In den letzten Wochen dominieren Meldungen den Markt, die eher für steigende Preise sprechen. Ob es die sehr konsequent umgesetzten Kürzungen der OPEC sind, die unerwarteten Ausfälle durch die Sanktionen gegen Venezuela oder auch die Annäherung im Handelsstreit zwischen den USA und China – viel spricht im Moment dafür, dass der Aufwärtstrend, der sich in den letzten Tagen an den Ölbörsen etabliert hat, auch weiter bestehen bleibt.

 

Massive Produktionskürzungen in Saudi-Arabien

Vor allem Saudi-Arabien scheint daran gelegen, die börsengehandelten Rohölpreise auf ein höheres Niveau zu bringen. Das Königreich hatte sowieso den Löwenanteil der OPEC Förderkürzungen übernommen und hat schon jetzt bereits mehr Rohöl vom Markt genommen als vereinbart. Geplant sind darüber hinaus weitere massive Einschnitte bis März.

 

Ein Grund mag der Ausfall des größten Ölfeldes des Landes sein, das wegen Reparaturarbeiten bis mindestens März außer Betrieb sein wird. Der saudische Ölminister Khalid al-Falih hatte vergangene Woche angekündigt, dass die Produktion des Landes bis März auf 9,8 Millionen Barrel sinken werde. Damit würde der Wüstenstaat quasi zum Produktionsniveau des alten Abkommens zurückkehren, welches 2016 für das Jahr 2017 beschlossen worden war.

 

Unterschiedliche Expertenprognosen

Saudi-Arabien scheint offenbar gewillt zu sein, alles Notwendige zu unternehmen damit die Ölpreise auf 80 Dollar pro Barrel steigen. Und nach der Reaktion der Preise zu urteilen, scheint man auf dem richtigen Kurs zu sein, so der Finanzexperte Eugen Weinberg von der Commerzbank. Im Moment liegen die Preise für die Nordseesorte Brent bei etwa 66 Dollar pro Barrel.

 

Die Finanzanalystin Vandana Hari geht jedoch davon aus, dass die OPEC und Saudi-Arabien durchaus vorsichtig agieren werden. Einen Anstieg bis in den Bereich der 80 Dollar hält sie deshalb für unwahrscheinlich. Die OPEC hätte im letzten Jahr schon einmal Erfahrung mit einer zu starken Produktionskürzung im Sommer gemacht, was letztlich die amerikanische Ölindustrie begünstigt und im letzten Quartal zu einem starken Preiseinbruch geführt hatte.

 

Viele Konjunktive machen Vorhersagen schwer

Auf der anderen Seite scheint die Situation in Libyen sich zu stabilisieren. Hier ist es gelungen, das seit Dezember besetzt gehaltene größte Ölfeld des Landes zu befreien, so dass es wahrscheinlich bald wieder in Betrieb genommen werden kann. Auch die Entwicklung in Venezuela ist noch völlig offen. Sollte der umstrittene Präsident Maduro zurücktreten, würden die Santionen enden und die Ölindustrie des Landes könnte sich möglicherweise nachhaltig erholen.

 

So lange es jedoch keine Anzeichen für eine konkrete und deutliche Verbesserung der kurzfristigen Versorgungslage gibt, bleiben die Vorzeichen am Markt auf Preissteigerungen.

 

Ausblick

Da die börsengehandelten Rohölpreise von gestern auf heute etwas günstiger starten, könnte es auch bei den Inlandsrpeise am Morgen zu leichten Preisabschlägen kommen. Verbraucher zahlen für 100 Liter voraussichtlich -0,10 bis -0,20 Euro weniger als gestern morgen. Der Trend geht jedoch nach oben.

München (ots)

Wer sich heute einen neuen Diesel-Pkw zulegt, muss sich wegen möglicher Überschreitungen der Stickoxid-Grenzwerte keine Sorgen machen: Wie der aktuelle ADAC Ecotest zeigt, erfüllen alle bisher auf der Straße gemessenen Euro 6c- und 6d-Temp-Fahrzeuge weitaus strengere Anforderungen bei den Stickoxiden (NOx) als von der EU vorgeschrieben. Im Test blieben die Autos nicht nur deutlich unter dem Toleranzwert von 168 mg/km für Diesel-Pkw, der im Straßentest (RDE-Verfahren) angewendet wird, sondern auch unter dem aktuellen Euro-6-WLTC-Grenzwert von 80 mg/km. Das Gericht der Europäischen Union EuG hatte im Dezember 2018 nach Klagen der Städte Paris, Brüssel und Madrid die von der EU-Kommission erlassenen Toleranzwerte für die Straßentests für nichtig erklärt.

Die Toleranzwerte, so genannte Übereinstimmungsfaktoren (Conformity Factor CF) waren von der EU-Kommission festgelegt worden, um den technischen und statistischen Ungenauigkeiten im Rahmen der RDE-Messungen Rechnung zu tragen. So wurde für Euro-6-Dieselfahrzeuge für die Prüfstandmessungen ein NOx-Grenzwert von 80 mg/km festgelegt. Damit die Fahrzeuge aber auch im RDE-Verfahren bestehen können, hatte die Kommission einen Übereinstimmungsfaktor von 2,1 erlassen. Danach dürfen neu typgenehmigte Diesel-Pkw seit September 2017 (ab September 2019 für neu zugelassene Pkw) für eine Übergangszeit anstelle 80 mg/km bis zu 168 mg/km NOx ausstoßen.

ADAC Vizepräsident für Technik Thomas Burkhardt: „Unsere Messergebnisse zeigen, dass die Dieseltechnologie eine Zukunft haben kann. Sollte die EU-Kommission den Übereinstimmungsfaktor überarbeiten, dann müssen sich die Verbraucher darauf verlassen können, dass bereits gekaufte oder im Handel angebotene Euro-6d-(TEMP)-

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Die Ölpreise befinden sich zur Zeit wieder im Aufwärtstrend. Die Marktteilnehmer scheinen mit einem knapper werdenden Angebot zu rechnen, welches durch die Kürzungen der OPEC aber auch durch ungeplante Ausfälle wie in Venezuela zu Stande kommt. Am Freitag kletterten die börsengehandelten Rohölpreise deshalb stetig nach oben. Zum Wochenauftakt starten sie auf ähnlich hohen Niveaus.

 

Venezuela hat mit Exportproblemen zu kämpfen

Die US Regierung spielt offenbar mit dem Gedanken, die Sanktionen gegen Venezuela auszuweiten und auch andere Länder und Unternehmen zu sanktionieren, die venezolanisches Öl beziehen. Die Sanktionen hatte man erhoben, um den umstrittenen Präsidenten Nicolás Maduro zum Rücktritt zu zwingen.

 

Seitdem kann kein venezolanisches Rohöl mehr in die USA exportiert werden und auch aus den USA gehen keine Lieferungen mehr in das südamerikanische Land. Bisher hatte Venezuela leichte Ölsorten wie Naphta aus den USA bezogen, welches als Verdünnung den eigenen sehr schweren und zähflüssigen Sorten beigemischt wurde. Nur so kann das Rohöl überhaupt transportiert werden.

 

Viele internationale Unternehmen haben ihre Ölkäufe aus Venezuela inzwischen eingestellt, so auch das russische Unternehmen Litasco, eine Tochter des zweitgrößten russischen Rohölförderers Lukoil. Dies kommt doch eher überraschend, da Moskau die US Sanktionen kritisiert und sich auf die Seite des aktuellen Präsidenten Maduro gestellt hatte, während die USA den selbsternannten Interimspräsidenten Juan Guidó unterstützen.

 

Die US Sanktionen zeigen also stärkere Wirkung als angenommen. Laut OPEC sank die Ölproduktion in Venezuela im Januar um 59.000 Barrel (à 159 Liter). Experten gehen davon aus, dass die Folgen der Sanktionen im Februar noch stärker zu Buche schlagen werden, da dann wohl auch die Restbestände an Naphta und anderen leichten Ölen ausgehen.

 

 

Handelsstreit zwischen USA und China

In der letzten Woche wurden die Verhandlungen im Handelsstreit zwischen USA und China fortgesetzt, wobei es offenbar ausreichend Fortschritte gab, dass die Gespräche in dieser Woche nun in Washington weitergeführt werden. Trump zeigte sich zuletzt zuversichtlich, dass es eine Einigung mit Peking geben werde und man die bisherige Deadline vom 2. März für neue Sanktionen verschieben könne.

 

Die Strafzölle, welche im Konflikt zwischen den beiden Wirtschaftsmächten, erhoben wurden, hatten das Wirtschaftswachstum und somit auch das Ölnachfragewachstum in China stark ausgebremst und die Preise belastet. Wenn weitere Strafzölle vermieden werden können, dürften auch die Preise wieder steigen, so die Hoffnung der Martkteilnehmer.

 

Ausblick

Mit den steigenden Rohölpreisen gehen auch die Preise im Inland deutlich ach oben. Verbraucher müssen heute deshalb etwas tiefer in die Tasche greifen als noch letzte Woche und zahlen für 100 Liter etwa +0,70 bis +0,90 Euro mehr als am Freitag.

Am Donnerstag zeigte sich bei den börsengehandelten Rohölpreisen deutliches Aufwärtspotenzial. Spätestens nach einem kleinen Kursrutsch am Nachmittag drehte sich der Wind und die Preise schnellten nach oben. Die Produktionskürzungen der OPEC sowie die angekündigten weiteren freiwilligen Kürzungen von Saudi-Arabien haben die Versorgungslage am Markt deutlich verknappt, so dass die Marktteilnehmer eher mit einer Unterversorgung und deshalb mit steigenden Preisen rechnen.

 

Europäische Rohölsorte Brent bei 70 Dollar?

Auch viele Experten scheinen inzwischen wieder davon auszugehen, dass Rohöl im Jahresverlauf teurer wird. Laut der Finanzexperten der Bank of America Merrill Lynch senkt die Kombination aus freiwilligen Produktionskürzungen von Ländern wie Saudi-Arabien, Kuwait und den Vereinigten Arabischen Emiraten, sowie den unfreiwilligen Ausfällen wie im Iran oder Venezuela das Angebot deutlich.

 

Die US Investmentbank rechnet damit, dass das Ölangebot der OPEC Ende 2019 rund 2,5 Millionen Barrel (à 159 Liter) unter dem Niveau von Ende 2018 liegen wird. Der Durchschnittspreis für die Nordseesorte Brent sollte für das Gesamtjahr dann bei etwa 70 Dollar liegen, so die Prognose der Analysten. Aktuell wird ein Barrel Brent bei etwa 64,93 Dollar gehandelt und der bisherige Jahresdurchschnitt liegt bei 60,94 Dollar.

 

10 Dollar Unterschied zwischen europäischen und amerikanischen Ölkontrakten

Vor Allem die an der Londoner Börse gehandelte europäische Referenzsorte Brent befindet sich im Aufwärtstrend. Die Amerikanische Referenzsorte West Texas Intermediate WTI tut sich dabei etwas schwerer, denn die boomende US Ölproduktion bremst den Preisanstieg hier etwas aus. Im Augenblick liegt der Preisunterschied zwischen den beiden Sorten bei etwa 10 Dollar. Im Januar waren es noch 8,40 Dollar gewesen.

 

Dieser Preisunterschied macht die US Rohölsorte für Käufer außerhalb der USA attraktiver, da er die Transportmehrkosten nach Asien aufwiegt. Mehr Exporte könnten die US Rohölbestände in den kommenden Wochen dann stark drücken, da auf der anderen Seite auch die Importe aus Saudi-Arabien enorm abgenommen haben. Sollten die US Ölbestände sinken, könnte dies den Preisen einen weiteren Schub nach oben geben.

 

Ausblick

Mit den steigenden Preisen an den Ölbörsen sind auch bei den Heizölpreisen Aufschläge zu erwarten. Für 100 Liter bezahlen Verbraucher heute etwa +0,10 bis +0,25 Euro mehr als gestern morgen.

Berlin (ots)

Eine kleine Wellness-Auszeit im Badezimmer tut in der kalten Jahreszeit besonders gut. Vor allem, wenn moderne Heiztechnik schnell und bequem für angenehme Wärme sorgt. Über die verschiedenen Optionen für Badheizungen informiert das Onlineportal „Intelligent heizen“.

 

Wohltemperierte Fliesen, vorgewärmte Badetücher, beheizte Spiegelflächen: Das moderne Bad dient nicht allein der Körperpflege, sondern bietet Wellness in den eigenen vier Wänden. Entsprechend hoch sind die Ansprüche an die Badheizung. Sie sollte mit möglichst wenig Energie für wohlige Wärme sorgen – und dabei im besten Fall auch gut aussehen. Eine weitere Herausforderung: Die Wohlfühltemperatur liegt im Badezimmer meist höher als in anderen Räumen. Zwar muss diese nicht den ganzen Tag gehalten, dafür aber morgens und abends möglichst schnell erreicht werden.

 

Badheizung – mit Warmwasser oder Strom

Grundsätzlich gibt es zwei Möglichkeiten, ein Bad zu beheizen: mit Warmwasser oder mit Strom. Bei der klassischen Warmwasser-Variante wird ein Badheizkörper oder auch eine Fußbodenheizung an die Zentralheizung angeschlossen. Die Wärme des Heizkessels gelangt über Rohrleitungen ins Bad. Auf diese Weise lassen sich gerade große Bäder gut heizen. Allerdings wird die Zentralheizung außerhalb der Heizperiode oft abgestellt. Dadurch bleibt auch das Bad kalt. Außerdem benötigt eine Warmwasser-Fußbodenheizung relativ lang, um die gewünschte Temperatur im Raum zu erreichen.

 

Eine alternative Lösung sind elektrisch betriebene Badheizungen. Sie funktionieren unabhängig von der Zentralheizung und sorgen schnell für Wärme. Elektroheizungen gibt es in verschiedenen Ausführungen, ob als Handtuchheizkörper oder als Fußbodenheizung. Eine spezielle Variante sind Infrarotheizkörper. Die damit erzeugte Strahlungswärme wird als besonders behaglich empfunden. Wegen ihrer flachen Bauweise kommen sie auch als Gestaltungselement zum Einsatz. Zum Beispiel geben sie in Form eines großen Spiegels angenehme Wärme ab und verhindern gleichzeitig ein Beschlagen de Glasfläche.

 

Mit dem Fachhandwerker die passende Lösung finden

Das Heizen mit Strom ist jedoch meist teurer als die Versorgung mit Wärme aus dem Heizkessel. Gerade bei größeren Räumen kann eine elektrische Badheizung allein hohe Kosten verursachen. Oftmals bietet sich daher eine Kombination aus Warmwasser- und Elektroheizung an. So lassen sich die jeweiligen Vor- und Nachteile ausgleichen. Auch gibt es heute zum Beispiel Handtuchheizkörper, die wahlweise mit Strom oder Warmwasser betrieben werden können. Damit wird das Bad auch bei abgestellter Zentralheizung schnell warm.

 

Welche Technik sich am besten eignet, hängt stark vom energetischen Zustand des Hauses und der Größe des Badezimmers ab. Bei einer geplanten Badsanierung sollte daher unbedingt der Fachhandwerker einbezogen werden. Über das Serviceportal www.intelligent-heizen.info können Verbraucher nach Handwerksbetrieben in ihrer Nähe suchen.

 

Über „Intelligent heizen“

Die verbraucherorientierte Plattform „Intelligent heizen“ ist ein Angebot des Forums für Energieeffizienz in der Gebäudetechnik VdZ. Seit 2007 informiert das Serviceportal technologieoffen und energieträgerneutral über Maßnahmen für eine wirtschaftliche Heizungsmodernisierung. Bildmaterial in Druckqualität erhalten Sie unter www.intelligent-heizen.info. Tipps für energiesparendes Heizen und aktuelle Informationen gibt es auch auf Facebook.

 

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München (ots)

Nachdem sich Autofahrer seit November über sinkende und zuletzt stagnierende Kraftstoffpreise freuen durften, sind diese inzwischen wieder leicht gestiegen. Laut aktueller Auswertung des ADAC kostet ein Liter Super E10 im Bundesdurchschnitt 1,317 Euro und damit 0,6 Cent mehr als in der Vorwoche. Diesel verteuerte sich um 0,7 Cent auf 1,247 Euro pro Liter. Die durchschnittliche Preisspanne zwischen beiden Sorten hat sich noch einmal verringert und beträgt nur noch 7,0 Cent.

 

Ein Grund für den Anstieg ist die Entwicklung am Devisenmarkt: Während der Rohölpreis bei rund 63 Dollar stagniert, wird der Euro mit Kursen von 1,13 Dollar etwas leichter gehandelt.

 

Der ADAC empfiehlt Autofahrern, vor dem Tanken die Preise zu vergleichen. Wer die teilweise erheblichen Preisunterschiede zwischen verschiedenen Tankstellen und Tageszeiten nutzt, spart bares Geld und stärkt den Wettbewerb zwischen den Anbietern. Unkomplizierte und schnelle Hilfe bietet die Smartphone-App „ADAC Spritpreise“. Ausführliche Informationen zum Kraftstoffmarkt gibt es auch unter www.adac.de/tanken.

 

Mit dem ADAC Vorteilsprogramm günstiger tanken: ADAC Mitglieder bekommen einen Cent Rabatt pro Liter Kraftstoff – an jeder fünften Tankstelle in Deutschland. Alle Infos dazu unter www.adac.de/mitgliedschaft/mitglieder-vorteilsprogramm.

 

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Mit dem abgewendeten Regierungsshutdown in den USA sind die Marktteilnehmer positiv gestimmt und hoffen nun auf eine ebenfalls schnelle Einigung im Handelsstriet mit China. Somit stiegen die Preise im gestrigen Tagesverlauf stetig an. Auch der gestern erschienene Monatsbericht der International Energy Agency IEA gab einen preissteigernden Impuls, da ein Produktionsrückgang im Januar gemeldet wurde. Der Bestandsbericht des Amerikanischen Energieministeriums DOE konnte dagegen auch nichts mehr ausrichten, obwohl er eigentlich klar preissenkende Signale sendete. Die Marktteilnehmer scheinen mit den Nachrichten aus den USA und den konsequent umgesetzten Kürzungen der OPEC nicht an sinkenden Preise zu glauben.

 

US Bestandsdaten

Überraschend meldete das Amerikanische Energieministerium gestern Aufbauten bei Rohöl und Ölprodukten. Vor allem die hohen Rohölbestäände, die im Vergleich zur Vorwoche um 3,6 Millionen Barrel (à 159 Liter) gestiegen sind, erklären sich durch die gleichzeitig gesunkene Raffinerieauslastung in den USA. Dies hängt mit Wartungsarbeiten zusammen, die üblicherweise in dieser Jahreszeit stattfinden.

 

Die Marktteilnehmer scheinen sich davon jedoch nicht verunsichern zu lassen. Es gilt, die Entwicklung bei den Importzahlen im Auge zu behalten. Wenn diese weiterhin auf dem aktuell recht niedrigen Niveau bleiben und im nächsten Monat die Raffinerieauslastung wieder zunimmt, so dürfte sich der Trend bei den Rohölaufbauten im März schnell in starke Abbauten umkehren. Diese würden die Preise dann stützen.

 

Venezuela sucht nach anderen Abnhemern für Öl

Die Regierung um den umstrittenen Präsidenten Nicolas Maduro versucht, die Sanktionen der USA zu umgehen und sieht sich nach anderen Abnehmern für ihr Rohöl um. Der venezolanische Ölminister Manuel Quevedo hat nun bei einem Besuch in Indien angekündigt, dass man mehr Rohöl in den schnell wachsenden indischen Markt verkaufen wolle. Man habe eine gute Beziehung zu Indien und wolle diese ebenso wie den generellen Handel zwischen den Nationen weiter ausbauen. Indien bezog zuletzt etwa 400.000 Barrel an Rohöl aus Venezuela und ist damit einer der größten Rohölabnehmer des Landes.

 

Der nationale Sicherheitsberater der USA, John Bolton, warnte daraufhin davor, weiter Öl aus Venezuela zu kaufen. Länder und Firmen, die Maduro beim Diebstahl der venezolanischen Ressourcen weiter helfen, würde man nicht vergessen, so Bolton. Die USA würden weiter alle ihre Möglichkeiten einsetzen, um das Vermögen der venezolanischen Bevölkerung zu bewahren, und man fordere alle anderen Länder dazu auf, das Gleiche zu tun.

 

Ausblick

Mit den steigenden Rohölpreisen dürfte es heute auch im Inland zu Preisaufschlägen kommen. 100 Liter kosten heute voraussichtlich +0,50 bis +0,70 Euro mehr als gestern Morgen.

Am gestrigen Dienstag veröffentlichten sowohl die OPEC als auch das Amerikanische Energieministerium EIA ihre Monatsberichte. Beide zeigen, dass die OPEC die im letzten Jahr beschlossenen Förderkürzungen sehr konsequent umsetzt. Allerdings warnen beide Organisationen vor einer Überversorgung, denn vor Allem die Produktion in nicht zur OPEC gehörenden Ländern wächst stetig.  Saudi-Arabien meldete daraufhin, dass man vorhabe, die Fördermengen im März noch stärker zu drosseln. An den Ölbörsen machten die Preise daraufhin einen Satz nach oben, konnten sich dann aber vor Handelsschluss wieder etwas erholen.

 

Monatsberichte von OPEC und US Energieministerium

Die Monatsberichte der OPEC der EIA beinhalteten sowohl preisstützende als auch preissenkende Faktoren, sodass sie an den Ölbörsen gestern erst einmal keinen direkten Einfluss auf die Preise hatten. Wenig überraschend bestätigten beide Organisationen, dass die Förderkürzungen der OPEC und ihrer Partner Wirkung zeigen.

 

Zu verdanken ist dies vor Allem Saudi-Arabien, die mit Abstand den größten Teil der Kürzungen tragen und schon jetzt mehr Menge vom Markt genommen haben als vereinbart. Laut Ölminister Khalid al-Falih wolle man nun das aktuelle Niveau von 10,2 Millionen Barrel täglich (à 159 Liter) nochmals um 0,4 Millionen Barrel senken. Den Saudis ist an einem höheren Ölpreis gelegen, um den eigenen Staatshaushalt auszugleichen.

 

Der OPEC bleibt letztlich sowieso nichts anderes übrig, als weiterhin die Fördermengen zu kürzen, denn das Produktionswachstum außerhalb des Kartells nimmt stetig zu, vor allem in den USA. Somit steigt das Angebot, während die Nachfrage voraussichtlich sinken wird. Die Kürzungen des Kartells sorgen daher weniger für eine knappe Marktlage, sondern sind eher ein Kampf gegen die ständig drohende Überversorgung.

 

Heute erscheint noch der Monatsbericht der International Energy Agency IEA. Überraschendes wird hier allerdings auch nicht erwartet. Aller Wahrscheinlichkeit nach wird er die Daten der beiden gestrigen Reports bestätigen.

 

Kein neuer Shutdown in den USA

In Washington scheint man einen Kompromiss im Haushaltsstreit gefunden zu haben, der einen neuerlichen Shutdown, also eine Schließung aller Regierungseinrichtungen, verhindert. Er beinhaltet fast 1,4 Milliarden Dollar für Donald Trumps geplante Grenzmauer nach Mexiko, was deutlich hinter den von ihm geforderten knapp 6 Milliarden liegt. An dieser Summe hatte sich der Haushaltsstreit entzündet, da der mehrheitlich demokratische Senat der Forderung des überwiegend republikanischen Repräsentantenhauses nicht zustimmen wollte.

 

An den Finanzmärkten sorgt die Einigung zwischen Demokraten und Republikanern für positive Stimmung, denn der Shutdown hatte die Wirtschaft stark belastet. Auch die Ölnachfrage hätte somit unter einer erneuten Regierungsschließung gelitten. Die Marktteilnehmer hoffen, dass es nun vielleicht auch im Handelsstreit mit China zu einer Einigung kommen könnte. Ab März sollen die Strafzölle gegen China signifikant angehoben werden, was Wirtschafts- und Ölnachfragewachstum stark belasten und somit die Preise drücken würde. Eventuell könne diese Deadline aber nun verschoben werden, so die Hoffnung.

 

Ausblick

Für 100 Liter Heizöl müssen Verbraucher heute mit leichten Aufschlägen zwischen +0,15 bis +0,25 Euro im Vergleich zu gestern morgen rechnen.

München (ots)

Wie bereits im Januar ist Tanken auch Mitte Februar in Mecklenburg-Vorpommern am günstigsten. Während Autofahrer in Bremen für einen Liter Super E10 im Schnitt 1,325 Euro bezahlen müssen, kostet dieselbe Menge in Mecklenburg-Vorpommern durchschnittlich nur 1,283 Euro und damit 4,2 Cent weniger. Noch größer ist die Differenz bei Diesel: Hier liegt der Literpreis in Mecklenburg-Vorpommern im Landesschnitt mit 1,205 Euro um 5,9 Cent unter dem teuersten Bundesland Bayern (1,264 Euro).

Die Preisunterschiede zwischen den Bundesländern haben sich gegenüber den Vormonaten deutlich verringert. Im Januar lag die Spanne zwischen teuerstem und billigstem Bundesland noch bei 6,0 Cent (Super E10) beziehungsweise 10,1 Cent (Diesel). Im Dezember betrug die Differenz bei Benzin sogar 14,9 und bei Diesel 14,6 Cent.

In der aktuellen Untersuchung hat der ADAC am heutigen Dienstag um 11 Uhr die Preisdaten von mehr als 14.000 bei der Markttransparenzstelle erfassten Tankstellen ausgewertet und den Bundesländern zugeordnet. Die ermittelten Preise stellen eine Momentaufnahme dar. Unkomplizierte und schnelle Hilfe für preisbewusste Autofahrer bietet die Smartphone-App „ADAC Spritpreise“. Ausführliche Informationen rund um den Kraftstoffmarkt gibt es zudem unter www.adac.de/tanken.

Mit dem ADAC Vorteilsprogramm günstiger tanken: ADAC Mitglieder bekommen einen Cent Rabatt pro Liter Kraftstoff – an jeder 5. Tankstelle in Deutschland. Alle Infos dazu unter www.adac.de/mitgliedschaft/mitglieder-vorteilsprogramm.

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An den Ölbörsen herrscht nach wie vor ein Spannungsfeld zwischen widerstreitenden Faktoren. Der Handelskonflikt zwischen den USA und China sowie die trüben Aussichten für das weltweite Wirtschaftswachstum belasten die Preise und lassen die Marktteilnehmer befürchten, dass es im Laufe des Jahres ein Überangebot an Öl geben könnte. Gleichzeitig wirken die Kürzungen der OPEC und ihrer Partner dagegen, genauso wie die US Sanktionen gegen Venezuela und den Iran, die tendenziell Mengen vom Markt nehmen und Öl damit teurer machen. Bisher kann sich keiner dieser Einflussfaktoren durchsetzen und so nimmt die Volatilität, also die Schwankungsintensität, an den Börsen zwar zu, aber nachhaltige Preisveränderungen gibt es nicht.

 

Libyens Ölfeld unter Kontrolle

Monatelang hatten bewaffnete Besetzer das größte Ölfeld in Libyen eingenommen. Nun scheint es, als sei es der Libyan National Army (LNA) gelungen, die Kontrolle komplett zurückzugewinnen. Man habe mit den Wachen und bewaffneten Demonstranten, die das Feld seit Anfang Dezember blockierten, eine Einigung ausgehandelt, heißt es. Die Besatzer hatten unter anderem mehr Lohn und Fördermittel für ihre Region gefordert.

 

Wie es nun weiter geht ist allerdings noch völlig offen. Ob und wann das Ölfeld wieder in Betrieb genommen werden kann ist noch ebenso unklar wie die Frage, ob man bereit sein wird, die Kontrolle über das Ölfeld an die Regierung in Tripolis zu übergeben. Seit Jahren schon tobt ein erbitterter Bürgerkrieg in Libyen, und die LNA steht mit ihrem Kommandanten Khalifa Haftar gegen die international anerkannte Regierung in der Hauptstadt.

 

Das Ölfeld hat eine Kapazität zwischen 300.000 und 350.000 Barrel (à 159 Liter) und ist seit Anfang Dezember abgeschaltet. Ein zweites, damit verbundenes Ölfeld mit einer Kapazität von rund 70.000 Barrel bleibt dadurch ebenfalls außer Betrieb. Die Förderung Libyens ist aufgrund der Ausfälle auf unter eine Millionen Barrel gesunken.

 

Ausblick

Bei den Inlandspreisen gibt es kaum Preisveränderungen im Vergleich zu gestern. Zwischen -0,15 Euro bis +0,15 Euro für 100 Liter ist heute alles drin.