlose Übergabe der Amtsgeschäfte vorgesehen sind, erhält. Dies schrieb sie Joe Biden am Montagabend, nachdem auch im Bundesstaat Michigan das amtliche Wahlergebnis zugunsten Joe Bidens ausgefallen war. Biden und sein Team begrüßten dieses Entscheidung.

 

Per Twitter gab der aktuelle Amtsinhaber Trump bekannt, er habe Murphy angewiesen, zu „tun, was getan werden muss“ und auch sein Team gebeten, zu kooperieren. Gleichzeitig machte er jedoch klar, dass dies nur geschehen sei, weil Murphy sich akuten Anfeindungen gegenüber gesehen habe. Beweise lieferte er auch dafür nicht, genauso wenig wie für seine andauernden Behauptungen, die Wahl sei manipuliert gewesen. Er wolle weiterhin vor Gericht für eine Anfechtung der Wahl kämpfen. Alle bisher bemühten Rechtsstreits wurden aus Mangel an Beweisen eingestellt.

 

Erleichterung an den Aktienmärkten
Den Marktteilnehmern fällt in dieser Woche ein Stein vom Herzen. Nicht nur geben die positiven Impfstoffnachrichten der letzten Tage Grund zur Hoffnung, auch die vielen politischen Unsicherheiten in den USA – immerhin der größten Volkswirtschaft der Welt – scheinen sich nun zu lichten. Einer geregelten Amtsübergabe im Januar, wenn Joe Biden als neuer Präsident vereidigt wird, scheint nicht mehr viel im Wege zu stehen.

 

Entsprechenden Auftrieb bekamen gestern die Aktienmärkte. Der US-Leitindex Dow Jones schoss gestern das erste Mal überhaupt über die 30.000 Punkte-Marke hinaus. Im Fahrwasser der großen Euphorie auf dem New Yorker Parkett kletterten auch die Ölpreise in die Höhe und legten eine rasante Rallye hin. Sowohl an der Ölbörsen in den USA als auch am europäischen Handelsplatz in London notierten die Rohölkontrakte so hoch wie seit März nicht mehr.

 

Ausblick
Damit steigen auch die Inlandspreise heute wieder ein gutes Stück an. Im Bundesgebiet kosten 100 Liter Heizöl heute etwa +0,90 bis +1,10 Euro mehr als gestern Vormittag.

Am Montag wurde in Saudi-Arabien eine Raffinerieanlage des Staatskonzerns Aramco von einer Rakete beschossen. Per Twitter bekannten sich die Huthi-Rebellen, welche seit Jahren einen blutigen Krieg im Jemen führen, zu dem Anschlag. Es war nicht ihr erster Anschlag auf saudische Ölanlagen vom Jemen aus.

 

Keine größeren Ausfälle nach Angriff
Der Raketenangriff hat sich offenbar am Montag Morgen ereignet und hatte die Raffienie in der Küstenstadt Jeddah im Westen des Landes zum Ziel. Erst am Abend bestätigte Saudi-Arabien den Angriff und gab an, dass das aus dem Anschlag resultierende Feuer schnell gelöscht werden konnte und es keine Toten oder Verletzten gegeben habe. Einer von insgesamt 13 Lagertanks der Anlage weise jedoch schwere Schäden auf.

 

Die Betreibergesellschaft Aramco, einer der größten Ölkonzerne der Welt, beeilte sich außerdem zu bestätigen, dass es nicht zu Ausfällen bei der Ölversorgung kommen werde. Die saudische Regierung verurteilte den Angriff und sagte, dass „Akte des Terrorismus und der Sabotage, die gegen wichtige Anlagen verübt werden, […] auf die Sicherheit und Stabilität der Energieversorgung der Welt“ abzielten.

 

Politikum Ölversorgung
Saudi-Arabien ist einer der größten und wichtigsten Ölproduzenten der Welt. Angriffe auf Ölanlagen im Land sollen entsprechend nicht unbedingt hohe Opferzahlen hervorrufen sondern vor allem die Ölversorgung lahmlegen. Dies hat je nach Größe des Schadens dann durchaus Folgen für die globalen Ölmärkte, da Ausfälle bei einem Hauptakteur wie Saudi-Arabien sich sofort auf die Ölpreise auswirken.

 

Im September hatten die Huthi-Rebellen zuletzt einen großen Angriff auf saudische Ölanlagen gestartet. Damals hatten sie die Ölanlagen in Abqaiq und Khurais ins Visier genommen und so große Schäden verursacht, dass die Ölproduktion des Landes kurzzeitig um mehr als die Hälfte sank. Die Ölpreise schossen in der Folge deutlich in die Höhe.

 

Ausblick
Der jüngste Raketenangriff verlief vergleichsweise harmlos, kann aber dennoch die Ölpreise an den Börsen stützen. Gemeinsam mit den vielen guten Impfstoffnachrichten, die sich ebenfalls preissteigernd auswirken, steigen damit auch die Heizölpreise im Bundesgebiet. Verbraucher müssen sich auf Preisaufschläge von etwa +0,40 bis +0,60 Euro pro 100 Liter im Vergleich zu gestern einstellen.

 

Bildquelle: https://www.openstreetmap.org/