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Die Ölpreise zeigen sich am Freitagmorgen weiterhin leicht im Plusbereich und notieren dabei auf den Niveaus, die sie bereits vor einer Woche innehatten. Bereits gestern war die Atlantiksorte Brent um 52 Cent bzw. 0,6% auf 83,27 Dollar pro Barrel gestiegen, während die US-Rohölsorte West Texas Intermediate (WTI) um 60 Cent bzw. 0,8% auf 79,23 Dollar zulegen konnte.

Die Preisentwicklung in dieser Woche war bislang verhalten, da sich preistreibende und preisdämpfende Faktoren weitgehend gegenseitig aufhoben. Die Folge daraus war die engste wöchentliche Preisspanne – weniger als 3 Dollar pro Barrel für Brent – seit März.

OPEC und IEA verunsichern mit gegensätzlichen Prognosen
Als Gründe für die aktuelle Seitwärtsbewegung führen Marktteilnehmer die wenig klaren Impulse an, die in dieser Woche von den Monatsberichten und den darin enthaltenen unausgewogenen Nachfrage- und Angebotsprognosen der OPEC und der Internationalen Energie Agentur (IEA) gekommen sind.

Während die OPEC in ihrem aktuellen Monatsbericht mit einem Anstieg der weltweiten Ölnachfrage um 2,25 Millionen Barrel pro Tag für das Jahr 2024 und um 1,85 Millionen Barrel pro Tag für das Jahr 2025 rechnet, nahm die IEA in ihrem Report ihre Prognose für das Wachstum der Ölnachfrage in diesem Jahr nach unten.

Anspannung vor OPEC-Treffen wächst
Trotz der jüngsten Seitwärtsbewegung bleibt allerdings festzuhalten, dass die Ölpreise in diesem Jahr bislang um etwa 11% gestiegen sind. Dies nicht zuletzt, da die OPEC+ ihre Produktion gedrosselt hat, um ein zu großes Ölangebot am Markt zu verhindern.

Im Vorfeld des Treffens am 1. Juni, bei dem das Kartell über die Fortsetzung der Kürzungen entscheiden wird, kämpfen die Mitglieder mit der heiklen Frage, wie viel Öl sie fördern können. Mehrere große Exporteure streben eine Anhebung ihrer Fördermengen an, um sich das Recht zu sichern, ab 2025 mehr Rohöl zu fördern.

Hoffnung auf Zinssenkungen
Stützend für die Ölpreise war in dieser Woche die Meldung, dass sich mit den Verbraucherpreisen die US-Inflation zum ersten Mal seit sechs Monaten abgekühlt hat. Dieser Fakt hat an den Märkten die Hoffnung auf Zinssenkungen in der weltweit größten Volkswirtschaft befeuert.

Niedrigere Zinsen gelten als Wirtschaftstreiber, was wiederum den Ölpreis stützen würde. Für Europa erwarten die Ökonomen, dass die EZB den Leitzins ab Juni bis zum Jahresende um 0,75% auf etwa 3,25% senken wird.

G7 warnen Israel vor Eskalation in Rafah
Dagegen wurde die geopolitische Risikoprämie, die durch die Spannungen im Nahen Osten entstanden war, auch in dieser Woche weiter abgebaut. Zuletzt hatten die Außenminister von 13 Staaten Israel in einem Brief vor einer umfassenden Militäroffensive in der Stadt Rafah gewarnt. Demnach haben bis auf die USA alle Staaten der Gruppe der sieben großen Industrienationen (G7) das Schreiben unterzeichnet.

Heizölpreise ziehen an
Nachdem die Notierungen für Gasöl, dem Vorprodukt für Diesel und Heizöl, heute im frühen Handel deutlicher zulgen, müssen Verbraucherinnen und Verbraucher im Bundesgebiet je nach Region etwa +0,75 bis +1,25 Euro pro 100 Liter mehr bezahlen als noch am Donnerstag.

Die Ölpreise zeigen sich am Donnerstagmorgen weiterhin im Plusbereich, nachdem sie noch am Dienstag auf ein Zwei-Monats-Tief gefallen waren. Bereits gestern war die Atlantiksorte Brent um 37 Cent bzw. 0,5% auf 82,75 Dollar pro Barrel gestiegen, während die US-Rohölsorte West Texas Intermediate (WTI) um 61 Cent bzw. 0,8% auf 78,63 Dollar zulegen konnte.

EIA meldet starken Rückgang der US-Rohöllagerbestände
Die Notierungen für Rohöl reagierten gestern im späten Handel positiv auf neue US-Daten, die einen unerwartet starken Rückgang der Rohölbestände. Wie die Energy Information Administration (EIA) mitteilte, sanken die US-Rohöllagerbestände in der vergangenen Woche um 2,5 Millionen Barrel, was weit über dem zuvor prognostizierten Rückgang um 500.000 Barrel hinausging.

Inflationsbericht stärkt Hoffnung auf Zinswende in den USA
Zuvor hatten bereits weniger stark gestiegene Verbraucherpreisdaten in den USA die Erwartungen der Finanzmärkte gestärkt, dass die US-Notenbank im September die Zinssätze senken wird. Niedrigere Zinssätze würden die Kreditkosten für Unternehmen und Verbraucher senken und könnten das Wirtschaftswachstum ankurbeln.

Die Aussicht auf längerfristig höhere US-Zinsen aufgrund der hartnäckigen Inflation hatte zuletzt an den Ölmärkten auf die Stimmung gedrückt, da höhere Zinsen in der Regel die Nachfrage nach Öl dämpfen.

IEA sieht geringeres Wachstum der Ölnachfrage,…
Die positive Entwicklung in den USA kommt für die Ölexporteure gerade zum rechten Zeitpunkt. Hat doch die Internationale Energieagentur (IEA) in ihrem erst gestern veröffentlichten Monatsbericht ihre Prognose für das Wachstum der Ölnachfrage in diesem Jahr gesenkt.

Demnach haben eine gedämpfte Industrietätigkeit und die milden Wintertemperaturen den Analysten zufolge vor allem den Verbrauch von Destillaten (Heizöl, Diesel) in einigen der größten Volkswirtschaften der Welt, insbesondere in Europa, verringert.

Die Organisation mit Sitz in Paris geht in ihrem Monatsbericht davon aus, dass die Ölnachfrage nun um 1,1 Millionen Barrel pro Tag zunehmen wird, statt wie bisher um 1,2 Millionen Barrel pro Tag. Die Gesamtnachfrage wird weiterhin bei durchschnittlich 103,2 Millionen Barrel pro Tag erwartet.

…auch weil in Europa weniger Diesel verbraucht wird

Grund für die Korrektur ist das unerwartet niedrige Wachstum im ersten Quartal, in dem die Ölnachfrage in den OECD-Ländern im Vergleich zum Vorjahr um 70.000 Barrel pro Tag zurückging. Die europäische Gasölnachfrage ging im Quartal um 140.000 Barrel pro Tag zurück, was auch auf den sinkenden Anteil von Dieselfahrzeugen in Europa zurückzuführen ist.

Die OPEC hatte tags zuvor in ihrem aktuellen Monatsbericht ein wesentlich positiveres Bild gezeichnet. Das Kartell rechnet mit einem Anstieg der weltweiten Ölnachfrage um 2,25 Millionen Barrel pro Tag für das Jahr 2024 und um 1,85 Millionen Barrel pro Tag für das Jahr 2025.

Heizölpreise reagieren kaum
Nachdem sich die Notierungen für Gasöl, dem Vorprodukt für Diesel und Heizöl, heute im frühen Handel moderat im Plusbereich bewegen, müssen Verbraucherinnen und Verbraucher im Bundesgebiet je nach Region etwa -0,25 bis +0,15 Euro pro 100 Liter mehr bezahlen als noch zur Wochenmitte.

Die Ölpreise starten zur Wochenmitte am Morgen mit Aufschlägen von jeweils 0,7% in den Tag. Am Dienstag hatten die Notierungen zuvor deutlicher nachgegeben, nachdem neue US-Inflationsdaten die Befürchtung geschürt hatten, dass die Zinssätze zur Bekämpfung der Teuerung in den USA hoch bleiben könnten.

So rutschte gestern die Atlantiksorte Brent um 1,2% auf 82,38 Dollar pro Barrel ab, während es für die US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) sogar um 1,4% auf 78,02 Dollar pro Barrel nach unten ging.

Warten auf wichtige US-Inflationsdaten
Auch heute haben die am Nachmittag zur Veröffentlichung anstehenden US-Verbraucherpreisdaten allemal das Potenzial, sich erheblich auf die Ölpreise auszuwirken. Sollte die Inflation erneut stärker als erwartet ausfallen, könnte dies die Befürchtung verstärken, dass die US-Notenbank aufgrund einer zu heißen Konjunktur gezwungen sein wird, die Zinsen erneut anzuheben. Ein solcher Schritt könnte das Wirtschaftswachstum und damit auch die Ölnachfrage behindern.

OPEC bei Ölnachfrage weiter zuversichtlich,…
Dessen ungeachtet hat die OPEC in ihrem gestern veröffentlichten Monatsbericht an ihrer Prognose für ein relativ starkes Wachstum der weltweiten Ölnachfrage im Jahr 2024 festgehalten. Laut dem Kartell bestehe die Möglichkeit, dass die Weltwirtschaft in diesem Jahr besser abschneide als erwartet.

…aber im Kartell wachsen die Spannungen
Unabhängig davon zeigte der Bericht, dass die OPEC+-Mitglieder, die zusätzliche Produktionskürzungen vornehmen, im vergangenen Monat 568.000 Barrel pro Tag über das vereinbarte Limit hinaus gepumpt haben. Es wird zwar allgemein erwartet, dass die Allianz die Drosselungen bei einem Treffen am 1. Juni verlängert, doch haben zuletzt Spannungen mit dem zweitgrößten OPEC-Ölproduzenten Irak zunehmende Unstimmigkeiten bezüglich der Strategie des Öl-Kartells gezeigt.

Flächenbrände bedrohen wichtigsten Öl-Produktionsstandort Kanadas
Gestützt werden die Ölpreise am Mittwochmorgen zudem von den sich immer weiter ausbreitenden Waldbränden in Kanada. Ein großes Feuer etwa 10 Meilen südwestlich von Fort McMurray im Nordosten von Alberta hatte bis Dienstagabend über 23.000 Hektar Land verbrannt, nachdem es über Nacht erheblich gewachsen war.

Von offizieller Seite hatte es gestern geheißen, das Feuer sei „immer noch außer Kontrolle“ und der Wind treibe es in Richtung der Stadt Fort McMurray. Tausende von Menschen wurden aufgefordert, vier Vororte zu evakuieren. Außerdem begannen laut kanadischen Medienberichten auch Menschen in anderen Teilen von Fort McMurray, die nicht von der Evakuierungsanordnung betroffen waren, mit dem Verlassen der Stadt.

Die Stadt ist das Zentrum der kanadischen Ölsandindustrie, die rund 3,3 Millionen Barrel pro Tag fördert. Das sind zwei Drittel der gesamten kanadischen Produktion.

Verhandlungen für Feuerpause durch Israels Angriffe auf Rafah in „Sackgasse“
Im Nahen Osten drangen unterdessen israelische Panzer tiefer in Rafah im Gazastreifen ein und erreichten einige Wohngebiete, in denen mehr als eine Million Menschen Zuflucht gesucht hatten. Die israelischen Streitkräfte griffen den Norden der Enklave so heftig wie lange nicht mehr in den vergangenen Monaten an.

Die Verhandlungen für eine Feuerpause im Gazastreifen sind nach Einschätzung der katarischen Regierung durch Israels Militäreinsatz in Rafah zurückgeworfen worden. „Wir befinden wir uns fast in einer Sackgasse“, sagte Katars Regierungschef al-Thani in Doha. Die Dinge hätten sich „nicht in die richtige Richtung“ entwickelt, betonte er.

Heizölpreise reagieren mit leichten Abschlägen 
Obwohl die Notierungen für Gasöl, dem Vorprodukt für Diesel und Heizöl, heute im frühen Handel leicht nach oben tendieren, müssen Verbraucherinnen und Verbraucher im Bundesgebiet je nach Region etwa -0,55 bis -0,15 Euro pro 100 Liter weniger bezahlen als noch am Dienstag.

Die Ölpreise legen auch am zweiten Handelstag der Woche im frühen Geschäft weiter leicht zu, nachdem es gestern Anzeichen für eine steigende Nachfrage in den USA und China, den beiden weltweit größten Ölverbrauchern, gegeben hatte. Rohöl der US-Sorte West Texas Intermediate war daraufhin zum Wochenauftakt um 1,1% auf 79,12 Dollar, Öl der Atlantiksorte Brent um 0,7% auf 83,36 Dollar je Barrel (a 159 Liter) geklettert.

OPEC-Monatsbericht im Fokus der Märkte
Heute steht an den Rohstoffmärkten der Monatsbericht der OPEC im Mittelpunkt, der Aufschluss über die weltweite Ölnachfrage geben wird. Dabei wird sich zeigen, ob die bisherigen optimistischen Prognosen für die Sommerreisezeit weiterhin Bestand haben werden.

Weiter stabiles Wachstum der Ölnachfrage erwartet?
In ihrem letzten Bericht vom April hatte die OPEC ihre Prognosen für das Wachstum der Ölnachfrage in diesem und im nächsten Jahr unverändert belassen. Die erwartete Wachstumsrate der weltweiten Ölnachfrage soll in diesem Jahr bei 2,2 Millionen Barrel pro Tag und im nächsten Jahr bei 1,8 Millionen Barrel pro Tag liegen.

Sollte die OPEC+ ihre derzeitigen freiwilligen Produktionskürzungen im Juli – wider aller Erwartungen – nicht reduzieren, erwarten die Analysten eine weiterhin starke Ölnachfrage im zweiten und dritten Quartal, was den Markt weiter stützen würde.

Öl-Kartell rechnet mit starker Reisesaison, aber…
Im vergangenen Monat hatte die OPEC in ihrem Monatsbericht erklärt, dass die weltweite Ölnachfrage im Sommer aufgrund der Erwartung eines steigenden Kraftstoffverbrauchs im Transportwesen und der Urlaubsfahrten voraussichtlich stark sein wird. Das Kartell sprach von „robusten Aussichten für die Ölnachfrage in den Sommermonaten“. Vor diesem Hintergrund erwarten die Analysten vom heute zu veröffentlichenden Bericht mehr oder weniger anhaltenden Optimismus.

…US-Benzin- und Dieselnachfrage erreicht Tiefstand seit COVID
Während also die OPEC mit einem weltweit erhöhten Verkehrsaufkommen während der Sommerreisezeit rechnet, stellt sich die Ausgangslage in „der“ Auto-Nation schlechthin gänzlich anders dar. So ist nach Angaben der Energy Information Administration (EIA) die Nachfrage nach Benzin und Diesel in den Vereinigten Staaten auf den niedrigsten saisonalen Stand seit Beginn der COVID-Pandemie gesunken.

Die monatlichen Durchschnittswerte für die am 3. Mai zu Ende gegangene Woche zeigen eine Benzinnachfrage von 8,63 Millionen Barrel pro Tag – eine Zahl, die laut EIA-Daten seit Mai 2020, dem Beginn der Pandemie, nicht mehr erreicht wurde. Die Daten zeigen auch, dass die Nachfrage nach Destillaten (Diesel, Kerosin, Heizöl) auf 3,6 Millionen Barrel pro Tag gesunken ist, was ebenfalls ein saisonaler Tiefstand ist, der seit COVID-Zeiten nicht mehr erreicht wurde.

Sollte sich diese Entwicklung fortsetzen, könnten die Preise an den Ölbörsen unter Druck geraten. Denn mit dem Memorial Day Wochenende (25.-27.5.) steht in den USA bald der inoffizielle Startschuss der Sommer-Fahrsaison bevor, in der die Nachfrage für gewöhnlich ihren jährlichen Höhepunkt erreicht.

Heizölpreise reagieren mit leichten Aufschlägen 
Nachdem heute im frühen Handel kaum Aufschläge für Gasöl, dem Vorprodukt für Diesel und Heizöl, zu beobachten sind, müssen Verbraucherinnen und Verbraucher im Bundesgebiet je nach Region maximal 0,30 Euro pro 100 Liter mehr bezahlen als noch am Montag.

Die Ölpreise geben im frühen Handel zu Wochenbeginn weiter leicht nach. Die Atlantiksorte Brent fällt um 25 Cent bzw. 0,2 % auf 82,54 Dollar pro Barrel (a 159 Liter), während die US-Rohölsorte West Texas Intermediate (WTI) um 18 Cent bzw. 0,2% auf 78,08 Dollar nachgibt.

Am Freitag hatten sich die beiden wichtigsten Ölsorten um jeweils deutliche 1,3% verbilligt. Am Markt hatte sich zum Wochenschluss die Erkenntnis durchgesetzt, dass man sich in den USA wohl länger als bislang erwartet mit höheren Zinsen auseinandersetzen muss, was in der Folge die Konjunktur und damit auch die Ölnachfrage dämpfen würde.

Dieselpreise weiter unter Druck
Bereits jetzt haben die Raffinerien weltweit mit einer geringeren Nachfrage nach Dieselkraftstoff zu kämpfen. Nach Angaben von Branchenkennern würden das milde Wetter auf der Nordhalbkugel sowie die schwache Konjunktur die Nachfrage beeinträchtigen. Zudem hätten neue Raffinerien das Angebot deutlich erhöht und dadurch die Margen beim Verkauf von Diesel schrumpfen lassen.

Wie die aktuelle Wochenauswertung der Kraftstoffpreise in Deutschland zeigt, kostet laut ADAC ein Liter Super E10 im bundesweiten Mittel 1,836 Euro. Im Vergleich zur Vorwoche ist dies ein Rückgang von 1,7 Cent je Liter. Diesel hat sich demnach sogar um weitere 2 Cent vergünstigt und kostet aktuell im Schnitt 1,676 Euro. Vor einem Monat musste für den Selbstzünder an den Tankstellten im Mittel noch 1,757 Euro gezahlt werden.

Äußerungen Bagdads zu irakischen Förderquoten erschüttern die OPEC,…
Gestützt wurde der Ölmarkt zuletzt durch die Erwartung, dass die Organisation erdölexportierender Länder und ihre Verbündeten, zusammen bekannt als OPEC+, die Angebotskürzungen in der zweiten Jahreshälfte verlängern könnten. Eine wichtige Rolle kommt in diesem Zusammenhang dem Irak zu, der innerhalb der OPEC der zweitgrößte Ölproduzent ist.

Noch am Samstag hatte der irakische Ölminister, Hayyan Abdul Ghani, erklärt, dass das Land genügend freiwillige Kürzungen vorgenommen habe und dass man keinen zusätzlichen Kürzungen zustimme, sollten diese von der OPEC+ bei ihrem Treffen Anfang Juni vorgeschlagen werden. Dieser Schritt Bagdads, sofern umgesetzt, hätte die OPEC in ihren Grundfesten erschüttern können.

…allerdings nur für einen Tag
Aber nur einen Tag später ruderte der Ölminister bereits schon wieder zurück und bestätigte am Sonntag, man sehe sich den von der OPEC vereinbarten freiwilligen Ölförderkürzungen verpflichtet. Man sei natürlich bestrebt, mit den Mitgliedsländern bei den Bemühungen um mehr Stabilität auf den globalen Ölmärkten zusammenzuarbeiten, hieß es aus Bagdad.

Irak bleibt das schwarze Schaf innerhalb der OPEC
Bereits zu Anfang Mai hatte die OPEC+ den Irak gerügt, weil er in den ersten drei Monaten des Jahres insgesamt 602.000 Barrel pro Tag über seine Förderquote hinaus Öl aus dem Boden gepumpt hatte. Die OPEC erklärte damals in diesem Zusammenhang, Bagdad habe sich bereit erklärt, dies durch zusätzliche Produktionskürzungen für den Rest des Jahres auszugleichen.

Die OPEC wird morgen ihren Marktausblick vorlegen, der Aufschluss über die globalen Bilanzen, die Nachfrageaussichten und die Angebotsdynamik geben wird.

Heizölpreise geben nach
Nachdem die Notierungen für Gasöl, dem Vorprodukt für Diesel und Heizöl, heute morgen wieder deutlicher nachgeben, müssen Verbraucherinnen und Verbraucher im Bundesgebiet im frühen Handel je nach Region etwa -0,95 bis -1,65 Euro pro 100 Liter weniger bezahlen als noch zum Wochenschluss.

Die Ölpreise zeigen sich am Freitagmorgen weiterhin im Plusbereich und markieren damit den höchsten Stand seit einer Woche. Bereits gestern war die Atlantiksorte Brent um 30 Cent bzw. 0,4 % auf 83,88 Dollar pro Barrel gestiegen, während die US-Rohölsorte West Texas Intermediate (WTI) um 27 Cent bzw. 0,3% auf 79,26 Dollar zulegen konnte.

Zuvor waren die Ölpreise zur Wochenmitte auf ein Zwei-Monats-Tief gefallen. Dabei war die Atlantiksorte Brent unter die Marke von 82 Dollar pro Barrel gerutscht, während WTI erst unterhalb von 79 Dollar pro Barrel einen Halt fand.

Offizielle Regierungsdaten sehen Abbau der US-Ölvorräte
Stützend für die Preise war zuvorderst die Meldung, dass die US-Rohölvorräte, dem weltweit größten Ölverbraucher, nach Angaben der Energy Information Administration (EIA) in der vergangenen Woche um 1,4 Millionen Barrel auf 459,5 Millionen Barrel gesunken waren. Damit lag der Rückgang über den Erwartungen der Analysten, die ein Minus von 1,1 Millionen Barrel erwartet hatten.

Der Rückgang der Lagerbestände basiert laut Branchenexperten vor allem auf einer gestiegenen Raffinerietätigkeit, die im Meldezeitraum um 307.000 Barrel pro Tag zugenommen hatte.

Zudem hatte das American Petroleum Institute (API) am Mittwochabend mitgeteilt, dass die US-Rohölvorräte in der Woche zum 3. Mai um 509.000 Barrel (a 159 Liter) gestiegen sind. Im Gegensatz zur Privat geführten API handelt es sich bei den Zahlen der EIA um die offiziellen Daten der US-Regierung.

Chinas Rohölimporte stiegen im April um 5,5% gegenüber dem Vorjahr
Einen weiteren preistreibenden Effekt hatten gestern veröffentlichte chinesische Zolldaten zu den Rohölimporten in das Reich der Mitte. Demnach wurden im April insgesamt 44,72 Millionen Tonnen Rohöl an den weltweit größten Ölimporteur geliefert. Die Menge entspricht etwa 10,88 Millionen Barrel pro Tag und lag damit um 5,45% höher als noch zum gleichen Zeitpunkt des Vorjahres.

Für Indien bestimmtes Öl landet in China
Analysten zufolge ist ein Großteil des Anstiegs der chinesischen Rohölimporte im ersten Quartal 2024 auf billiges und reichlich am Markt verfügbares russisches Rohöl zurückzuführen. Ursprünglich eigentlich für Indien verschifft, landen die durch die verschärften US-Sanktionen behinderten Lieferungen letztendlich in chinesischen Häfen

Chinas Wirtschaft nimmt wieder Fahrt auf
In Zukunft könnten neue Kraftstoff-Exportquoten und der jüngste Rückgang der Ölpreise die Rohölkäufe chinesischer Raffinerien weiter zulegen lassen. Zudem hatte der chinesische Zoll am Donnerstag in Peking mitgeteilt, dass Chinas Außenhandel im April stärker als zuvor erwartet zugelegt hat. Im Vergleich zum Vorjahresmonat legten die Exporte der weltweit zweitgrößten Volkswirtschaft um 1,5% zu. Die Importe stiegen sogar um 8,4%.

Experten sehen darin Anzeichen einer Stabilisierung der inländischen und internationalen Nachfrage. Für die am Ölmarkt auf steigende Preise setzenden Akteure, sind das überaus erfreuliche Nachrichten.

Heizölpreise ziehen an
Nachdem die Notierungen für Gasöl, dem Vorprodukt für Diesel und Heizöl, gestern deutlich angezogen hatten, müssen Verbraucherinnen und Verbraucher im Bundesgebiet heute im frühen Handel je nach Region etwa +1,00 bis +1,70 Euro pro 100 Liter mehr bezahlen als noch zur Wochenmitte.

Die Ölpreise sind am Mittwochmorgen mit Abschlägen von rund einem halben Prozent in den Handelstag gestartet, nachdem sie gestern bereits geringfügig nachgegeben hatten. Der monatliche Prognosebericht des Energieministeriums der Vereinigten Staaten hatte Anzeichen für eine nachlassende Angebotsverknappung und eine schwächere globale Ölnachfrage enthalten, was sich gestern dämpfend auf die Ölpreisentwicklung auswirkte.

API meldet höhere Ölvorräte 
Zudem hatte das American Petroleum Institute gestern Abend mitgeteilt, dass die US-Rohölvorräte in der Woche zum 3. Mai um 509.000 Barrel (a 159 Liter) gestiegen sind. Auch die Vorräte an Benzin und Destillaten verzeichneten demnach einen Zuwachs, was sofort Besorgnis über eine schwächere Nachfrage beim weltweit größten Ölverbraucher auslöste.

Die offiziellen Daten der US-Regierung zu den Lagerbeständen werden heute um 16:30 Uhr erwartet. Analysten prognostizieren, dass die US-Rohöllagerbestände in der vergangenen Woche um etwa 1,1 Millionen Barrel gesunken sind.

US-Präsident will auf strategische Reserven zugreifen…
Die US-Rohöllagerbestände sind aktuell nicht zuletzt wegen der sich wieder verschärfenden Situation im Gazastreifen in den Fokus geraten. US-Präsident Biden hatte gestern angekündigt, im Bedarfsfall auf Rohöl aus der strategischen Erdölreserve (Strategic Petroleum Reserve, SPR) zurückgreifen. Der Energieberater von Präsident Biden, Amos Hochstein, wies in diesem Zusammenhang darauf hinwies, dass genügend Öl in der Reserve vorhanden sei.

Die SPR befindet sich immer noch in der Nähe eines 40-Jahres-Tiefs, nachdem Präsident Biden nach dem Einmarsch Russlands in die Ukraine den bisher größten Verkauf von 180 Millionen Barrel aus der Reserve angeordnet hatte.

…um die Preise an den Tankstellen niedrig zu halten
Bis Januar hatte das US-Energieministerium etwa 32,3 Mio. Barrel von den mehr als 180 Millionen Barrel, die 2022 freigegeben wurden, zurückgekauft. Derzeit befinden sich rund 367 Millionen Barrel im SPR. Die größte Menge an Öl, die jemals darin gelagert wurde, war 2009 mit fast 727 Millionen Barrel.

Seit kurzem wird wieder über die Möglichkeit gesprochen, die SPR zu nutzen, um die Kraftstoffpreise an den Tankstellen zu senken, falls der Konflikt zwischen Israel und der Hamas eskaliert. Höhere Ölpreise und folglich auch höhere Benzin- und Dieselpreise für Autofahrer in den USA gelten als so ziemlich das Letzte, was sich ein US-Präsident in einem Wahljahr leisten kann.

Indien wird weltweite Ölnachfrage anführen
Einen längerfristig stützenden Einfluss auf die Ölpreise könnte die gestern veröffentlichte Meldung haben, dass in Indien der Kraftstoffverbrauch, der häufig als Indikator für die Ölnachfrage verwendet wird, im April im Vergleich zum Vorjahresmonat um 6,1% gestiegen ist.

Nach Schätzungen des indischen Erdölministeriums wird die Kraftstoffnachfrage im drittgrößten Rohölimporteur der Welt in diesem Jahr weiter zulegen. Bereits jetzt deuten die Prognosen so gut wie sicher darauf hin, dass die Dieselnachfrage des Landes im Laufe dieses Jahres ein neues Rekordhoch erreichen wird. Analysten gehen davon aus, dass Indien noch vor Ende dieses Jahrzehnts die Führung bei der weltweiten Ölnachfrage übernimmt und China ablöst.

Heizölpreise reagieren mit leichten Aufschlägen 
Nachdem die Notierungen für Gasöl, dem Vorprodukt für Diesel und Heizöl, heute im frühen Handel leicht nach unten tendieren, müssen Verbraucherinnen und Verbraucher im Bundesgebiet je nach Region etwa -0,30 bis +0,10 Euro pro 100 Liter mehr bzw. weniger bezahlen als noch am Dienstag.

Die Ölpreise zeigen sich auch zum Start des zweiten Handelstags der Woche weiter nahezu unbewegt. Damit kehrt an den Ölmärkten etwas Stabilität zurück, nachdem die Ölpreise zuvor den höchsten Wochenverlust seit drei Monaten verbucht hatten. Öl der Atlantiksorte Brent verteuert sich um 12 Cent auf auf 83,45 Dollar pro Barrel. Rohöl der US-Sorte West Texas Intermediate bewegt sich um 13 Cent auf 78,61 Dollar je Barrel aufwärts.

Waffenstillstand nicht in Sicht
Das zähe Voranschreiten der Waffenstillstandsgespräche zwischen Israel und der Hamas führt weiterhin dazu, dass die großen globalen Ölhändler weiterhin die geopolitische Situation einpreisen müssen. Denn die Spannungen könnten möglicherweise länger andauern, sogar noch weiter eskalieren und dadurch die Rohölversorgung im Nahen Osten erheblich stören.

Die militante Palästinensergruppe Hamas hatte gestern einem von Vermittlern unterbreiteten Vorschlag für eine Waffenruhe im Gazastreifen zugestimmt. Israel erklärte jedoch, die Bedingungen enthalte einige weitreichende Aspekte, die inakzeptabel seien.

Der Vorschlag würde den Austausch von 33 palästinensischen Gefangenen für jede freigelassene israelische Geisel sowie eine dauerhafte Einstellung der israelischen Militäroperationen und Feindseligkeiten im Gazastreifen erfordern, sagte eine hochrangige arabische Quelle gegenüber dem US-Nachrichtendender NBC.

Israel setzt Angriffe in Rafah fort
In der Folge griffen israelischen Streitkräfte Rafah aus der Luft und vom Boden aus an und forderten die Bewohner auf, Teile der Stadt zu verlassen, die für mehr als eine Million vertriebene Palästinenser als Zufluchtsort dient. Israels widersetzt sich mit dem Vorstoß in Rafah den wiederholten Warnungen der USA, diese Angriffe zu unterlassen.

„Wir können und werden nicht für die Operationen der israelischen Armee sprechen. Aber wir haben unsere Meinung zu Operationen in Rafah deutlich gemacht, die potenziell mehr als eine Million unschuldiger Menschen einem größeren Risiko aussetzen könnten“, sagte der Sprecher des Nationalen Sicherheitsrats, John Kirby, am Montag bei einer Pressekonferenz im Weißen Haus. Präsident Joe Biden hatte dieselbe Botschaft in einem halbstündigen Telefonat mit dem israelischen Premierminister Benjamin Netanjahu verkündet.

„Die Märkte sind ein wenig abgestumpft, was die geopolitischen Risiken des Krieges angeht“, sagte John Kilduff, Partner bei Again Capital. „Ich denke, man wird mehr militärische Aktivitäten sehen müssen, um die Märkte zu bewegen“.

Marktteilnehmer achten auf  US-Rohöllagerbestände 
Heute Abend veröffentlicht das American Petroleum Institute (API) die wöchentliche Veränderung der Rohöllagerbestände, Benzinbestände und Destillatbestände der USA. Wenn die Rohöllagerbestände steigen, führt das auf dem Ölmarkt in der Regel zu einem fallenden Ölpreis. Umgekehrt steigt der Ölpreis, wenn die Ölreserven deutlich sinken.

Eine vorläufige Reuters-Umfrage vom Montag ergab, dass die Rohöl- und Produktvorräte in den USA in der vergangenen Woche zurückgegangen sind. Den Prognosen der Analysten zufolge könnten die Rohölvorräte in der Woche bis zum 3. Mai im Durchschnitt um etwa 1,2 Millionen Barrel gesunken sein.

Heizölpreise reagieren mit leichten Aufschlägen 
Nachdem sich die Notierungen für Gasöl, dem Vorprodukt für Diesel und Heizöl, heute im frühen Handel kaum bewegt zeigen, müssen Verbraucherinnen und Verbraucher im Bundesgebiet je nach Region etwa +0,00 bis +0,30 Euro pro 100 Liter mehr bezahlen als noch am Montag.

Die Ölpreise starten am Montagmorgen mit Aufschlägen von rund einem halben Prozent in die neue Woche. Am Freitag war Rohöl der Atlantiksorte Brent um weitere 0,85% auf 82,96 Dollar pro Barrel, US-Rohöl der Sorte West Texas Intermediate 1,06 % auf 78,11 Dollar je Barrel gefallen. Damit mussten die beiden wichtigsten Ölsorten den stärksten Wochenverlust seit drei Monate verbuchen.

USA: Sorge vor weiteren Zinsanhebungen schwindet nach Arbeitsmarktdaten
Nachdem die US-Notenbank in der letzten Woche beschlossen hatte, die Zinssätze konstant zu halten, befürchteten Händler an den Ölmärkten, dass die weiterhin hohen Kreditkosten das Wirtschaftswachstum in den USA, dem weltweit größten Ölverbraucher, zunehmend bremsen könnten. Angesichts des am Freitagnachmittag deutlich schwächer als erwartet ausgefallenen US-Arbeitsmarktberichts, ist zumindest die Sorge vor weiteren Zinsanhebungen deutlich kleiner geworden.

China: Auftragseingänge legen deutlich zu
Heute Nacht veröffentlichte mit China der weltgrößten Rohölimporteur neue Wirtschaftsdaten, die sich insgesamt stützend auf die Ölpreise auswirken sollten. Zwar war der Caixin-Einkaufsmanagerindex, in privater Indikator für den chinesischen Dienstleistungssektor, im April auf 52,5 von 52,7 im März gesunken, befindet sich aber trotz des Rückgangs seit nunmehr 16 Monaten in Folge im Wachstumsbereich.

Ein Wert über der 50er-Marke deutet auf eine Ausweitung der Wirtschaftsaktivität hin. Sowohl die Geschäftstätigkeit als auch die Auftragseingänge nahmen zu, wobei die Aufträge insgesamt so schnell stiegen wie seit Mai letzten Jahres nicht mehr.

Saudi-Arabien sieht steigende Nachfrage, erhöht Ölpreise
Mit Aramco hat der in Saudi-Arabien beheimatete weltweit größte Ölförderkonzern heute seine offiziellen Verkaufspreise für Juni bekannt gegeben. Dabei hob der Konzern die Preise für sein nach Asien, Nordwesteuropa und in den Mittelmeerraum verkauftes Rohöl an und brachte damit die Erwartung einer starken Nachfrage in diesem Sommer zum Ausdruck.

Naher Osten: Gespräche über Waffenstillstand stocken
Einen weiteren Faktor für wieder anziehende Ölpreise stellt die anhaltende Patt-Situation bei den Gesprächen über einen möglichen Waffenstillstand zwischen Israel und der Terrororganisation Hamas dar. Der Status der Gespräche war nach der letzten Runde in Kairo unklar. Hamas-Vertreter hatten gestern erklärt, ihre Unterhändler seien nach Katar zurückgekehrt, um sich mit der politischen Führung zu beraten.

Auch CIA-Direktor William Burns verließ Kairo zu Konsultationen in Katar, wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtete. Präsident Joe Biden wird sich heute im Weißen Haus mit König Abdullah II. von Jordanien treffen, was den allgemeinen Wunsch unterstreicht, den seit fast sieben Monaten andauernden Konflikt einzudämmen.

Hamas beschießt humanitären Korridor,…
Vor Ort teilte die israelische Armee mit, dass etwa 10 Geschosse auf Kerem Shalom abgefeuert wurden, einen Korridor für humanitäre Hilfslieferungen. Der militärische Flügel der Hamas übernahm die Verantwortung für den Angriff. Drei israelische Soldaten wurden bei dem Beschuss getötet, drei weitere wurden schwer verletzt, wie das Militär mitteilte.

…Israel bereitet Angriff auf Rafah vor
Der Angriff erfolgte Stunden, nachdem Premierminister Benjamin Netanjahu erklärt hatte, Israel sei bereit, den Krieg im Gazastreifen vorübergehend zu unterbrechen, um die Freilassung der dort festgehaltenen Geiseln zu erreichen. Man werde aber der Forderung der Hamas nach einer vollständigen Beendigung des Krieges nicht zustimmen. Das israelische Verteidigungsministerium warnte, dass sich seine Streitkräfte weiterhin auf einen möglichen Angriff auf Rafah im südlichen Gazastreifen vorbereiten.

Heizölpreise mit weiteren leichten Abschlägen 
Nachdem sich die Notierungen für Gasöl, dem Vorprodukt für Diesel und Heizöl, heute im frühen Handel kaum bewegt zeigen, müssen Verbraucherinnen und Verbraucher im Bundesgebiet je nach Region etwa -0,45 bis -0,05 Euro pro 100 Liter weniger bezahlen als noch zum Wochenschluss.

Die Ölpreise sind mit leichten Gewinnen in den Tag gestartet, nachdem sie den gestrigen Handel kaum verändert beendet hatten. Noch am Mittwoch hatten die Notierungen um mehr als 3% nachgegeben. Während aber der jüngste Preisrückgang eine gewisse Erleichterung für die Verbraucher und die Zentralbanken bedeutet, die mit einer hartnäckigen Inflation zu kämpfen haben, stellt er für die OPEC+ ein Problem dar.

Saudi-Arabien und Russland brauchen hohe Ölpreise
Denn der Internationale Währungsfonds schätzt, dass Saudi-Arabien Preise in der Nähe von 100 Dollar pro Barrel benötigt. Die unumstritten führende Macht innerhalb des Ölkartells plant unter Führung von Kronprinz Mohammed bin Salman zahlreiche neue Zukunftsprojekte und engagiert sich mit Milliardensummen im Spitzensportler.

Mit Russland benötigt ein weiteres Schwergewicht innerhalb der OPEC+ hohe Öl-Einnahmen, da das Land einen kostenintensiven und absehbar nicht endenden Krieg gegen die Ukraine führt.

OPEC kürzt Fördermengen…
Um das Ölangebot niedrig und die Preise hochzuhalten, haben Saudi-Arabien und seine Partner in diesem Jahr rund 2 Millionen Barrel pro Tag dem Markt aufgrund von Förderkürzungen vom Markt genommen.

..aber nicht alle scheinen mitzumachen
Die Zahlen sind allerdings mit Vorsicht zu genießen. Denn eine aktuelle Erhebung der Nachrichtenagentur Bloomberg scheint den bereits seit längerem im Raum stehenden Verdacht zu bestätigen, dass einige OPEC-Länder immer noch mehr als die versprochenen Mengen produzieren und die Fördervereinbarung nicht voll umsetzen.

Fördermengen im April gegenüber März rückläufig
Demnach zeigten Daten für den Monat April, dass die OPEC etwa 50.000 Barrel pro Tag weniger als im März produziert hat. Geringfügige Steigerungen in Libyen und Irak wurden demnach durch Kürzungen im Iran und in Nigeria ausgeglichen. Dennoch wurde das angestrebte Kürzungsziel aufgrund der andauernden Überproduktion des Irak und der VAE noch nicht komplett erreicht.

Ölmärkte rechnen mit Fortsetzung der Kürzungen
Die große Mehrheit der von Bloomberg befragten Händler und Analysten sagt voraus, dass die OPEC und ihre Verbündeten die Drosselungen verlängern werden, möglicherweise bis zum Ende des Jahres. Nur vier von 30 Umfrageteilnehmern rechnen mit einem Produktionsanstieg von bis zu 1,1 Millionen Barrel pro Tag. Die anderen 26 Befragten gehen davon aus, dass die OPEC und ihre Verbündeten die Drosselungen verlängern werden.

Reuters: Informanten rechnen mit Verlängerung der Kürzungen
Basierend auf mehreren Quellen aus Ländern, die sich zu freiwilligen Produktionskürzungen entschlossen haben, berichtete die Nachrichtenagentur Reuters am Donnerstag, dass eine Verlängerung wahrscheinlich sei.

Die Kürzungen könnten bis zum Jahresende verlängert werden, sagte eine Quelle, während eine andere bestätigte, dass es schon eines überraschenden Nachfrageschubs bedürfe, damit die OPEC+ irgendwelche Änderungen vornehme.

OPEC sendet moderatere Signale
Am 1. Juni wird das Kartell in Wien darüber beraten, ob sie die Kürzungen fortsetzen wollen. Zuletzt hieß es von der OPEC, dass man die Ölmärkte in den kommenden Sommermonaten genau auf Anzeichen für eine Verknappung beobachten wird – eine Änderung des Tons, die von einigen Beobachtern als Signal für die Bereitschaft zur Erhöhung der Fördermengen verstanden wurde.

Heizölpreise geben weiter nach
Obwohl die Notierungen für Gasöl, dem Vorprodukt für Diesel und Heizöl, heute Morgen leicht zulegen, brauchen Verbraucherinnen und Verbraucher im Bundesgebiet heute im frühen Handel je nach Region etwa -0,35 bis -0,75 Euro pro 100 Liter weniger bezahlen als noch am Donnerstag.